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Nach der bitteren ersten Niederlage am letzten Spieltag, waren die Gastgeber auf Wiedergutmachung aus und wollten im Duell, beider Aufsteiger zeigen, wer hier am Ende den Platz als Sieger verlassen würde. Dazu kommt, dass der Gastgeber, beide Duelle in der vergangenen Saison gegen Kiechlingsbergen nicht gewinnen konnte. Die Gäste hingegen, sind noch nicht richtig in der Bezirksliga angekommen!!
Gerade einmal ein Punkt und vier Niederlagen, stehen auf dem Konto des letztjährigen Kreisligameister und Mitaufsteiger Kiechlingsbergen.
Die Partie begann turbulent:
Schon früh bejubelten die Platzherren das erste Tor.
Bereits nach drei Minuten brachte Moritz Ziebold die SG Kaiserstuhl-Tuniberg in Führung und ließ die heimischen Fans von einem perfekten Start träumen.
Nach feinem Anspiel von Hannes Großklaus auf den Torschützen, der das Leder ausgezeichnet mit nimmt und daraufhin freie Schussbahn hat, setzt dieser einfach zu einem Gewaltschuss an. Er jagt den Ball durch die Hände des Gästekeepers, der dabei keine gute Figur machte.
Nicht nachlassen, so der O-Ton von der Trainerbank der Hausherren und das taten sie auch keineswegs. In der neunten Minute hatten sie das 2:0 auf dem Fuß. Wieder war es Hannes Großklaus, der einen 20 Meter Pass auf Moritz Ziebold spielt, dieser startet von der Mittellinie aus bis in den Strafraum der Gäste.
Sein passgenaues Zuspiel hinter der Abwehrkette kann der frei stehende Julius Göggel allerdings nicht verwerten. Der Schuss, aus aussichtsreicher Position geht zum Glück für die Kiechlingsberger weit über das Gebälk.
Zwei Minuten später das erste Achtungszeichen der Gäste. Ein Distanzschuss von Noah Fischer geht nur knapp über die Querlatte der Hausherren.
In der 17. Spielminute, war es wieder Julius Göggel, der bei den Gastgebern die nächste gute Tormöglichkeit hat. Ein schneller Einwurf durch Jonas Weniger, auf den Fuß vom Flügelflitzer, gute Ballmitnahme und anschließendem Distanzschuss, findet aber im Gästekeeper Nils Nowak, seinen Meister.
Ein toller Spielzug der Hausherren bringt in der 19. Spielminute das 2:0. Wunderschöner Ball von Matti Isele aus der eigenen Hälfte auf Hannes Großklaus, der nimmt Tempo auf und kann nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden.
Schiedsrichter Dominic Heidel, zeigt sofort auf den Punkt und gibt folgerichtig Ben Flesch, die gelbe Karte für sein Foulspiel.
Den fälligen Strafstoß verwandelt Moritz Ziebold sicher und erzielt seinen ersten Doppelpack in dieser Saison.
Die Vorentscheidung naht:
Hohes Pressing der Gastgeber bringt die Gäste immer wieder in Bedrängnis. Jonas Weniger erobert den Ball und Moritz Zeller entscheidet sich für die schwierigste Variante. Statt zu seinen völlig frei stehenden Mitspielern zu passen, entschließt er sich für einen scharfen Pass auf den Flügel. Den Ball kann Moritz Ziebold gerade noch erlaufen und spielt ihn wunderbar wieder in den Strafraum, doch der Mannschaftskapitän Hannes Großklaus, kann den Ball nicht im Tor der Gäste unterbringen. Den Nachschuss von Jonas Weniger kann die Gästeabwehr gerade noch blocken. Bei einer 4:2 Überzahlsituation, sollte man dies besser lösen.
Dann doch die Vorentscheidung im Spiel. Ein tiefer Ball von Leano Klein, kann im ersten Moment noch geblockt werden doch den Abpraller, schnappt sich Hannes Großklaus. Der Rest ist einfach klasse vom Mannschaftskapitän. Enge Ballführung bzw. Ballmitnahme und die Gästespieler können den Edeltechniker nicht mehr aufhalten.
Erst ein Foulspiel an der Strafraumgrenze kann ihn stoppen. Diese Möglichkeit lässt sich Freistoßspezialist Mika Gebhard (25.) nicht nehmen. Sein Schuss, kann weder von der Mauer, noch vom Keeper der Gäste aufgehalten werden. Die Gastgeber erhöhen auf 3:0 und die Gäste sind damit zu diesem Zeitpunkt noch gut bedient.
