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#GlückAufFSV[Foto: FSV Friedrichshaller SV]
Die Begegnung zwischen dem FSV Schwaigern und dem Friedrichshaller SV war nichts für Personen mit schwachen Nerven. Nach zwei strittigen Platzverweisen gegen Friedrichshall musste die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl überstanden werden. In den Anfangsminuten hatten die Gastgeber auf dem rutschigen Untergrund mehr Feldanteile und Levent Heimannsberg im FSV-Tor musste gegen Buttafuoco den frühen Rückstand verhindern. Weiterhin spielten sich die gefährlicheren Situationen meist vor dem Gehäuse der Gäste ab, aber diese Phase wurde unbeschadet überstanden. Nach etwa zwanzig gespielten Minuten wurde die Begegnung ausgeglichener und Friedrichshall erspielte sich nun ebenfalls Möglichkeiten. Innerhalb von fünf Minuten holte der Friedrichshaller SV sieben Ecken heraus, von denen jedoch keine in einen Treffer umgemünzt werden konnte. Bei einem dieser Eckstöße ging nach einer Rangelei ein Schwaigerner Spieler zu Boden und der Schiedsrichter schickte Elias Leibel mit glatt rot vom Feld. Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Marvin Knoll einen Freistoß von der Seitenlinie aus ca. vierzig Metern ins gegnerische Tor zirkelte. Zwei Zeigerumdrehungen später erfolgte der nächste Nackenschlag für Friedrichshall. Mario Stettner wurde mit gelb/rot ebenfalls des Feldes verwiesen.
Weil der komplette zweite Durchgang in zweifacher Unterzahl absolviert werden musste, verlagerte sich das Spielgeschehen überwiegend in die Hälfte der Gäste. Mit vereinten Kräften stemmten sich die Friedrichshaller Akteure den stürmischen Angriffen der Gastgeber entgegen. Heimmannsberg hielt bei den Abschlüssen von Ebner und Maier seinen Kasten sauber. Vielfach waren die Angriffe des FSV Schwaigern zu harmlos und unplatziert angelegt und Friedrichshall beförderte die Kugel immer wieder erfolgreich aus der Gefahrenzone. Nach einem Abspielfehler der Platzherren kam Marvin Knoll in Ballbesitz und spielte in den Lauf von Jonas Pöllmann. Dieser konnte seinen Verfolger abschütteln und zum viel umjubelten 0:2 einschieben. Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit verlängerte Jonas Pöllmann einen Abstoß von Heimannsberg mit dem Kopf auf Marvin Knoll. Dieser sprintete auf das gegnerische Tor zu und wurde kurz vor dem Strafraum vom „vom letzten Mann“ der Gastgeber zu Fall gebracht. Eine klare Notbremse, die eigentlich mit Rot hätte bestraft werden müssen. Aber der Schiedsrichter ließ den „Übeltäter“ zum Erstaunen aller mit einer gelben Karte mehr als glimpflich davonkommen. Den Freistoß von Lukas Ryl parierte der Schwaigerner Torhüter. Und der nächste Aufreger folgte auf dem Fuß. Weil beim Wechsel von Leon Vesa für Alejandro Reinhold der letztgenannte wenige Augenblicke mehr als die vorgeschriebenen zehn Sekunden benötigte, musste Friedrichshall das Spiel zunächst in dreifacher Unterzahl fortsetzten, was Schwaigern zum Anschlusstreffer durch Hönnige nutzte. Die Einheimischen drückten nun auf den Ausgleich, aber Levent Heimannsberg konnte dies gleich zweimal durch starke Paraden verhindern. Kurz vor dem Abpfiff bekam der Friedrichshaller SV noch die Möglichkeit auf seinen dritten Treffer, aber Jonas Pöllmann wurde im letzten Moment gestoppt. Der Friedrichshaller SV bejubelt einen schwer erkämpften Auswärtsdreier und der FSV Schwaigern bleibt im eigenen Stadion weiterhin ohne Sieg.
Fazit: Zwei Platzverweise und trotzdem den Platz als Sieger verlassen. Das untermauert die gute Moral unserer Mannschaft und beweist, dass auch Spiele in Unterzahl gewonnen werden können. So wie heute jeder Einzelne um den Erfolg gekämpft hat, verdient ein dickes Gesamtlob.