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Acht Tore, jede Menge Tempo: Beim Saisonauftakt der U19-Oberliga-Vorrunde zwischen dem TSV Osterrönfeld und dem TSB Flensburg war ordentlich Feuer drin. Am Ende jubelten die Gastgeber über drei Punkte – obwohl der TSB lange auf Augenhöhe unterwegs war.
Von Abtasten keine Spur: Beide Teams gingen sofort auf Angriff. TSB-Keeper Ole Brinkmann musste gleich zweimal tief in die Trickkiste greifen und bewahrte sein Team vor einem frühen Rückstand. Der TSB stand hoch, der TSV rückte ebenfalls auf – beste Voraussetzungen für ein Spiel mit reichlich Chancen. In der 14. Minute schlug dann der TSB zu. Ein langer Ball über die Mittellinie, Musa Kösgeroglu ließ seinen Bewacher stehen und hatte nur noch den nahenden TSV-Keeper vor sich. Musa umkurvte ihn und schob cool zum 0:1 ein. Osterrönfeld erhöhte anschließend den Druck. Eine Riesenchance nach 20 Minuten rauschte knapp vorbei, kurz darauf verfehlte ein Freistoß vom linken Strafraumeck nur um Zentimeter sein Ziel. Der Ausgleich lag in der Luft – doch auch der TSB blieb gefährlich. Nach einem Konter über Musa Kösgeroglu wurde Hassan Al-Rabaai in der Box freigespielt. Ein Haken, Abschluss – doch der TSV-Keeper blieb Sieger. In der 25. Minute dann Ecke für den TSV: Till Viohl zirkelte den Ball tatsächlich über Freund und Feind hinweg und am langen Pfosten auch noch direkt ins Netz. 1:1. Nur fünf Minuten später drehte der TSV sogar die Partie. Über die linke Seite kombinierten sich die Gastgeber per Doppelpass in den Strafraum und trafen zum 2:1. Doch der TSB hatte keinen Bock auf Rückstand. In der 38. Minute klärte der TSV eine Ecke zu kurz. Der TSB setzte sofort nach, eroberte den Ball im Gegenpressing – und plötzlich stand Lasse Bo Nielsen ziemlich blank. Ein kurzer Haken, rechter Fuß, Abschluss am Fünfer: 2:2! Damit ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bekam der TSB allerdings plötzlich Sand ins Getriebe. Fehlpässe und kleine Unkonzentriertheiten brachten Osterrönfeld mehrfach gefährlich ins Spiel. Und der TSV ließ sich nicht zweimal bitten.
In der 52. Minute nutzten die Gastgeber einen zu kurzen Rückpass eiskalt zum 3:2. In der 65. Minute legte der TSV nach: Nach einem Eckball durfte Quinn Heinz Wetzel relativ unbedrängt einköpfen – 4:2. Und damit nicht genug: Nur zwei Minuten später zeigte der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im TSB-Strafraum auf den Punkt. Elfmeter – 5:2. Innerhalb von gerade einmal 15 Minuten war aus einem völlig offenen Spiel eine scheinbar klare Angelegenheit geworden. Doch der TSB gab sich nicht geschlagen und ging ins Risiko, machte Druck. Ein möglicher Anschlusstreffer wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. Kurz darauf landete ein langer Ball von rechts sogar im TSV-Tor – doch der Referee sah eine Behinderung des Torwarts und erkannte den Treffer nicht an. Zwei Entscheidungen, über die beim TSB anschließend reichlich diskutiert wurde. Der TSV brachte seinen Vorsprung schließlich über die Zeit und sicherte sich aufgrund der starken Viertelstunde nach der Pause nicht unverdient den Dreier. Für einen kleinen TSB-Trost sorgte in der Schlussminute noch einmal Musa Kösgeroglu: Nach einer starken Einzelleistung setzte er mit seinem zweiten Treffer des Tages den Schlusspunkt zum 5:3. TSB-Trainer Erdal Kösgeroglu haderte nach Abpfiff zwar mit den strittigen Entscheidungen in der Schlussphase, blieb aber ebenso selbstkritisch: „Die erste Hälfte war super ausgeglichen. Dann kommen wir nach der Pause nicht richtig ins Spiel, sind hinten nicht konsequent, lassen uns leicht ausspielen und kassieren zu schnell die Tore.“ Sein Fazit macht allerdings Mut: „Dann kommen wir nochmals, aber unsere Möglichkeiten werden abgepfiffen. Trotzdem: Wir sind auf einem guten Weg und werden punkten.“ Und genau das zeigte der TSB über weite Strecken bereits: Mutig nach vorne, offensivfreudig und bis zum Schlusspfiff unbequem. Nur die entscheidenden 15 Minuten nach der Pause gingen diesmal komplett an den TSV.