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Warnung: der nachfolgende Text ist nicht für Leser unter 16 Jahren und Spaßbremsen geeignet. Er enthält fragwürdige Lebensweisheiten, Alkohol und jede Menge Halbwissen. Reihenfolge variabel. Lesen auf eigene Gefahr. Alle Angaben ohne Gewähr, aber mit Gefühl. Nebenwirkungen: Durst, Nostalgie und falsche Erinnerungen.
Moin liebe Sportsfreunde!
Eigentlich hatte ich mir nach meiner akademischen Karriere geschworen, den Tastaturkontakt auf ein Minimum zu reduzieren. Nachdem Kreisligafußball.de allerdings nach Jahren einen alten Vorbericht von mir aus dem Archiv gezerrt hat, blieb mir nichts anderes übrig, als wieder zu meiner schärfsten Waffe zu greifen: der Tastatur. Wer schlafende Texte weckt, bekommt neue und zwar passend zum Budenzauber, der die Herzen aller Hallenkünstler, Sofatrainer und Tresenstrategen höher schlagen lässt: In weniger als 24 Stunden markiert der Wallus Cup wieder das sportliche Epizentrum Bennigsens.
Apropos Rückkehr: Die Reisegruppe Bennigsen ist frisch aus ihrem harten (Après-)Skiurlaub zurück. Körperlich angeschlagen, geistig maximal frei und humoristisch fragwürdig - also exakt im richtigen Zustand, um einen Hallenturniertag zu begleiten. Unterstützt wird der Verein wie gewohnt dort, wo es am meisten bringt: überall, nur nicht auf dem Spielfeld. Der Autor selbst wurde aufgrund von Krach am Ball, mangelnder Wendigkeit und eines Körpers, der bei schnellen Richtungswechseln ein Geräusch wie ein altes Gartenhaus macht, direkt in die Regie verfrachtet. Dünnes Zeug erzählen ist schließlich seit Jahren die einzige Konstante. #dsa66 hat es nicht in den Kader geschafft - vermutlich aus Selbstschutz. #tk5 hingegen unterstützt entweder die Regie - oder alternativ die logistisch hochrelevante Erleichterung des Abtransports der Bierfässer durch konsequente Gewichtsentnahme (letzteres gilt als gesetzt). Beide Tätigkeiten erfordern Erfahrung, Fingerspitzengefühl und körperliche Höchstleistung.
Am morgigen Samstag, den 17.01.2026, wird die Süllberghalle ab 11:00 Uhr dann erneut zum Ort, an dem sportliche Ambitionen und Realität frontal aufeinandertreffen. Gespielt wird in zwei Gruppen à fünf Mannschaften. Die besten vier stolpern sich ab 16:00 Uhr ins Halbfinale, das Finale ist für 17:10 Uhr angesetzt - also exakt zu dem Zeitpunkt, an dem niemand mehr weiß, wie er dort hingekommen ist.
Gruppe A startet direkt mit einem Klassiker: FC Bennigsen gegen TSV Gestorf. Nachbarschaftsduell, kurze Wege, lange Gesichter. Ergänzt wird das Ganze durch die gemeinsame A-Jugend (Eldagsen U19), Hüpede-Oerie (die sich bestimmt schon wieder auf die Laufeinheit am Sonntagmorgen freuen) und den TSV Bantorf (Kenner dürften bei einer Rundtour von der Mooshütte zur Deisteralm schonmal am Sportplatz vorbeigelaufen sein).
Gruppe B ist wie eine gute Getränkekarte: Bennigsen Tradition (für die gewisse Nostalgie), Eldagsen III (für die Wall of Osborne auf der Tribüne), Hüddessum-Machtsum (für die Entführung des Pokals in die Baggi im Siegesfall), TuS Marathon (Last-Minute-Transfermarkt-Sieger) und VfL Giften (bei Öffi-Anreise nur 1,5 Stunden Fahrt). Der SV Großmoor musste kurzfristig absagen - vermutlich, weil jemand versehentlich in den Kalender geschaut hat.
Abseits des Parketts ist selbstverständlich für alles gesorgt, was man zum Überleben braucht: reichhaltiges Buffet, kalte und warme Getränke, Flüssiggold in ausreichender Menge und Menschen, die sehr überzeugend erklären können, weshalb mit Ihnen auf dem Platz die Niederlage vermeidbar gewesen wäre. Ab 18:00 Uhr folgt dann die Aftershowparty, bei der sich endgültig zeigt, wer den Tag taktisch klug eingeteilt hat - Spoiler: fast niemand. Ich schließe mit einer Weisheit: „Hallenfußball ist wie Schach, nur ohne Plan“.
Freut Euch auf alte Bekannte, neue Gesichter, Fachsimpelei, jede Menge kluge Sprüche und natürlich kurzweilige Duelle auf dem Feld. Kommt vorbei, bringt euren Kumpel Durst mit, lasst das Auto stehen und vergesst eure Sorgen am Eingang. Auf ein unvergessliches Fußballfest!
P.S. es ist wieder Hummelflug angesagt (sollte das Material nach den Feiertagen noch ausreichend Kapazität bieten).
P.P.S. Thema Frühschoppen: „Wer das Schoppen zu späterer Stunde fortsetzen will, der hat sich mit taktischer Nahrungsaufnahme zu beschäftigen, um den Organismus über den Tag auf Betriebstemperatur zu halten. In regelmäßigen Abständen ist Nahrung zuzuführen, da das Stemmen von Krügen und das angetrunkene Umherirren dem Fleischberg körperlich und kognitiv einiges abverlangt“ (Biergesetzbuch [BGB] §132 (4)).