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Dritte entführt drei Punkte aus Barmbek
Nicht schön, nicht souverän, aber am Ende zählen die drei Punkte: Die 3. Herren des FC St. Pauli entführen einen knappen 1:0-Auswärtssieg von der Barmbeker Anfield. Ein Eigentor in der 86. Minute entschied eine umkämpfte Partie, in der sich die Dritte lange schwertat und das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatte.
BU erwischte den besseren Start und setzte die Dritte früh unter Druck. Bereits in der zweiten Minute wurde es nach einer Flanke und einem Volleyschuss gefährlich, doch der Abschluss verfehlte das Tor knapp. Die Braun-Weißen brauchten etwas, um in die Begegnung zu finden, steigerten sich im Laufe der ersten Hälfte aber zunehmend. Nach einer zunächst ausgeglichenen Phase übernahm St. Pauli mehr Spielanteile und kam zu eigenen Abschlüssen. David Gabrysch und Mahmoud Mitwalli suchten den Weg zum Tor, während eine scharfe Ecke in der 31. Minute für zusätzliche Gefahr sorgte. Ein Treffer wollte vor der Pause jedoch nicht fallen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein zähes Duell. BU kam in der 49. Minute zu einem Abschluss durch Julius Bleckmann, aber zu unplatziert. Die Dritte hielt dagegen, musste aber aufpassen, sich nicht für eine Unachtsamkeit zu bestrafen. Nach einem fantastischen Pass in den Lauf lief Benjamin Baffour in Richtung Tor und hatte alle Möglichkeiten zu schießen. Er entschied sich jedoch, den Ball quer zuspielen, doch dieser Pass konnte in allerhöchster Not zur Ecke weggeträtscht werden.
In der Schlussphase nahm die Partie noch einmal Fahrt auf: In der 83. Minute setzte Mats Kosuck einen Ball an die Latte, in der 86. Minute war es schließlich so weit – ein Eigentor durch Jonas Evers brachte die Dritte auf die Siegerstraße. Nur zwei Minuten später setzte Kosuck eine Flanke aus dem Halbfeld mit einem Volley an den Querbalken. Die Entscheidung blieb aus, sodass ACHT lange Minuten gewartet werden mussten, bis der Schiedsrichter die Partie in der 98. Minute endlich abpfiff.
Fazit: Die Dritte nimmt drei wichtige Punkte mit, und der Sieg war auch etwas glücklich, denn BU hielt über weite Strecken dagegen und machte es der Dritten sehr schwer. Am Ende fragt jedoch niemand mehr nach der B-Note: Ein Eigentor, zweimal Aluminium und ein spätes Aufatmen reichen für einen Auswärtssieg in Barmbek.
Trainer Christoph Köpke zum Spiel
Focus Feldarena: 1:0 gegen Barmbek-Uhlenhorst gewonnen. Was sagst du dazu?
Christoph Köpke: Großartig! Wir haben in den letzten Wochen nicht so performt und nicht so viele Punkte gesammelt, wie wir wollten. Jetzt hatten wir eine Woche mit drei Spielen. Osdorf und Berne hatten wir diese Woche schon, und wir hatten uns vorgenommen, die drei Siege einzufahren.
Es war heute ein richtig hartes Stück Arbeit. Dass das Spiel am Ende durch ein Eigentor entschieden wurde, zeigt, wie sehr wir uns reingekämpft haben, würde ich sagen. BU hatte gerade zu Beginn der Halbzeiten seine starken Phasen. Damit mussten wir erst einmal klarkommen. Am Ende war es ein knapp verdienter Sieg für uns.
BU Wir müssen Reden
Ein Kommentar: Es ist bekannt, dass im Stadion und auf dem Fußballplatz gepöbelt wird. Alles gut, aber Wörter wie SPASTI oder SCHWUCHTEL gehen absolut gar nicht. Was auch sehr beunruhigend ist: Keiner der Barmbeker*innen hat sich daran gestört. Die einzigen Unmutsbekundungen kamen von seiten der St.Pauli-Anhänger*innen. Nach einer bestimmenden Ansage und Erklärung, warum diese Wortwahl falsch ist, stellte sich die Person woanders hin. Ob die Person daraus gelernt hat … fraglich!