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Der FSV Zwickau hat seine beeindruckende Heimserie weiter ausgebaut und auch das elfte Aufeinandertreffen mit dem FSV Luckenwalde souverän gewonnen. Vor 3.507 Zuschauern in der GGZ-Arena siegten die Westsachsen mit 3:0 (1:0) und beendeten damit zugleich die sechs Spiele andauernde Unbesiegbarkeitsserie der Gäste.
Die Hausherren begannen selbstbewusst, strukturiert und mit deutlich höherem Tempo als noch in der Vorwoche beim 2:3 in Berlin. Trainer Rico Schmitt hatte seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert, brachte Sezer und Martens für Möbius und Breitenbücher – und schon in den Anfangsminuten zahlte sich der Mut zur Rotation aus. Nach elf Minuten setzte Sezer das erste Zeichen, als er aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Auch Startsev (13.) und Martens (17.) näherten sich dem Tor, ehe Dobruna nach starker Vorarbeit von Haubner die hochverdiente Führung markierte: Der Angreifer drang halblinks in den Strafraum ein und schlenzte den Ball aus 13 Metern elegant ins rechte Eck (29.).
Luckenwalde, das in der Anfangsphase noch einen gefährlichen Schuss von Maciejewski durch Hiemann pariert sah (5.), fand offensiv kaum statt. Die Defensive der Gäste um Pollasch und Jannene wurde immer wieder durch schnelle Seitenverlagerungen der Zwickauer in Bedrängnis gebracht. Einzig in der 41. Minute kamen die Brandenburger zu einer kurzen Entlastungsphase, ohne jedoch nennenswerte Gefahr auszustrahlen. Zwickau dagegen hätte bereits vor der Pause erhöhen können, scheiterte aber doppelt an Torhüter Palmowski, der gegen Martens und Dobruna stark reagierte (42.).
Nach dem Seitenwechsel versuchte Luckenwalde mit einem Doppelwechsel (Schleinitz, Kühn) frischen Wind zu bringen – und tatsächlich bot sich kurz darauf die große Chance zum Ausgleich: Gollnack verpasste am langen Pfosten eine Hereingabe von Hathaway nur um Zentimeter (47.). Es sollte die einzige wirkliche Gelegenheit der Gäste bleiben.
Zwickau übernahm anschließend wieder vollständig die Kontrolle. Der eingewechselte von Baer sorgte über links für Druck, Haubner dirigierte das Zentrum, und Eixler setzte als Sechser immer wieder Akzente im Ballgewinn. Nach gut einer Stunde fiel folgerichtig das 2:0: von Baer flankte präzise von links, Sezer lauerte im Strafraum und traf aus kurzer Distanz ins linke untere Eck (64.). Damit war die Partie entschieden – zumal Luckenwalde weder die Kompaktheit noch die geistige Frische fand, um das Spiel noch einmal zu öffnen.
Zwickau spielte die Schlussphase abgeklärt herunter, suchte dennoch weiter den Weg nach vorn. Dobruna hätte in der 71. Minute nach einem Ballverlust der Gäste alles klar machen können, scheiterte aber an Seidel, der auf der Linie rettete. Acht Minuten später besorgte dann der eingewechselte Breitenbücher den Endstand: Eixler legte von rechts mustergültig quer, und der Stürmer vollendete mit dem rechten Fuß zum 3:0 (81.). Der Pfostentreffer desselben Spielers kurz zuvor (79.) passte ins Bild eines einseitigen zweiten Durchgangs.
Luckenwalde blieb trotz aufopferungsvoller Defensivarbeit chancenlos. Zwickaus Keeper Hiemann musste erst in der 86. Minute bei einem Kopfball von Seidel eingreifen und verhinderte mit einer sehenswerten Flugeinlage den Ehrentreffer. Kurz darauf war Schluss – Zwickau siegte auch im 21. Heimspiel in Folge und untermauerte seine Rolle als eine der stabilsten Mannschaften der Liga.
Für die Westsachsen, die mit hohem Pressing, aggressiver Zweikampfführung und klarer Raumaufteilung überzeugten, war es ein Sieg der Reife. Luckenwalde dagegen zahlte nach wochenlanger Serie Lehrgeld – der Klassenunterschied in Physis, Organisation und Durchschlagskraft war an diesem Nachmittag unübersehbar.