Im Gegenzug dann aber fast der Anschlusstreffer, ein unnötiger Ballverlust an der Mittellinie, schnappt sich diesmal der andere Kapitän auf dem Platz. Nick Vogel, setzt zu einem beherzten Sololauf an und dringt in den Strafraum der Gastgeber. Sein Schuss, kann der Schlussmann Mariano Rombach, zunächst klären, allerdings zu kurz und so kommt David Ehrlacher zur großen Tormöglichkeit zum Anschlusstreffer. Im letzten Moment kann dieser aber durch Jonas Weniger gestoppt werden und den Gegentreffer verhindern.
Ein Angriff mit Traumtor, der selbst die mitgereisten Gästeeltern zum Applaudieren und Staunen bringt:
Nach dem kurzen Schreckmoment, sind es wieder die Hausherren, die für Aufsehen sorgen. Abermals gelingt es dem Verteidiger der Gastgeber Leano Klein, einen tiefen Ball zu spielen. Collin Klausmann, kommt zwar zuerst an den Ball und kann zunächst klären, wird aber sofort von Jonas Weniger gestellt und zurückerobert. Dieser streichelt den Ball mit der Sohle auf die Außenbahn weiter auf Julius Göggel. Der setzt zum Dribbling an, kann aber durch Tim Becker gestoppt werden. Den Abpraller nutzt Stefan Layer und schlenzt den Ball gefühlvoll über den Torwart hinweg in die Maschen.
Zwei Minuten später fällt nach einem Eckball das 5:0, was der Schiedsrichter, aber postwendend wieder einkassiert. Er sah ein Handspiel von Mika Gebhard und verwehrte ihm den Treffer.
Auf der anderen Seite hat David Ehrlacher, die Möglichkeit zu verkürzen. Sein Torschuss geht aber zum Ärgernis der Kichlingsberger Bank knapp daneben.
Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhen die Gastgeber auf 5:0 durch den in der ersten Halbzeit auffälligsten Spieler Hannes Großklaus. Vorausgegangen ist abermals eine schöne Spielkombination der Gastgeber über wenige Stationen und schneller Weitergabe des Balles. Langer Ball aus der eigenen Hälfte ins Zentrum, wo Robert Cienski wartet und den Ball direkt tief zum Mannschaftskapitän weiterleitet. Der hat mehrere Optionen und entscheidet sich selbst zu schießen und vollendet bravourös zur 5:0 Pausenführung.
Zwischenfazit:
Kaiserstuhl-Tuniberg-Coach Alex Peschel zeigte sich nach dem Halbzeitpfiff zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: »Wir sind gut gestartet und sind dann auf ungewohntem Platz (Kunstrasen) immer besser reingekommen in die Partie. Dann haben wir kontinuierlich weiter Druckhaft gespielt und hochverdient geführt. Warum uns das nicht in den vorangegangenen Spielen gelang, bleibt mir ein Rätsel«.
Nach dem Seitenwechsel hat der Kapitän der Gastgeber seinen Doppelpack auf den Fuß, der Torschuss, geht allerdings weit am Tor vorbei.
Nun auch der erste Wechsel bei den Hausherren. In der 47. Spielminute, geht Doppelpacker Moritz Ziebold vom Spielfeld und für ihn kommt Marlon Brauns auf den Platz.
Anschließend wieder eine schöne Direktkombination zwischen Mika Gebhard und Jonas Weniger, der schickt den Flügelflitzer Julius Göggel auf die Reise. Statt aber den Ball und das Tempo mitzunehmen, entscheidet er sich für einen Querpass auf den zuvor eingewechselten Marlon Brauns. Sein Schuss wird zur Ecke abgewehrt, die aber im Anschluss nichts einbringt.
Nach gut zehn Minuten in der zweiten Halbzeit war es Moritz Zeller, der das halbe dutzend hätte klarmachen können.
Eine lange Hereingabe von Jonas Weniger, lässt den Ball im weiter in den Strafraum fliegen. Am zweiten Pfosten steht dann der Stürmer der Gastgeber auch goldrichtig, doch sein Kopfball touchiert nur den Außenpfosten. Noch eine gute Gelegenheit für die Gastgeber durch Mika Gebhard. Nach einer Hereingabe von Jonas Weniger, geht sein Torschuss, knapp über die Querlatte.
In der 68. Spielminute Doppelwechsel bei den Hausherren. Ihr Saisondebüt in der Bezirksliga gaben Niklas Federer und Jano Barten, sie kamen für Moritz Zeller und Hannes Großklaus auf das Spielfeld. Damit war das Auswechselkontingent der Gastgeber ausgeschöpft und es ging in eine heiße Schlussphase der Partie.
