Melden von Rechtsverstößen
20 Minuten Tiefschlaf – Lok macht es dem Gegner viel zu leicht
Was sich der ESV Lok Schöneweide in den ersten 20 Minuten gegen den Nordberliner SC leistete, war schlichtweg nicht ausreichend. Von Beginn an fehlte es an Konzentration, Zweikampfverhalten und der nötigen Körperspannung. Der Gegner konnte nahezu ungehindert aufspielen und nutzte die Nachlässigkeiten konsequent aus. Die Quittung: 0:6 nach gerade einmal 20 Minuten. Nach zwei Wechseln durch den Trainer – Sami H. und Liam K. kamen ins Spiel – wurde Lok etwas aktiver. Plötzlich war mehr Bewegung vorhanden, das Spiel wurde schneller und die Mannschaft zeigte zumindest ansatzweise, was eigentlich möglich gewesen wäre. Folgerichtig fiel der 1:6-Anschlusstreffer. Doch die Leistungssteigerung kam viel zu spät. Nach einem solchen Start war die Hypothek bereits enorm.
In der Halbzeitpause fand der Trainer deutliche Worte. Völlig zurecht, denn so konnte es nicht weitergehen. Die Mannschaft kam motivierter aus der Kabine und zeigte zunächst eine andere Körpersprache. Yasin C. verkürzte auf 2:6 und plötzlich keimte noch einmal etwas Hoffnung auf. Doch anstatt diesen Moment zu nutzen, fiel Lok wieder in alte Muster zurück. Zu einfache Fehler, fehlende Konsequenz und teilweise erschreckend ungeschicktes Abwehrverhalten machten es dem Nordberliner SC erneut viel zu leicht. Innerhalb kurzer Zeit zog der Gegner auf 2:9 davon.
Gerade in solchen Situationen muss eine Mannschaft enger zusammenrücken und dagegenhalten. Stattdessen lud Lok den Gegner immer wieder regelrecht zum Toreschießen ein. Immerhin bewies die Mannschaft Moral. Yasin C. fasste sich aus der Distanz ein Herz und erzielte mit einem wunderschönen Distanzschuss das 3:9. Ein sehenswerter Treffer, der allerdings nur noch Ergebniskosmetik bedeutete. Den Schlusspunkt setzte der Nordberliner SC in der 70. Minute. Der überragende Spieler mit der Nummer 11 erzielte das 3:10 und besiegelte damit die deutliche und verdiente Niederlage.
Fazit
Am Ende steht ein ernüchterndes 3:10. Sicherlich darf man gegen einen starken Gegner verlieren – aber nicht auf diese Art und Weise. Vor allem die ersten 20 Minuten waren für Lok nicht akzeptabel. Wer einem Gegner sechs Tore nahezu kampflos ermöglicht, bringt sich selbst früh um jede Chance auf ein ordentliches Ergebnis. Auch nach dem zwischenzeitlichen 2:6 fehlte es erneut an der nötigen Konsequenz und Konzentration.
Positiv bleibt, dass die Mannschaft nach dem katastrophalen Start zumindest phasenweise Moral zeigte und sich nicht vollständig aufgab. Beim ESV wussten Yasin C., Alex H. und Liam K. zu gefallen. Auch Sami H. zeigte bei seinem ersten Einsatz gute Ansätze. Auf Seiten des Nordberliner SC ragten insbesondere die Nummer 11 und die Nummer 99 heraus.
Unterm Strich muss Lok dieses Spiel schnell abhaken – aber die gezeigten Fehler dürfen sich so nicht wiederholen. Einsatz, Konzentration und Zweikampfverhalten müssen von der ersten Minute an stimmen.