29.04.2010, 11:58 Uhr
Aues Torjäger Eric Agyemang erzielte in den letzten fünf Spielen sieben Treffer. (Foto: imago)Sieben Tore in den vergangenen fünf Spielen: Eric Agyemang, Torjäger von Drittliga-Tabellenführer FC Erzgebirge Aue, hat rechtzeitig zum Saison-Endspurt voll aufgedreht. Der 29-jährige Stürmer, der in Obuasi (Ghana) geboren wurde, hat mit seinen Treffern großen Anteil daran, dass der FCE die beste Ausgangs-Position im Rennen um den Aufstieg in die 2. Liga hat.
Vor dem Saison-Endspurt sprach Thomas Ziehn für DFB.de mit Eric Agyemang, der in Aue den Spitznamen "Erich Ackermann“ hat.
Nachholspiel Aue vergibt ersten Matchball
DFB.de: Hallo! Im Nachholspiel am Dienstag gegen den SV Wehen Wiesbaden gab es ein 2:2. Warum hat es nicht zum Sieg gereicht?
Eric Agyemang: Wir haben nach der Roten Karte gegen Sven Müller die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl gespielt. Von daher war es für uns ungemein schwer. Wir waren froh, dass wir noch einen Punkt mitnehmen konnten.
Sie haben gegen Wehen Verantwortung übernommen und in der 78. Minute den Elfmeter zum 2:2-Endstand verwandelt. Warum haben Sie geschossen?
Ich hatte bereits beim 2:0 in Burghausen vom Punkt getroffen und habe mich außerdem sicher gefühlt. Deshalb haben mir meine Mannschaftskollegen den Ball überlassen.
36. SpieltagAue weiter erfolgreich
Zwei Spieltage vor Schluss steht der FCE auf Rang eins. Was ist entscheidend, um dort zu bleiben?
Wir müssen weiter so geschlossen auftreten wie bisher. Bei uns kämpft jeder für den anderen. Das darf in den restlichen beiden Partien nicht anders sein. Wichtig ist auch, dass wir auf den Boden bleiben. Wir haben noch nichts erreicht.
Am Freitag kommt es zum möglichen Endspiel gegen den Tabellendritten Eintracht Braunschweig. Wie schätzen Sie den Gegner ein?
Wir wollen die Schmach aus dem Hinspiel, das wir 0:3 verloren hatten, wettmachen. Braunschweig hat eine gute Mannschaft, das wird für uns nicht einfach. Aber wir können selbstbewusst in die Partie gehen und uns auf unsere Fans verlassen, die an unserer Heimstärke großen Anteil haben.
36. SpieltagOFC schlägt Wiesbaden
Warum steigt Aue auf?
Der letzte Gegner heißt Bremen II. Für Werder geht es um nichts mehr.
Wie gefährlich ist das?
Ich hoffe, dass wir dann schon durch sind. Bremen ist sehr unangenehm zu spielen. Allerdings haben wir unsere Auswärts-Bilanz in der Rückrunde stark verbessert. Wir können auch in der Fremde jeden Gegner schlagen.
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Zu Ihnen persönlich: Wo liegen Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?
Ich habe vieles von dem mitbekommen, was einen kompletten Fußballer ausmacht. Allerdings kann man sich überall verbessern. Und daran arbeite ich jeden Tag.
Was war für Sie bis jetzt der Höhepunkt der Saison?
Das war ganz klar das Osnabrück-Spiel. Durch das 3:0 haben wir die Tabellenführung übernommen. Dabei habe ich alle drei Tore erzielt. Ganz ehrlich: Ich weiß auch nicht, was da mit mir los war. Ich hoffe, dass die Partie gegen Osnabrück nur der vorläufige Höhepunkt war. Ich will unbedingt mit Aue in die 2. Liga.
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