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# Twistringen, 29.09.2026 / Die A-Jugend der JSG Mörsen/Twistringen/Marhorst musste heute eine herbe Niederlage hinnehmen, steckte aber bis zum Schluß nicht auf.
Die Startphase mißlang leider gründlich, denn bereits in der 4. Spielminute gerieten die Hausherren durch einen Schuß aus kurzer Distanz, flach in die rechte Ecke, in's Hintertreffen und nur 2 Zeigerumdrehungen später setzte der Ball bedrohlich auf die Latte auf.
Beide Teams sorgten für einen temporeichen Beginn, wobei Bückeburg überbordernd angriffslustig wirkte. In der 13. Minute tauchte dann der SVMS erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum auf, als sich schön durchkombiniert wurde, doch der Torwart verkürzte die anvisierte “kurze Ecke“.
Wenig später jedoch der nächste Dämpfer, als die Gäste mit einem verdeckten Flachschuß von der Strafraumgrenze in die linke Ecke erfolgreich waren (18. Min.) ...Torhüter Fiete jedenfalls war ohne Abwehrmöglichkeit.
Auch die Folgeszenen spielten sich mehrheitlich in der Mörsener Spielhälfte ab. So wurde - aufgrund einer Abseitsstellung - einem weiteren Gegentor die Anerkennung verweigert (27.) und kurz vor dem Seitenwechsel wurde es ebenfalls nochmal brenzlig. Zunächst verhinderte Fiete mit einer starken Parade das 0:3 (43.). Kurz darauf trafen die Südniedersachsen, ihr Spieler positionierte sich sträflich freistehend, den Kasten nicht (45. +1) und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff war auch noch ein Pfostenschuß zu protokollieren; Glück gehabt in den letzten Minuten der 1. Hälfte. Die Pausenführung der Gäste war zweifellos verdient, so ehrlich muß man sich “machen“.
Auch der zweite Durchgang begann so gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeber, denn Bückeburg ließ zunächst eine Chance liegen (Quinn stand goldrichtig und rettete auf der Linie), um dann einen Fehler im SVMS-Aufbauspiel auszunutzen, indem sofort umgeschaltet wurde und nach einer Flanke per Kopf das 0:3 erzielt werden konnte (57.).
Trotz klarem Rückstand fand die JSG nun besser ins Spiel. Beleg dafür war, daß fortwährend versucht wurde, den Vorwärtsgang eingelegt zu lassen und der sicher verwandelte Handelfmeter von Linus (65.). Zuvor und auch im Anschluß hatte sich wieder Fiete auf dem Posten gezeigt, als er gekonnt wiederholt per Fußabwehr in höchster Not rettete (60. und 70.).
Aber in der 76. Minute wurde die Mörsener Defensive nochmal auf dem falschen Fuß erwischt, da ein leichtsinniger Stockfehler in der Offensivbewegung das 1:4 ermöglichte. Die Entscheidung war damit selbstredend gefallen.
Doch zu allem Überfluß gesellten sich noch zwei weitere Gegentreffer. Nach einer konfusen Situation im Strafraum (nach einer Ecke) wurde ein Kopfball mit Hilfe der Lattenunterkante eingenetzt (84.) und das 1:6 in der 87. Spielminute bildete den ernüchternden Schlußpunkt.
Diesmal ausnahmsweise 'mal 2 Sätze mehr zum Schiedsrichter. Für den gewöhnlichen Zuschauer pfiff er, was die Spielfortführung nach diversen Zweikampfbeurteilungen betraf, heute etwas zu großzügig - und bei kleinen Entscheidungen zu einseitig, so daß er sich dem guten und hohen Niveau der Partie phasenweise nicht annähern konnte.
Man hatte irgendwie das Gefühl, da steht jemand nicht ungerne im Mittelpunkt. Dazu passte auch, daß einige Pfiffe zu vernehmen waren, die eine recht eigentümliche, teilweise abenteuerliche Sichtweise des Referees erahnen ließ.
Selbstverständlich soll man sich am Unparteiischen nicht abarbeiten, aber für den Geschmack eines neutralen/objektiven (?!) Beobachters war der heutige Auftritt einfach ein büsch'n “d'rüber“. Alles in allem - und das sei ebenfalls klar erwähnt - hatte das keinerlei spielentscheidende Auswirkungen.
Spielfazit. Bückeburg hatte in der 1. Halbzeit deutliche, spielerische Feldvorteile, doch in der zweiten Hälfte war Mörsen technisch auf Augenhöhe, auch wenn das nicht in vermehrte Strafraumszenen umgemünzt werden konnte - und kämpferisch war man das ganze Spiel über mindestens ebenbürtig. Aufgrunddessen schlich sich auch das Gefühl ein, daß die Abfuhr um 2 Tore zu hoch ausgefallen ist, auch wenn die Gäste ein Stück weit cleverer agierten.
Tore: 0:1 … (4.) / 0:2 … (18.) / 0:3 … (57.) / 1:3 Linus (65.; Handelfmeter) / 1:4 … (76.) / 1:5 … (84.) / 1:6 … (87.)
Zuschauer: ungefähr 60
“mj“