Ein schöner Eckball von Jonas Weniger, auf dem am zweiten Pfosten lauernden Mika Gebhard, wäre fast das 6:0 gewesen. Sein Kopfball verhinderte Abwehrspieler Joel Pinnschack, der den Ball noch knapp vor der Torlinie, für seinen bereits geschlagenen Torhüter Nils Nowak rettete. Eine Minute später die nächste gute Gelegenheit für die Gastgeber. Diesmal war es Joel Hecht, der aus aussichtsreicher Position, eine gut gespielte Flanke von Luca Reinert, nicht verwerten kann. Sein Kopfball geht nur wenige Zentimeter über die Querlatte.
Wenige Augenblicke später, die große Möglichkeit zum Ehrentreffer für die Gäste. Ein langer Ball von Noah Fischer in den Strafraum der Gastgeber, können die Hinterleute nicht klären und der eingewechselte Till Hinterberger, kommt zum Ball. Sein Kopfball ging aber statt aufs bzw. ins Tor, sondern wird unfreiwillig zur Vorlage für Ben Flesch.
Sein Schuss landet aus drei Meter Torentfernung an den Innenpfosten und von dort aus an den Rücken des an den heute kaum geforderten Torwart Mariano Rombach. Es wäre ein klassisches Eigentor gewesen, doch Matti Isele, rettete im letzten Moment und kratzt den Ball noch vor der Linie weg.
Nervenstark zum ersten Saisontor:
Den Schlusspunkt in dieser insgesamt eher einseitig geführten Kaiserstuhlderby sollte dem eingewechselten Niklas Federer gehören. Er kann einen wunderschönen gespielten Ball von Marlon Brauns in die Tiefe erlaufen und zieht direkt kurz vor der Strafraumgrenze ab. Niklas Federer freut sich zusammen mit den Mannschaftskollegen über seinen ersten Bezirksliga-Einsatz und seinem Treffer.
Für die Gastgeber war es nach dem Aufstieg der zweite Dreier der Saison, während der Gast und Mitaufsteiger mit einem einzigen Pünktchen auf dem vorletzten Platz steht.
Kaiserstuhl-Tuniberg-Trainer Alex Peschel zum Spiel: „Wir haben es geschafft, die komplett verunsicherte Marburger Mannschaft immer wieder auseinander zu spielen. Von Anfang an hatten wir gute Möglichkeiten. Wir haben den Druck permanent hochgehalten und alle waren bereit, tiefe Wege zu gehen. Es war eine richtig starke Mannschaftsleistung, die wir heute aufs Parkett gebracht haben. Und wir haben uns durch schöne Tore belohnt, die dann fallen, wenn Du in einen Lauf kommst – und den hatten wir heute.“
Tore: 1:0 und 2:0 Moritz Ziebold (3. und Elfmeter/19.), 3:0 Mika Gebhard (23.), 4:0 Stefan Layer (34.), 5:0 Hannes Großklaus (38.) und 6:0 Niklas Federer (79.).
Geleitet wurde die Partie souverän von Schiedsrichter Dominic Heidel, der den fairen Lokalkampf mit Ruhe und Souveränität über die Bühne brachte.
Fazit vom Spiel:
In den vergangenen beiden Vergleichen mit der SG Kiechlingsbergen hatte sich die SG Kaiserstuhl-Tuniberg-Mannschaft ausgesprochen schwergetan und konnte beide Begegnungen nicht gewinnen. Umso eindeutiger fiel das Ergebnis am Freitagabend aus: Schon nach drei Minuten ging das Team vom Trainerduo-Alex Peschel/Ralf Isele, in Führung und nach weniger als einer knappen halben Stunde war das Spiel beim Stand von 3:0 entschieden. Zum Pausenstand hieß es 5:0 und die Gäste waren am Ende froh, nicht noch mehr als ein halbes Dutzend Tore kassiert zu haben.
Die Ihringer zeigten vor allem vor der Pause eine starke Leistung und sorgten mit einer 5:0-Halbzeitführung für klare Verhältnisse.
Nach drei nicht gewonnenen Pflichtspielen in Folge kam der Tabellen-Vorletzte aus Kiechlingsbergen als Aufbaugegner gerade zur rechten Zeit.
Es entwickelte sich kein niveaugleiches Kaiserstuhlderby. Dazu war der Gast zu schwach. Der Gastgeber hatte von Beginn an die Oberhand. Es kam nie der Eindruck auf, dass die Peschel/Isele-Elf Gefahr laufen könnte, in diesem Spiel in Schwierigkeiten zu geraten.
Ein Blick voraus:
Nächster Prüfstein für die SG Kaiserstuhl-Tuniberg ist auf gegnerischer Anlage der Bahlinger SC 2 (Samstag, 7.11., 17:00 Uhr). Gespielt wird im Kaiserstuhlstadion Bahlingen am Kaiserstuhl. Um dieselbe Zeit misst sich die SG Kiechlingsbergen mit der SG Markgräfler Jugend zum Kellerduell in der BELLE-Arena zu Wyhl am Kaiserstuhl.