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Außerdem bescherte die Losfee einen attraktiven aber auch sehr schweren Gegner für die erste Runde im ARAG-Jugendpokal. Der FC kütt.
Nachdem die ersten drei Hallenturniere mit drei Finaleinzügen – davon eines gewonnen - ziemlich erfolgreich verliefen, gab es nun die ersten, auf den ersten Blick nicht ganz so erfolgreichen Ausflüge.
Im verschneiten Kommern, beim Wälschbach-Cup, musste eine eher unerfahrene Mannschaft ran. Das zeigte sich vor allem in den beiden ersten Spielen, als es gegen die favorisierte Tusa Düsseldorf und den SC Rheinbach deutliche Auftaktniederlagen gab. Doch die Mädels berappelten sich, schlugen die Gastgeberinnen im letzten Vorrundenspiel ebenfalls deutlich und konnten sich so für das Spiel um Platz Fünf qualifizieren. Dort gab es dann einen versöhnlichen Abschluss mit einem unerwarteten Sieg gegen den Mittelrheinliga-Spitzenreiter Chlodwig Zülpich.
Der Höhepunkt der Hallensaison fand dann aber eine Woche später beim SC Sand im Schwarzwald statt. Der Sander Supercup ist ein internationales Turnier mit Rundumbande und viel Stimmung in der Bude. Neben Top-Teams aus Baden-Württemberg wie den Gastgeberinnen, dem SC Freiburg und dem Karlsruher SC waren in diesem Jahr u.a. auch Grashoppers Zürich, die Französinnen aus Vendenheim und Niederbergheim, Fortuna Dresden, der 1. FC Kaiserslautern und die ambitionierte SV Elversberg (Heimatverein unseres Trainers) am Start.
Leider mussten die Spoho-Mädels auch dieses Mal auf einige erfahrenere Spielerinnen verzichten, was extrem schade war, die Stimmung allerdings nicht trübte. Man fand sich nach der Auslosung im Dezember in einer Gruppe mit dem Turnierfavoriten aus Karlsruhe, dem elsässischen Club FC Niederbergheim und dem SV Nufringen in einer Gruppe. Gleich im ersten Spiel gegen den KSC, der mit großem und lautstarken Fanaufgebot präsent war, gab es ein 0-7, welches durchaus auch höher hätte ausfallen können. Spoho mit einigen noch sehr neuen Spielerinnen war schlichtweg überfordert mit der schnellen, präzisen und athletischen Spielweise der Badenerinnen. Im zweiten Gruppenspiel gegen die Französinnen lief es dann aber schon besser. Lange wurde ein 0-0 gehalten und es gab erste, zaghafte Torabschlüsse. Doch hier wurde jeder Fehler direkt bestraft. Drei Konter, drei Gegentore. 0-3. Doch das Spiel in den ersten beiden Dritteln ließ hoffen, auch wenn das Erreichen der Hauptrunde nur noch theoretisch möglich war. Der Gegner im abschließenden Match hieß Nufringen. Die hatten zwar gegen den KSC verloren, die Elsässerinnen aber klar mit 3-0 geschlagen und wollten natürlich mit einem Sieg Platz Zwei in der Gruppe absichern. Doch Spoho spielte nun viel besser und drückte die Nordschwarzwälderinnen aus der Nähe von Herrenberg tief in deren eigene Hälfte. Und ging sogar verdient in Führung. Eine Unaufmerksamkeit führte zum Ausgleich und Spoho hatte direkt im Anschluss die Gelegenheit zur erneuten Führung. Die Querlatte hatte allerdings etwas dagegen. Und auch ein indirekter Freistoß, direkt an der Strafraumgrenze, wurde leider etwas zu hektisch ausgeführt. Der direkte Gegenstoß führte zur schmeichelhaften Nufringer Führung. Dann, kurz vor Schluss nochmal die ute Gelegenheit, erneut durch einen Freistoß direkt am Strafraum. Und wieder lässt sich die Mannschaft zu wenig Zeit, um vielleicht durch den Schiedsrichter die Mauer noch etwas weiter nach hinten zu dirigieren oder einfach mal kurz abzusprechen, wie dieser Freistoß vielleicht ausgeführt werden soll… Hier zeigte sich die Unerfahrenheit der Mannschaft sehr deutlich. Schade, da war gegen den am Ende überraschenden Turnierdritten wesentlich mehr drin. Endstand 1-2.
