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Die TSG Niederrad musste sich beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer SC Riedberg deutlich mit 1:8 geschlagen geben. Die Hausherren zeigten eine überragende Vorstellung und waren den Grün-Weißen über weite Strecken in allen Belangen überlegen. Am Ende ging die Niederlage auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung.
Bereits in der 5. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Nach einem Freistoß von Milos Stanojevic aus rund 30 Metern landete der Ball zunächst an der Latte. Ghebretensae verwertete den Abpraller aus stark abseitsverdächtiger Position zum 1:0. Nur vier Minuten später erhöhte Riedbergs Torjäger Nenad Stanojevic auf 2:0. Der Angreifer konnte nahezu unbedrängt durch die Niederräder Reihen laufen und aus rund 25 Metern ins Eck abschließen (9.).
Die 98er fanden gegen die spielstarken Gastgeber kaum ein Mittel. Zwar erspielten sich die Niederräder durch Ahmet Keser eine gute Gelegenheit, doch der Abschluss von der Strafraumgrenze verfehlte das Tor. Auf der Gegenseite sorgte Bouabid in der 29. Minute für das 3:0. Vorausgegangen war eine äußerst fragwürdige Schiedsrichterentscheidung, als der Unparteiische einen Freistoß freigab, während die Niederräder noch mit der Stellung ihrer Mauer beschäftigt waren.
Nur fünf Minuten später folgte der nächste Gegentreffer. Nach einem langen Ball in die Spitze waren sich Omar Ahmed und Torwart Karakus nicht einig, sodass Bafuka den Ball über den Schlussmann zum 4:0 ins verwaiste Tor heben konnte (34.). Kurz darauf hatte Cakar eine gute Gelegenheit für die TSG, scheiterte jedoch aus rund 13 Metern an Riedbergs Torwart Tari. In der 37. Minute erhöhte Zaouzaou nach einem zunächst abgewehrten Schuss auf 5:0.
Für zusätzliche Aufregung sorgte eine Szene in der 40. Minute. Nach einer Auseinandersetzung zwischen Bagdu und Riedbergs Akkoc zeigte der Schiedsrichter dem Niederräder die Gelbe Karte und dem Riedberger glatt Rot. Eine aus Sicht der 98er vollkommen überzogene Entscheidung, da keine Tätlichkeit zu erkennen war. Zwei Gelbe Karten hätten hier sicherlich ausgereicht. Mit einer hochverdienten 5:0-Führung für den Spitzenreiter ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff gelang den Grün-Weißen der Ehrentreffer. Nach einer schönen Kombination kam Cakar im Strafraum zum Abschluss. Riedbergs Schlussmann konnte den Ball nicht festhalten, sodass dieser langsam über die Torlinie zum 5:1 kullerte (46.).
Doch nur drei Minuten später folgte der nächste Platzverweis. Nach einem langen Ball in die Spitze kam Karakus an der Strafraumgrenze aus seinem Tor und berührte den Ball mit der Hand. Ob sich die Aktion tatsächlich außerhalb des Strafraums abspielte, war nur schwer zu erkennen. Der weit vom Geschehen entfernte Unparteiische entschied dennoch auf Rot (49.). Damit standen sich fortan zehn gegen zehn Spieler gegenüber.
In der 60. Minute erhöhte Nenad Stanojevic mit einem sehenswerten Freistoß in den Winkel auf 6:1. Auch diesem Treffer ging eine umstrittene Entscheidung voraus. Nachdem ein Freistoß in der Niederräder Mauer gelandet war, erkannte der Schiedsrichter ein vermeintliches Handspiel, obwohl ein solches aus Sicht der TSG nicht zu erkennen war und selbst die Gastgeber nicht reklamierten.
Nur fünf Minuten später fiel das 7:1. Bafuka schlug von der Seitenlinie einen langen Ball in den Strafraum, den Karakus' Vertreter nicht mehr entscheidend abwehren konnte (65.). Den Schlusspunkt setzte Güven in der 81. Minute, nachdem Hartmann aus abseitsverdächtiger Position in den Strafraum gestartet war und quergelegt hatte.
Am Ende stand eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage für die 98er. Der SC Riedberg präsentierte sich als Mannschaft, deren Qualität weit über dem Niveau der Kreisliga A liegt. Die Gastgeber dürften mit ihrer spielerischen Überlegenheit auch den weiteren Saisonverlauf maßgeblich bestimmen.
Einen unnötigen Beigeschmack hinterließ allerdings die Schiedsrichterleistung. Der Unparteiische drückte einer sportlich eigentlich einseitigen Begegnung mit mehreren höchst umstrittenen Entscheidungen seinen Stempel auf. Dabei hätte die deutliche Überlegenheit der Hausherren eigentlich dafür gesorgt, dass der Schiedsrichter kaum in Erscheinung treten musste.
Für die Niederräder gilt es nun, die deutliche Niederlage schnell abzuhaken. Jetzt heißt es, den Kopf wieder hochzunehmen, als Mannschaft zusammenzurücken und auf dem Platz die richtige Reaktion zu zeigen. Bereits am kommenden Sonntag, 1. November, empfangen die Grün-Weißen die zweite Mannschaft des FC Tempo Frankfurt. Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz in Goldstein ist um 15:00 Uhr. Die 98er wollen dann mit Kampfgeist, Leidenschaft und vollem Einsatz zeigen, dass deutlich mehr in ihnen steckt – und endlich wieder drei Punkte einfahren!
Die Tore:
1:0,Nathan Ghebretensae (5.); 2:0,Nenad Stanojevic (9.); 3:0,Amine Bouabid (29.); 4:0,David Bafuka (34.); 5:0,Mimoun Zaouzaou (37.); 5:1,Kenan Cakar (46.); 6:1,Nenad Stanojevic (60.); 7:1,David Bafuka (65.); 8:1,Kenan Güven (81.).
Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Koray Akkoc (40./SC Riedberg); Rote Karte für Murat Karakus (49./TSG Niederrad).