11.05.2009, 17:21 Uhr
Moussa Ouattara (li., Kaiserslautern) im Zweikampf mit dem Aachener Benjamin Auer (Foto: imago)Im Topspiel des 32. Spieltags hat Alemannia Aachen den 1. FC Kaiserslautern (ab 17.15 Uhr imLive-Ticker) zu Gast. Während Lautern sich nach der abrupten Entlassung von Trainer Milan Sasic wieder halbwegs erholt zeigte und gegen den FC Augsburg einen wichtigen 1:0-Sieg holte, verlor Aachen ausgerechnet bei Abstiegskandidat Osnabrück und ließ so wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen. Das Heimspiel gegen die "Roten Teufel" ist wohl die letzte Chance für die Schwarz-Gelben, weiter im Aufstiegsrennen dabeizubleiben. Das weiß auch Lauterns Trainer Alois Schwartz. "Aachen ist sehr heimstark, sie haben zu Hause 32 Punkte geholt und spielen auf dem Tivoli einen starken Offensivfußball. Mit den Fans im Rücken werden sie natürlich alles versuchen, um zu gewinnen. Verlieren sie das Spiel, ist die Aufstiegschance für Aachen vertan." Daher lastet ein enormer Druck auf den Gastgebern. Das weiß auch Trainer Jürgen Seeberger, der nach der Schlappe in Osnabrück von jedem seiner Spieler "eine Top-Leistung" fordert. "Es geht um sehr viel. Bei einem Unentschieden würden nur die Gegner gewinnen, die in der Tabelle um uns herum angesiedelt sind. Wie auch der FCK spielen wir auf Sieg, denn nur ein Dreier zählt. Der dritte Platz ist noch in Reichweite. Für Lautern allerdings noch näher als für uns“, warnte der Trainer.
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Ruhrderby in Duisburg
Nach dem 0:0 in Frankfurt ist der MSV Duisburg wohl aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten ausgeschieden. Rechnerisch ist aber noch alles möglich, dafür müsste die Konkurrenz jedoch ein bisschen mithelfen. Die "Zebras" empfangen zum Ruhrderby Rot-Weiß Oberhausen, die zuletzt gegen Wehen Wiesbaden mit 0:1 unterlagen. RWO hat mit 38 Zählern den Klassenerhalt noch nicht vollständig in trockenen Tüchern, ist aber ziemlich nah dran. Daher verzweifelt Trainer Jürgen Luginger nach der Schlappe gegen den Tabellenletzten auch nicht. "Selbstverständlich tut diese Niederlage sehr weh, schließlich hätten wir den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Aber wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen. Wir stehen jetzt doch nicht vor der Aufgabe, in einem Spiel das Maximale mit einem bestimmen Torverhältnis herausholen zu müssen. Tatsache ist, dass wir noch alles selbst in der Hand haben.“
UnruheZachhuber lässt Rostock zittern
GerüchteEwald Lienen bei 1860 München im Gespräch
AufgestiegenFreiburg feiert Rückkehr ins Liga-Oberhaus
"Müssen auf uns schauen"
Im Tabellenkeller trifft der FC Hansa Rostock auf den FC Augsburg. Die Bayern liegen drei Punkte vor den Ostseestädtern und haben das rettende Ufer von 40 Zählern fast erreicht. Hansa befindet sich nach dem 3:3 beim TSV 1860 München weiter auf Kurs dorthin. Allerdings sorgte Hansas "Heilsbringer" Andreas Zachhuber für etwas Unruhe kurz vor dem Spiel. Der sonst als sehr vereinstreu bekannte Zachhuber machte klar, dass er nicht mit Rostock verheiratet ist. "Ich habe ganz klare Vorstellungen für die kommende Saison. Es kann auch passieren, dass wir getrennte Wege gehen. Anderen Vereinen ist nicht verborgen geblieben, dass ich hier einen guten Job mache." Diese kleine Disharmonie könnte eine Chance für die Augsburger sein, ihr Auswärtsspiel zu gewinnen. Trainer Jos Luhukay wagt einen Ausblick: "In den letzten beiden Auswärtsspielen unter meiner Regie sind wir zwei Mal früh in Rückstand geraten. Das müssen wir in Rostock vermeiden", hat sich der Coach vorgenommen. "Wir müssen auf uns schauen und unsere Qualitäten ausspielen, dann bin ich sicher, dass wir unsere Auswärtsbilanz in Rostock verbessern werden."
Den Druck wegnehmen
Ein bisschen tragisch ist die Situation des SV Wehen Wiesbaden schon, denn nach zuletzt drei 0:1-Niederlagen in Folge siegten die Hessen am Freitag mit 1:0 in Oberhausen - und wurden gleichzeitig in Liga 3 geschossen, weil Osnabrück gegen Aachen gewann. Was kann man als Tabellenschlusslicht in den letzten Spieltagen noch erreichen? Wehen hat sich das Ziel gesetzt, nicht als Letzter abzusteigen. Dafür treten sie heute gegen 1860 München an. Die Mannschaft von Uwe Wolf hingegen will gar nicht absteigen, auch nicht als Vorletzter, braucht aber noch drei Punkte, um sicher durch zu sein. Daher fordert "Löwen"-Trainer Uwe Wolf von seiner Mannschaft einen Sieg, ohne Wenn und Aber. "Wir können durch dieses Spiel den ganzen Druck wegnehmen. Deshalb muss jeder alles für einen Sieg tun!" Nach dem Remis gegen Rostock ist die Anspannung in München noch größer geworden. Wolf will, dass sein Team aggressiv und entschlossen auftritt, um nicht noch länger zittern zu müssen. "Wir müssen dem Gegner die Lust am Fußball nehmen."
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