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Herthas U23 hat einem anrennenden Halleschen FC den Zahn gezogen und mit 1:0 gewonnen. Vor 1.042 Zuschauern auf dem Wurfplatz genügte ein Geniestreich kurz vor der Pause: Änis Ben-Hatira vollendete nach Zuspiel von Pekarik elegant mit der Hacke (41.). In einer chancenreichen, bisweilen wilden Schlussphase verteidigten die Berliner den Vorsprung mit Geschick.
Der HFC begann schwungvoll. Nach frühen Vorstößen über Löhmannsröben und Schmedemann prüfte Elezi Hertha-Keeper Heide (9.), kurz darauf setzte Schmedemann die Kugel über das Tor (16.). Die klarste Gelegenheit der Anfangsphase vergab Hauptmann, der eine präzise Weber-Flanke haarscharf neben den Pfosten setzte (23.). Hertha brauchte eine Weile, kam dann aber über rechts ins Rollen: Berner und Richter setzten Nadelstiche, Ben-Hatira zog erstmals gefährlich ab (30.), ehe die Gastgeber die Partie spürbar in ihre Richtung schoben. Die Führung fiel sehenswert: Pekarik fand Ben-Hatira im Strafraum, der Routinier verwandelte technisch fein per Hacke – 1:0 (41.). Fast im Gegenzug zwang Fakhro Heide zu einer starken Parade (42.), danach ging es mit der knappen Berliner Führung in die Kabinen.
Halles Trainer Robert Schröder brachte zur Pause Damelang und Wosz; der HFC erhöhte fortan das Risiko. Doch zunächst hätte Hertha erhöhen können: Ogbaidze rauschte freistehend über die Latte (50.), kurz darauf parierte Müller gegen Berner per Fußabwehr (51.). Ben-Hatiras Eckball strich ans Außennetz (53.). Halle blieb dran, doch Wosz zielte aus guter Position zu hoch (65.), während Hertha frische Beine mit Kesim und Telib brachte (67.). Der Torschütze handelte sich wegen Unsportlichkeit Gelb ein (71.), Telib verzog wenig später nur um einen Meter (73.).
Mit fortschreitender Spielzeit wuchs Halles Druck. Polat (für Weber) und später Ehrlich belebten die Boxbesetzung, ein erster Kopfball von Polat nach Ecke strich knapp vorbei (81.). Hertha reagierte mit Traoré, verteidigte nun tiefer, aber konsequent. Die besten HFC-Momente blieben ungenutzt: Polat schob nach feinem Zuspiel von Schmedemann hauchdünn am langen Pfosten vorbei (88.), Ehrlichs Kopfball geriet zu zentral (90.). In der Nachspielzeit war dann das Glück auf Herthas Seite: Akono wuchtete den Ball an die Latte (90.+4) – die letzte Szene eines lange offenen Duells.
Unterm Strich siegte Hertha II dank eines Geistesblitzes und solider Restverteidigung. Der HFC hatte die Menge an Halbchancen, aber nicht die nötige Konsequenz im Abschluss. Die Berliner, zuletzt gebeutelt, setzten mit dem engagierten Auftritt ein Lebenszeichen; Halle verpasste es, die Negativserie zu stoppen, obwohl der Plan nach der Pause – mehr Tiefenläufe, Strafraumbesetzung, Standards – Wirkung zeigte. So blieb Ben-Hatiras Hackentor der Unterschied.