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Ein chaotischer Reisetag endete für den FSV Zwickau mit einem kleinen sportlichen Happy End. Stundenlang hatte der Mannschaftsbus im Stau auf der A9 gestanden, erst kurz vor Anpfiff erreichten die „Schwäne“ das Stadion Lichterfelde.
Die Anfangsphase spiegelte das Tabellenbild wider: Schlusslicht Zehlendorf agierte bemüht, doch ohne Zielstrebigkeit im letzten Drittel, während Zwickau erst allmählich seinen Rhythmus fand. Martens prüfte Dedidis mit einem Distanzschuss (15.), ehe auf der Gegenseite eine missglückte Flanke von Doll gefährlich wurde – Hiemann rettete über die Latte (25.). Insgesamt war es ein von Zweikämpfen geprägter, aber arm an Höhepunkten bleibender erster Durchgang.
Zur Pause reagierte Schmitt: Mit Fobassam und von Baer brachte er frische Kräfte und stellte auf Dreierkette um. Der Wechsel zahlte sich unmittelbar aus. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn fasste sich von Baer ein Herz, zog aus gut 20 Metern ab und versenkte den Ball unhaltbar im Winkel – das 0:1 (48.). Mit der Führung im Rücken übernahm Zwickau endgültig die Kontrolle. Martens hätte kurz darauf erhöhen können, verzog aber (50.).
Zehlendorf dagegen brauchte lange, um sich auf die neue Grundordnung der Gäste einzustellen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss flackerte Hoffnung auf, als Wicht einen Abpraller nach einer Ecke direkt nahm, den Ball aber knapp über das Tor jagte (74.). Ansonsten fehlte es der Mannschaft von Trainer Alexander Arsovic an Durchschlagskraft. Hebisch hing in der Luft, und die seltenen Vorstöße über die Flügel verpufften.
Zwickau hingegen verstand es, das Geschehen zu beruhigen. Mit langen Ballbesitzphasen zogen die Schwäne der Partie das Tempo aus und hielten den Gegner geschickt auf Distanz. In der Schlussminute hätte der eingewechselte Zimmermann alles klar machen können, doch sein Kopfball aus kurzer Distanz strich haarscharf am Pfosten vorbei (89.). Am Ende reichte auch so der knappe Vorsprung, weil die Defensive um Senkbeil und Ziemer souverän verteidigte.
Der FSV verbuchte damit den zweiten Arbeitssieg in Folge und untermauerte seine Position im Tabellenmittelfeld. Besonders bemerkenswert: Trotz aller Reisestrapazen präsentierte sich die Mannschaft konditionell stabil und taktisch flexibel. Für Zehlendorf bleibt dagegen die Lage prekär: Nach acht Niederlagen aus neun Spielen verharrt der Aufsteiger am Tabellenende, ohne dass ein Trendwechsel erkennbar wäre.