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Am Ende fehlte ein Tor zum ersten Punktgewinn. Dennoch konnten die Frauen des FSV Bad Friedrichshall aus ihrem zweiten Ligaspiel einiges mitnehmen: Beim knappen 1:2 gegen den TSV Ohrnberg zeigte die Mannschaft am Sonntag, 18. Oktober, im heimischen Sportpark, dass sie spielerisch zusammenwächst und auch nach Rückschlägen zusammenhält.
Die Vorfreude auf die Begegnung war groß. Nach der Abmeldung des FV Wüstenrot hatten die FSV-Frauen zwei spielfreie Wochenenden hinter sich. Gegen die ebenfalls noch sieglosen Gäste aus Ohrnberg brauchten zunächst beide Mannschaften etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Die Anfangsphase war von Nervosität und vorsichtigem Abtasten geprägt.
Nach etwa einer Viertelstunde wurde der FSV mutiger. Die Zuspiele fanden häufiger ihr Ziel, die Kombinationen wurden flüssiger und die Gastgeberinnen trauten sich offensiv mehr zu. Der Lohn folgte in der 31. Minute: Miray schloss einen schönen Spielzug zur bis dahin verdienten 1:0- Führung ab. Ohrnberg erhöhte anschließend den Druck. Die FSV-Defensive stand jedoch aufmerksam, ließ wenig zu und unterband viele Angriffe frühzeitig. Erst kurz vor der Pause gelang den Gästen mit einem sehenswert direkt verwandelten Freistoß der Ausgleich zum 1:1.
Die Stimmung in der Kabine blieb positiv. Der FSV wollte an die gute erste Hälfte anknüpfen und erneut in Führung gehen. Doch kurz nach Wiederanpfiff nutzte Ohrnberg einen Ballverlust der weit aufgerückten Gastgeberinnen zu einem Konter und erzielte in der 47. Minute das 1:2. Die Antwort der FSV-Frauen stimmte: Niemand ließ den Kopf hängen, die Mannschaft hielt dagegen und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Auch Ohrnberg blieb gefährlich und traf noch die Latte. Trotz aller Bemühungen wollte dem FSV das zweite Tor nicht gelingen. Ein Punkt wäre angesichts der engagierten Leistung durchaus verdient gewesen.
Was neben dem knappen Ergebnis bleibt, sind die sichtbaren Fortschritte. Die Mannschaft kombiniert sicherer, findet auf dem Platz besser zusammen und lässt sich durch einen Rückstand nicht entmutigen. Dabei spielt sie erst seit knapp einem halben Jahr in dieser Konstellation. Vieles muss sich noch einspielen – umso erfreulicher ist, was bereits im zweiten Ligaspiel zu sehen war.
Für den Trainer gilt deshalb weiterhin: „Entwicklung geht vor Ergebnis“. Die erste Saison soll der Mannschaft die Gelegenheit geben, Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam zu lernen. Der Auftritt gegen Ohrnberg macht Mut für die kommenden Aufgaben.
Bereits am kommenden Samstag, 24. Oktober, geht es um 17 Uhr beim SV Morsbach weiter. Dort wollen die FSV-Frauen an ihre gute Leistung anknüpfen, sich für ihre Fortschritte belohnen und die Punkte mit nach Hause nehmen.
Mit dem Aufbau der Frauenmannschaft verfolgt der FSV zugleich ein langfristiges Ziel: Die eigenen Jugendspielerinnen sollen auch nach ihrer Juniorinnenzeit eine sportliche Heimat im Verein finden. So wachsen Mädchen- und Frauenfußball beim FSV weiter zusammen. Dass dieser Weg inzwischen auch bei anderen Vereinen wahrgenommen wird, bestärkt die Verantwortlichen darin, ihn konsequent weiterzugehen.