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Im Nachholspiel gegen den SV Leingarten E1 durfte die Friedrichshaller SV E1 am Montagabend zu Hause antreten. Bei sommerlichen Temperaturen war schon vor dem Anpfiff klar: Dieses Spiel würde nicht nur fußballerisch, sondern auch körperlich einiges verlangen. Der FSV hatte Anstoß, und von Beginn an entwickelte sich eine schnelle Partie mit viel Hin und Her.
In den ersten Minuten war es noch kein wirklich geordnetes Spiel. Beide Mannschaften kämpften, beide Teams suchten den Weg nach vorne, doch beim Rudel fehlte zunächst noch die klare Struktur. Leingarten zeigte früh, wo die eigene Stärke lag: Nach Ballgewinnen schalteten die Gäste immer wieder schnell um und wurden dadurch gefährlich. In der 11. Minute nutzte Leingarten dann einen Einwurf, aus dem ein eher harmlos wirkender Ball entstand, der dennoch zum 0:1 im Tor landete. Auf dem schlecht gepflegten Rasen war der Ball versprungen.
Der Rückstand war ärgerlich, brachte das Rudel aber nicht aus dem Spiel. Nach den ersten zehn Minuten fand der FSV besser hinein, wurde aktiver und nahm die Zweikämpfe entschlossener an. In der 18. Minute belohnte sich das Team: Nach einem starken Lauf von Henri gab es Neunmeter. Edon blieb ruhig und verwandelte sicher zum 1:1. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Neunmeter für den FSV. Diesmal trat Ali an und traf zum 2:1. Die Entscheidung sorgte durchaus für Diskussionen, doch das Rudel ließ sich davon nicht irritieren und setzte direkt gut nach.
Jetzt war mehr Energie im Spiel des FSV. Leingartens schnelles Umschalten blieb zwar gefährlich, aber das Rudel kämpfte sich immer besser in die Partie. Emir zeigte viel Aktivität und brachte die Gäste immer wieder in Bedrängnis. Kurz vor der Halbzeit folgte dann der schönste Angriff des ersten Durchgangs: Kaan eroberte den Ball, Ali leitete stark weiter auf Younes, der genau im richtigen Moment zurück auf Ali spielte. Ali blieb vor dem Tor ruhig und schob in der 25. Minute zum 3:1 ein. Nach einem schwierigen Start hatte sich das Team die Führung zur Pause erarbeitet.
Für die zweite Halbzeit war klar: dranbleiben, weiter kämpfen und vor allem konzentriert bleiben. Doch der FSV kam erneut nicht ganz sauber aus der Pause. In der 27. Minute gab es wieder Unklarheit in der Defensive, und Leingarten nutzte diese direkt zum 3:2. Plötzlich war das Spiel wieder offen, und in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel lief beim Rudel wenig rund.
Auch danach blieb die Partie zunächst zerfahren. Lange Bälle funktionierten kaum, im Spielaufbau gab es zu viele Fehlpässe, und phasenweise fehlte die Ruhe, um das Spiel wirklich zu kontrollieren. Trotzdem erspielte sich der FSV Chancen. In der 32. Minute spielte Kaan einen genialen Querpass auf Ardonis, der nur knapp am Tor vorbeiging. Mehrfach lag der nächste Treffer in der Luft, doch der Ball wollte zunächst nicht rein.
Erst in der 41. Minute fiel das wichtige 4:2: Eine Ecke von Kaan wurde vom Leingartener Torwart ins eigene Tor gelenkt. Dieser Treffer tat dem Spiel des Rudels sichtbar gut. Danach wirkte der FSV klarer, mutiger und bestimmender. Jetzt führte das Team das Spiel aktiver und ließ sich nicht mehr so stark von der Hektik mitziehen.
Nur zwei Minuten später zeigte Theo viel Aufmerksamkeit und führte einen Einwurf extrem schnell aus. Daraus entstand ein Stochern vor dem Tor, bei dem Edon entschlossen reagierte und zum 5:2 traf. In der 48. Minute setzte Ali dann den Schlusspunkt: Er reagierte stark, blieb im direkten Duell mit dem Torwart dran und schob zum 6:2 ein.
Am Ende gewann die Friedrichshaller SV E1 ihr Nachholspiel gegen den SV Leingarten E1 verdient mit 6:2. Es war kein fehlerfreier Auftritt und sicherlich auch kein Spiel, in dem alles leicht von der Hand ging. Dafür gab es zu viele unruhige Phasen, zu viele Fehlpässe und zu wenig Kontrolle in einzelnen Momenten. Aber das Rudel zeigte eine wichtige Qualität: Es blieb nach Rückschlägen im Spiel, kämpfte sich hinein und nutzte am Ende seine Chancen.
Die Freude über den Sieg ist deshalb absolut berechtigt. Gleichzeitig nimmt das Team eine klare Aufgabe mit: mehr Ruhe am Ball, bessere Entscheidungen im Aufbau und konsequenteres Verteidigen von allen Positionen gegen schnelles Umschalten. Wenn das gelingt, kann aus einem kämpferisch erfolgreichen Auftritt auch wieder ein richtig stark kontrolliertes Spiel werden.