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1860 München beurlaubt seinen Trainer

24.02.2009, 10:48 Uhr

Keine Zukunft bei den "Löwen": Marco Kurz (Quelle: imago)Keine Zukunft bei den "Löwen": Marco KurzMarco Kurz wurde mit sofortiger Wirkung beurlaubt - zwei Tage nach der 1:4-Pleite beim MSV Duisburg und drei Wochen nach Amtsamtritt des neuen Sportdirektors Miroslav Stevic. "Das war eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist", sagte dieser: "Wir mussten eine Entscheidung im Sinne des Vereins treffen." Dem 39 Jahre alten Fußballlehrer seien in einem persönlichen Gespräch die Gründe der Beurlaubung mitgeteilt worden, hieß es. Bis Marco Kurz vor knapp zwei Jahren seinen Posten als Cheftrainer antrat, war er Trainer der zweiten Mannschaft des TSV 1860. Auch als aktiver Spieler war Kurz ein Löwe: Er hat 129 Bundesliga-Einsätze für 1860 absolviert.

Live-Ticker zum NachlesenMSV Duisburg - TSV 1860 München

Kandidatenliste für Nachfolge ist lang
Sportdirektor Stevic hatte bereits vor der Partie gegen Mainz gefordert, dass die Mannschaft "Leidenschaft zeigt". Als Kandidaten für die Nachfolge gelten neben Augenthaler nun Armin Veh, Ewald Lienen, Bernhard Trares und der Pole Ryszard Komornicki vom FC Aarau, der Kontakte bereits bestätigte. Kein Interesse hat Klaus Toppmöller, dem laut der Zeitung "Trierischer Volksfreund" eine Anfrage des Vereins vorlag, der aber abgesagt hat.

Stevic will einen Arbeiter mit Erfahrung
"Es gibt wenige Trainer, die sich in solchen Phasen so etwas zutrauen. Es sind ganz einfache Tugenden, die ein Trainer in diesem Verein verkörpern muss. 1860 ist ein Arbeiterverein, wir kennen die Tugenden eines Arbeiters, der ehrlich und mit Fleiß seinen Job macht. Erfahrung ist sicherlich eine Eigenschaft, die ein Trainer haben sollte", umriss Stevic das Wunschprofil.

"Kein Trainer mit roter Vergangenheit"
Stevic kann sich aber auch selbst in dem Job vorstellen: "Wenn es ums Ganze geht, muss jeder seine egoistischen Wünsche und Ideen eliminieren und sich in den Dienst des Vereins stellen", sagte er auf die Frage, ob er sich im Zweifelsfall auch selbst auf die Bank setzen könnte. Zudem erneuerte er sein Versprechen Aufstieg 2010: "Wenn ich ein Wort gebe, dann stehe ich auch dazu." Augenthaler hatte sich zuvor bereits angeboten: "Es geht nicht um Rot oder Blau. Ich wäre gesprächbereit." Stevic hatte allerdings erklärt, dass kein ehemaliger Bayern-Spieler bei den Löwen engagiert werde, solange er im Amt sei. Lothar Matthäus war zwischenzeitlich ebenfalls als Kandidat genannt worden.

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