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Schwarzfahrer Pepic muss ins Gefängnis

01.08.2012, 15:08 Uhr | sid

Da geht es lang: Hasan Pepic hofft auf eine bessere Zukunft. (Quelle: imago)

Da geht es lang: Hasan Pepic hofft auf eine bessere Zukunft. (Quelle: imago)

Da hätte sich Hasan Pepic doch lieber ein Ticket gekauft. Der Profi von Dynamo Dresden aus der 2. Liga steht wegen wiederholten Schwarzfahrens vor einer Gefängnisstrafe. Der 19-Jährige ist vom Amtsgericht Reutlingen dazu verurteilt worden, eine Woche in einer Jugendarrestanstalt zu verbringen sowie eine Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro an eine soziale Einrichtung zu zahlen.

Pepics Anwalt Heinrich Winter erklärte, sein Mandant werde dagegen keinen Einspruch erheben. "Er will mit diesem Kapitel abschließen. Das ist für ihn ein Warnschuss", sagte der Jurist. Damit dürfte das Urteil in Kürze rechtskräftig werden. Wann Pepic seine Jugendarreststrafe antritt, ist noch offen. Danach ist er aber nicht vorbestraft.

"Werde dafür geradestehen"

"Ich weiß, dass ich in meiner Vergangenheit Fehler gemacht habe und werde dafür geradestehen. Mir ist bewusst geworden, dass ich für mich selbst, aber auch als Spieler meines Vereins reifer handeln und mehr Verantwortung übernehmen muss", wird Pepic in einer Pressemitteilung des Klubs zitiert.

Dynamo erklärte, der Verein sei über das Gerichtsverfahren informiert gewesen. Allerdings habe man den Profi, der am 20. Juli von der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC verpflichtet wurde, ausdrücklich darauf hingewiesen, "zukünftig weitere Rechtsverletzungen unter allen Umständen" zu vermeiden.

Richter: Grellster Fall von Schwarzfahrerei

Jugendrichter Sierk Hamann sprach vom "grellsten Fall von Schwarzfahrerei, der mir bisher untergekommen ist". Angesichts der notorischen "Leistungserschleichung" dränge sich bei ihm der Verdacht auf, dass in diesem Fall "der geistige Horizont wohl nicht allzu weit übers Fußballfeld hinausragen" könne.

Pepic soll in der Vergangenheit mehrfach ohne gültigen Fahrausweis Zug gefahren sein. Bereits am 4. August vergangenen Jahres hatte sich der Profi deshalb vor Gericht verantworten müssen. Damals war er noch ohne eine Arreststrafe davongekommen. Doch der Fußballer verstand den Warnschuss nicht und wurde wieder ohne Zugticket erwischt.

Laut "Reutlinger Generalanzeiger" soll der Offensivspieler sein Fehlverhalten in dem Prozess mit Geldnot erklärt haben. Als damaliger Jungprofi des Karlsruher SC habe er angeblich nicht den vereinbarten Lohn überwiesen bekommen, er habe monatlich lediglich 250 Euro erhalten.

Quelle: sid

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