Melden von Rechtsverstößen
Die Kaiserstuhl-Tuniberg Elf bleibt erstmals nach sechs siegreichen Spielen sieglos. Florian Eckerts-Elfmetertor und strittige Entscheidungen vom Schiedsrichter: Kiechlinsbergen schlägt Ihringen im Topspiel. Die SG Kiechlinsbergen bringt neue Schärfe ins Titelrennen der Kreisliga 1. Peschel-Elf erstmals wieder sieglos – Tabellenführer nicht zwingend genug!
Am Samstagmittag setzte sich der Tabellenzweite im Gipfeltreffen gegen den Spitzenreiter glücklich durch und rückte bis auf drei Punkte an den Tabellenführer heran.
Kiechlinsbergen hatte die Stimmung vor dem Rückspiel in Ihringen etwas angeheizt. Die Gäste-Coachs Fischer/Rohrer hatten behauptet, die Ihringer seien sich ihres Aufstiegs bereits sicher, sein Team deshalb klarer Außenseiter. Das Trainer-Duo wollte sein Team damit wohl zusätzlich motivieren.
Zum Auftakt des 14. Spieltages stand in der Kreisliga 1 ein echter Kracher auf dem Programm: Tabellenführer SG Kaiserstuhl-Tuniberg empfing einen seiner ärgsten Verfolger, die SG Kiechlinsbergen. Ihringens Vorsprung auf den seit drei Spielen ungeschlagenen SGK war nach zuletzt sechs siegreichen Partien in Folge auf sechs Punkte angewachsen. Für die Derr; Peschel; Möser-Elf ging es im Sportzentrum Nachtwaid-Ihringen, also nicht nur darum, weiterhin in der Erfolgsspur zubleiben, sondern auch einen direkten Meisterschaftskonkurrenten auf Abstand zu halten.
Ihringen startet gut:
Die SG Kaiserstuhl-Tuniberg, erwischte am Sportzentrum Ihringen Nachtwaid, vor 41 Zuschauern den klar besseren Start. Das Topspiel begann erwartungsgemäß mit hoher Intensität. Der erste Abschluss und ein paar Halbchancen gingen auf das Konto der Hausherren, die mit ihrem aggressiven Pressing und viel Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte agierten.
Es dauerte allerdings bis zur 27. Spielminute, bis zur ersten richtigen Tormöglichkeit in diesem richtungsweisenden Spiel. Luca Reinerts Schuss, strich knapp über das Gästetor.
In der Folge bemühte sich der Spitzenreiter um Spielkontrolle, während Kiechlinsbergen auf Umschaltaktionen lauerte:
Wenige Minuten später, wieder eine gute Möglichkeit für den Gastgeber. Jonathan Kühnle, spielt einen schönen Ball in den Lauf, auf den startenden Jonas Weniger. Der gewinnt das Duell gegen seinen Gegenspieler, trifft den Ball aber nicht gut genug. Dessen Abschluss aus aussichtsreicher Position kann der Kiechlinsbergens Torwart Elias van Jindelt nicht richtig festhalten und Vincent Schächtele kommt einen Schritt eher an den Ball.
Der Torwart kommt einen Schritt zu spät und trifft statt des Balls zuerst den Spieler.
Anstatt Elfmeter und gelber Karte für den Gästetorwart, entschied der schwache Schiedsrichter zum Unmut der Gastgeber, auf Foulspiel des Gegners und ahndete die Aktion genau andersherum.
Der nächste Aufreger kurz vor dem Halbzeitpfiff:
Der auf der ungewohnten »Mittelstürmerposition« spielenden Jonas Trautmann ließ die Zuschauer im Ihringer Nachtwaid jubeln. Er bekam einen mustergültigen Pass von Jonas Weniger, und vollendet souverän. Doch einer, hatte am Führungstreffer des Tabellenführers wieder etwas dagegen. Der an diesem Tag sehr unsicher wirkende Schiedsrichter Sergii Tsymbal, nahm den Treffer unter lauten Protest des Ihringer Anhangs zurück und entschied auf Abseits.
Zwischenfazit:
Ihringen ist zwar klar spielbestimmend aber ungewöhnlich ohne echte Torchancen – dazu strittige Entscheidungen vom überforderten Schiedsrichter:
Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber gut aus der Kabine und hatten gleich eine gute Möglichkeit zum Führungstreffer.
Luciano Stuckarts Distanzschuss konnte der Schlussmann der Gäste aber noch gerade so um den Pfosten lenken.
