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Der 1. FC Lok Leipzig bleibt in der Regionalliga Nordost auf Kurs und erkämpfte sich trotz langer Unterzahl einen 1:0-Auswärtssieg bei Hertha 03 Zehlendorf.
Joker Aykut Adetula traf in der 75. Minute nach einer sehenswerten Kombination und machte damit den vierten Saisonsieg perfekt. Die Berliner, die weiterhin ohne Punkt am Tabellenende verharren, verpassten es, aus der numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen.
Die Anfangsphase gehörte dem Außenseiter: Zehlendorf suchte mutig den Weg nach vorne, während die Leipziger in der Abstimmung unsicher wirkten. Torhüter Naumann musste zunächst nur bei Standards eingreifen, doch die Gastgeber hielten das Tempo hoch. Nach einer Viertelstunde übernahm der Meister aus Leipzig zunehmend die Kontrolle. Über Öztürk und Kang rollten erste Angriffe, die beste Möglichkeit vergab Ziane, als er eine scharfe Flanke von Dombrowa knapp verfehlte (29.). Kurz vor der Pause musste Naumann gegen einen scharf getretenen Freistoß von Wicht parieren, ehe Keller aus 20 Metern knapp vorbeizielte – so ging es torlos in die Kabinen.
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Öztürk sah nach einem Foul mit offener Sohle die Gelb-Rote Karte (51.), Leipzig musste fortan mit zehn Mann auskommen. Zehlendorf witterte seine Chance, brachte frische Kräfte und hatte durch Doll die große Möglichkeit zur Führung – doch der Angreifer setzte den Ball nach Umkurven von Naumann nur ins Außennetz (57.). Die Berliner drängten, konnten ihre Überzahl jedoch nicht in klare Torchancen ummünzen.
Lok-Trainer Jochen Seitz bewies mit seinen Wechseln das richtige Gespür. Arcalean brachte Schwung über rechts, und eine Viertelstunde vor Schluss folgte der entscheidende Moment: Ein langer Ball von Naumann, per Kopf von Arcalean verlängert, landete bei Adetula. Der Joker nahm das Zuspiel auf, zog aus spitzem Winkel ab und traf ins lange Eck – 0:1 (75.).
Die Schlussphase geriet zum Abnutzungskampf. Zehlendorf warf alles nach vorne, Dedidis eilte in der Nachspielzeit bei einer Ecke sogar selbst in den Strafraum. Doch der Keeper setzte den Kopfball über die Latte, während Leipzigs Defensive aufopferungsvoll verteidigte.
Nach 94 Minuten war der vierte Saisonsieg für Lok perfekt. Die Probstheidaer bleiben damit im Spitzenfeld der Tabelle, während Zehlendorf auch im vierten Spiel ohne Punktgewinn dasteht und der Realität der Regionalliga schmerzhaft Tribut zollt.