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Es muss wohl viel zusammenpassen. Mannschaft, Vorstand, Verein und Umfeld haben es sich redlich verdient. Alle verdienstvollen Namen aus der Vereinsgeschichte aufzuzählen ist an dieser Stelle nicht möglich, doch ausdrücklich sei an diese alle gedacht.
Sonneberg. Der Austragungsort Sonneberg hieß alle Gäste herzlich willkommen. Da ist ein wirkliches Aushängeschild für den Sport entstanden – echt anspruchsvoll für Südthüringen. Ausgezeichnetes Umfeld, hervorragender Rasen, leider mit über 30 Grad für die Spieler etwas zu warm. Über 700 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen und die Gastgeber waren ein ausgezeichneter Ausrichter.
Mit dem Tabellenzweiten der Kreisoberliga war der Favorit auf dem Papier gegeben, schaltete man doch den Tabellenführer und Kreismeister (SG Lauscha.Neuhaus), sowie den aktuellen Tabellendritten (SC 06 Oberlind) im Verlaufe des Wettbewerbes aus. Doch der vermeidliche Underdog, wohl Sieger der Kreisliga und Aufsteiger, die SG Heldburg-Ummerstadt war über weite Strecken ebenbürtig.
Das Spiel begann sehr ruhig von beiden Seiten. Der Favorit setzte erste Nadelstiche. Der Außenseiter hielt sich noch merklich zurück. Der dritte Versuch saß aber, Flanke von Nils Grosser von der linken Seite und Robin Greiner war in seiner unnachahmlichen Weise zur Stelle. Die Führung der Schleusegründer war verdient, aber die Unterländer waren dran.
Nach der Pausenerfrischung setzen sich die Unterländer nun ins rechte Bild. Ein Abstimmungsproblem in der Hintermannschaft nutzte Lorenz Voit eiskalt zum Ausgleich. Der Favorit wankte und die Unterländer bestimmten das Spiel, aber ohne größere Torgefahr. Max Gehring im Tor der Gründer war sicher. Doch in der 88. Minute wäre es fast passiert. Der eingewechselte William von Berg fasste sich ein Herz. Glück für die Schönbrunner die Latte stand im Wege. Doch man hatte eine Antwort. Fulminanter Lattenschuss von Grosser – doch Greiner versagten beim Nachkopfball die Nerven.
Doch das war wohl ein Wachmacher. Die Favoriten wechselten neben Möhring die Jugend ein und es ging wieder nach vorne. Die Heldburg-Unterländer Spielgemeinschaft hatte ihr Pulver verschossen. In der 8. Minute der Nachspielzeit zeigte der Torschützenbeste der Kreisoberliga sein Können. Ballannahme im Strafraum und Fallrückzieher auf die vom Tormann entlegene Ecke. 2:1 für den Favoriten. Ein Traumtor.
Nun zeigten die Schleusegründer ihr wahres Gesicht. Bei den Gegner ließen die Kräfte und die Konzentration merklich nach. Einer der guten Angriffe konnte nur mit Foulspiel beendet werden. Maurizio Döhring, der nach längerer Verletzungspause wieder spielte, blieb eiskalt. Das war die Entscheidung. Nach einer schnellen Freistoßausführung an der Mittellinie sorgte Greiner nach uneigennütziger Ablage von Grosser für das finale 4:1. Tino Luther seit über einem halben Jahr verletzt bekam nun seine Einsatzchance.
Ein Lob auch an das Schiedsrichtergespann, man bot eine tadellose Leistung. Das Endergebnis verdient, aber um ein, zwei Tore zu hoch. Die SG Heldburg-Ummerstadt war ein würdiger Gegner im Kreispokalfinale. Mit ihrem Goolgetter wäre es wohl noch spannender geworden. Man freut sich schon auf die Spiele gegeneinander in der neuen Saison.