Nächster Aufreger im Spiel:
In der 49. Spielminute ließ sich Gästespieler Pape Ibrahima Cisse zu einer Tätlichkeit an seinen Gegenspieler Stefan Layer hinreißen. Der Schiedsrichter war auch diesmal nicht auf der Höhe des Geschehens und ahndete das Vergehen lediglich mit einer gelben Karte statt mit einer wie bei einer klaren Tätlichkeit üblichen roten Karte!
Die Zuschauer bekamen auch in der Folgezeit kein hochwertig unterhaltsames Topspiel zu sehen, in dem Ihringen zwar weiterhin ein optisches Übergewicht verzeichnete aber im letzten Drittel zu pomadig agierte und der Gast nur hinten drin stand und auf Umschaltmomente lauerte.
Unstrittige Szene führt zum 0:1 - ein Tor aus dem Nichts:
In der 59. Minute wurde es dann kurios: Im Strafraum der Gastgeber kam Flügelflitzer Julius Göggel einen Schritt zu spät an den Ball, anstatt den Ball, traf er seinen Gegenspieler und der Schiedsrichter, zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Florian Eckert nicht nehmen und erzielte nach knapp einer Stunde den Führungstreffer per Strafstoß-Tor für die Gäste.
Dieser Schock nahm Ihringen zunächst den Wind aus den Segeln. Die Hausherren suchten zwar weiterhin engagiert den Weg nach vorn, doch im letzten Drittel fehlte die nötige Präzision.
Auch in der Folge waren die Hausherren spielbestimmend und drängten auf den Ausgleichstreffer. In der 71. Minute hatten die Heimfans bereits den Torschrei auf den Lippen, als Jonathan Kühnle von der rechten Seite nach innen zog und das linke Eck anvisierte. Gästekeeper van Jindelt verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient und überfällig gewesen wäre.
Die Hausherren standen nun natürlich mit dem Rücken zur Wand, ließen sich jedoch nicht hängen und spielten weiter unermüdlich nach vorn. Wirklich klare Torchancen sprangen unter den zahlreichen Halbchancen jedoch nur selten heraus.
In der 75. Minute war es erneut van Jindelt, der den Ihringer Ausgleich verhinderte. Kühnle bekam zu wenig Druck und zog einfach mal ab. Kiechlinsbergens Keeper tauchte blitzschnell ab und kratzte den Schuss aus dem linken Eck. Die Gäste, die nach dem 1:0 kaum noch Offensivakzente setzten, brachten ihre Führung über die Zeit und feierten nach dem Schlusspfiff einen glücklichen Sieg.
Damit machen es die Kicker vom Tabellenzweiten noch einmal spannend im Kampf um den Aufstieg.
Fazit vom Spiel:
Die SG Kaiserstuhl-Tuniberg, hat im Aufstiegsrennen der Kreisliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der Gastgeber verlor das Spitzenspiel daheim unglücklich gegen den ärgsten Verfolger die SG Kiechlinsbergen mit 0:1 (0:0) und liegen jetzt vier Spieltage vor dem Saisonende nur noch drei Punkte vor dem Tabellenzweiten auf Platz eins.
Nach dem souveränen 4:1 gegen Alem. Freiburg-Zähringen fehlte den Aktionen der Ihringer etwas der Schwung. Von Beginn an der ersten und zweiten Halbzeit übernahm der Tabellenführer das Kommando und ging auch kurz vor der Pause in Führung.
Doch einer, hatte am Führungstreffer des Tabellenführers etwas dagegen. Der an diesem Tag sehr unsicher wirkende Schiedsrichter Sergii Tsymbal, nahm den Treffer unter lauten Protest des Ihringer Anhangs zurück und entschied auf Abseits.
Eine Situation reichte an diesem Tag den Gästen und per Elfmeter, jubelten nach Spielende nur die Kiechlinsberger.
Ihringen versuchte danach zwar alles, richtig gefährlich wurden die Gastgeber aber nicht mehr zwingend.
Kiechlinsbergen verteidigte gut und hatte am Ende das Glück (auch bedingt durch strittige Schiedsrichterentscheidungen) auf ihrer Seite.
«Wir haben uns selbst geschlagen. Wir haben im letzten Drittel nicht sauber gespielt», sagte Ihringen-Coach Alex Peschel. «Du darfst dieses Spiel nicht verlieren und ich denke auch nicht, dass wir verdient verloren haben», sagte Peschel frustriert.
Ein Blick voraus:
Für die SG Kaiserstuhl-Tuniberg, steht am Samstag, 25.04.2026, um 12.00 Uhr, gegen die Zweitvertretung vom FC Denzlingen das letzte Heimspiel auf dem Programm an. Die SG Kiechlinsbergen, ist am Abend um 18.30 Uhr, bei der SG Allmend zu Gast.