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KSC-Torwart Orlishausen ist Spieler des Monats in der 3. Liga

12.03.2013, 15:55 Uhr | FUSSBALL.DE

Dirk Orlishausen vom KSC (Quelle: imago\Heuberger)

Dirk Orlishausen nimmt beim Karlsruher SC eine Führungsrolle ein. (Quelle: Heuberger/imago)

Von Jochen Breideband

Es war ein enges Rennen - ähnlich wie an der Tabellenspitze. Und erneut hat der Karlsruher SC die Nase vorne, wie so oft in diesen Tagen und Wochen in der 3. Liga. Der Torwart des Spitzenreiters, Dirk Orlishausen, ist Spieler des Monats Februar.

Der 30-Jährige lag bei der Wahl von DFB.de und FUSSBALL.de knapp vor seinem Bielefelder Konkurrenten Patrick Platins. Orlishausen bekam knapp 49 Prozent der insgesamt über 8000 abgegebenen Stimmen, Platins 43 Prozent. Die Feldspieler folgten mit deutlichem Abstand. Gaetano Manno (VfL Osnabrück), Marc Schnatterer (FC Heidenheim) und Youssef Mokhtari (Wacker Burghausen) hatten in der Gunst der Fans gegen die beiden Torhüter keine Chance.

Im Interview mit DFB.de spricht Wahlsieger Orlishausen über die erfolgreichste Saison seiner Karriere, die Verarbeitung des Abstiegs und das Naturell, kein Wandervogel zu sein.  

FUSSBALL.DE: Herr Orlishausen, erleben Sie gerade die schönste Saison Ihrer Karriere?
Dirk Orlishausen: Es ist auf jeden Fall meine bislang erfolgreichste. Aber auch in Erfurt hatte ich eine sehr schöne Zeit. Selbst die Zweitliga-Saison mit dem KSC habe ich trotz des Abstiegs nicht ausschließlich in schlechter Erinnerung. Die 2. Bundesliga war eine riesige Erfahrung, die ich gerne wiederholen möchte. In meiner Karriere hatte ich nur ein Jahr zum Vergessen. Das war in meiner zweiten, dritten Saison in Erfurt. Damals hatte ich private Probleme, war zwischenzeitlich verletzt und kam nur auf 17 Einsätze.

In Karlsruhe sind Sie die unumstrittene Nummer eins, und es läuft seit Monaten hervorragend. Ist die KSC-Abwehr so gut, weil Sie so einen sicheren Torwart hat? Oder sieht der Torwart so gut aus, weil seine Abwehr so sicher steht?
Ich denke, dass unser komplettes Defensivverhalten richtig gut ist. Das fängt schon ganz vorne an, da kann man niemanden herausheben. Es ist mein erstes Jahr als Torwart, in dem ich während der Spiele relativ wenig zu tun habe.

Eine große Umstellung?
Nein, das würde ich nicht sagen. Aber die Beanspruchung ist eine andere, sie ist weniger physisch. Manuel Neuer hat das kürzlich in einem Interview gut beschrieben - auch wenn wir uns natürlich nicht mit dem FC Bayern vergleichen können. Wenn man als Torwart wenig zu tun hat, ist das psychisch sehr anstrengend, weil man immer hellwach und konzentriert bleiben muss für die eine Situation, die vielleicht Punkte kosten kann.

Das scheint bei Ihnen bestens zu funktionieren. Torhüter werden selten zum Spieler des Monats gewählt.
Das ist eine schöne Auszeichnung und eine Ehre auf meine älteren Tage (lacht). Aber das große und entscheidende Ziel bleibt die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Wie lange haben Sie gebraucht, um den Abstieg abzuschütteln?
Das ging relativ schnell. In den ersten zwei Tagen nach dem Abstieg war ich in Karlsruhe und wäre am liebsten sofort wieder auf den Platz, um alles rückgängig zu machen. In meinem Urlaub habe ich mich anschließend zwei Wochen gut erholt. Ich hatte kein Handy, kein Internet, nur absolute Ruhe. So bin ich frisch zurückgekehrt. Im Umfeld war größtenteils Aufbruchstimmung zu spüren. Der Blick bei den meisten ging nur nach vorne. Man hat gemerkt: Der Abstieg war ein Betriebsunfall, der sofort wieder behoben werden soll.

War der holprige Saisonstart kein Dämpfer?
Intern hat die Stimmung kaum gelitten. Wir wussten, wozu die Mannschaft fähig ist. Es war eine Frage der Zeit, bis ein Rädchen ins andere greift. Bei 20 Neuzugängen geht das nicht von heute auf morgen. Wir sind ruhig geblieben – auch das ist eine Qualität, um Erfolg zu haben.

Warum sind Sie nach dem Abstieg eigentlich in Karlsruhe geblieben?
Ich hatte einen Vertrag unterschrieben, der auch für die 3. Liga gilt. Außerdem bin ich vom Naturell her kein Wandervogel, der schnellstmöglich weg will, wenn es einen Rückschlag gibt. Ich hatte vor dem Sommerurlaub mit den Verantwortlichen gesprochen, sie haben mir signalisiert, dass sie weiter fest mit mir planen. Daher gab es nichts, woran ich hätte rütteln wollen.

Sie sind 30, der KSC ist erst die dritte Station in Ihrer Karriere. Ungewöhnlich für einen Profi.
Ich war lange bei meinem Heimatverein FSV Sömmerda, das war 7. Liga. Vor acht Jahren bin ich dann quasi in die Nachbarschaft zu Rot-Weiß Erfurt. Ich war als Kind schon Fan von Rot-Weiß und wollte eigentlich auch gar nicht mehr weg. Aber als das Angebot des KSC kam, musste ich zuschlagen. Ich hatte vorher sportlich zwei sehr gute Jahre, da war der Zeitpunkt gekommen, es in der 2. Bundesliga zu probieren. Es war der richtige Schritt.

Quelle: FUSSBALL.DE

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