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Interne Querelen bei 1860 München

19.07.2011, 10:35 Uhr

Zwischen Investor Hasan Ismaik und 1860-Präsident Dieter Schneider (re.) gibt es Dissonanzen. (Foto: dpa)

Zwischen Investor Hasan Ismaik und 1860-Präsident Dieter Schneider (re.) gibt es Dissonanzen. (Foto: dpa)

Der TSV 1860 München hat den Saisonstart in der 2. Bundesliga verpatzt. Doch nicht nur sportlich läuft es noch nicht rund bei den Münchnern. Zwischen Investor Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider gibt es anscheinend heftige Querelen. Informationen der "Süddeutsche Zeitung" , wonach Schneider sogar vor dem Rücktritt stehen soll, wies der Genannte zurück. "Ich habe weder bei der Aufsichtsratssitzung, noch seitdem gegenüber einem Aufsichtsratsmitglied mit Rücktritt gedroht."

Die Gräben zwischen Schneider, der erst seit einem halben Jahr das Amt bei den Sechzigern bekleidet und dem als Heilsbringer gefeierten Ismaik scheinen tief zu sein. Es geht um Macht und um die Einflussnahme des Investors in die Belange des Klubs. Ismaik will 30 Millionen Euro investieren, um aus den Löwen wieder eine große Nummer in der Bundesliga zu machen.

Statuen verbieten Einflussnahme des Investors

Die Statuen der DFL und des DFB schreiben jedoch vor, dass sich ein Investor nicht in die Belange eines Vereins einmischen darf. Bei den Sechzigern werden die Funktionäre ein genaues Auge auf die Vorgänge haben. "Ganz Deutschland schaut darauf, wie diese Partnerschaft funktioniert, sagte Franz Maget, der Vize-Präsident des TSV 1860.

Vize-Präsident kritisiert Ismaik

Anscheinend funktioniert die Geschäftsbeziehung noch nicht. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet von "heftigem Krach bei fast jedem Thema, von den Finanzen, über das Stadion bis hin zur Vermarktung des TSV 1860". Vize-Präsident Maget versucht zu retten, was vielleicht nicht mehr zu retten ist. "In so einer Kooperation ist es am besten, wenn man viel miteinander redet, aufeinander hört und sich gegenseitig respektiert. Es wäre sehr kurzsichtig, wenn man jetzt versuchen würde, seine eigene Machtposition zu Lasten des Partners durchzusetzen."

Vertrauen aus dem Aufsichtsrat

Wer den Machtkampf für sich entscheidet ist unklar. Zumindest auf die Mitglieder des Aufsichtsrates kann sich Schneider verlassen. Sie wählten den Noch-Präsidenten mit 8:0-Stimmen in das neue Gremium.

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Quelle: dpa

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