Damit war Platz Vier gebucht und das hieß, Umzug in die Nebenhalle in die Trostrunde. Hier wurde nur noch mit einer Seitenwand als Bande gespielt und der erste Gegner war dann wieder sehr prominent. Der SC Freiburg hatte eine schwere Gruppe erwischt und musste dem Hegauer FV und Zürich knapp den Vortritt lassen. Spoho zeigte weiterhin ansteigende Form und hielt lange ein 0-0. Doch nach etwas mehr als der Hälfte der Spielzeit schlichen sich mehr und mehr Fehler ein und Freiburg ging in Führung. Dann ging in den letzten zwei Minuten die Kraft komplett aus und es fiel nun ein Gegentor nach dem anderen. 0-5, doch die ersten neun (von zwölf) Minuten waren echt ok.
Und dann kam der SV Ulm. Die hatten in der Gruppe ebenfalls einen katastrophalen Start (0-9 gegen Elversberg), sich danach mit zwei knappen 0-1 Niederlagen ziemlich achtbar aus der Affäre gezogen und zuvor in der Trostrunde auch mit Pech 1-2 gegen Niederbergheim verloren. Spoho spielte aber nun wirklich richtig gut, verteidigte entschlossen und schoss Tore. Fünf Stück an der Zahl! 5-1, endlich ein echtes Erfolgserlebnis. Das bedeutete, Spiel um Platz 13 gegen den SV Glatten. Die hatten eigentlich ein ziemlich gutes Turnier gespielt und in der Gruppenphase nur knapp und unglücklich gegen Freiburg verloren. Auch gegen Hegau unterlag man erst gegen Ende. Spoho spielte weiterhin richtig gut. Führte 1-0 und 2-1 und kassierte jeweils den Ausgleich, was zum Neunmeterschießen führte. Nochmal Drama zum Ende, irgendwann nach 22 Uhr. Nachdem die letzten Neun- und Siebenmeterschießen immer gut für Spoho ausgegangen waren, riss diese Serie leider.
Auch hier gab es einen sportlich versöhnlichen Abschluss nach schwierigem Beginn bei einem wirklich anspruchsvollen Turnier. Vor allem die Rundumbande mit den Jugendtoren waren gewöhnungsbedürftig. Den Sander Supercup gewann schließlich der Karlsruher SC vor den Gastgeberinnen des SC Sand, Nufringen und dem 1. FC Kaiserslautern. Zum Abschluss wurde der örtliche Pizzabäcker glücklich gemacht und irgendwann lagen alle auf Turnmatten in ihren Schlafsäcken.
Das nächste Turnier wird beim SC Elsdorf stattfinden. Mit dem SC Bad Neuenahr, dem TuS Köln rrh. und den Gastgeberinnen wartet auch dort eine schwierige Gruppe auf die Nordfeldmädels.
Pokalschlager am Nordfeld
Als einzige Mannschaft aus dem großen Jugendbereich von Spoho haben sich die U-15-Mädels für den ARAG-Jugendpokal, dem FVM-Landespokal, qualifiziert. Die Losfee bescherte niemand geringeres als den Titelverteidiger, den benachbarten 1. FC Köln. Der Regionalligist und Bundesliganachwuchs ist natürlich der absolute Favorit und für die Nordfeld-Mädels wird dies bestimmt ein besonderes Erlebnis werden. Beim Kreispokalfinale gegen Bayer Leverkusen konnte man ja schon erfahren, auf welchem Niveau in dieser Liga gespielt wird.
ARAG-Jugendpokal der C-Juniorinnen
4.3.2026, 18:30 Uhr
Vorwärts Spoho 98 – 1. FC Köln
Nordfeld, Walter-Binder-Weg, 50933 Köln