11.05.2009, 21:01 Uhr
Das Phantom (hier in den 80er Jahren) soll den Stuttgarter Kickers den Klassenerhalt bringen. (Foto: Baumann)Noch 270 Minuten sind in der 3. Liga-Premierensaison 2008/2009 noch zu spielen. Für die Stuttgarter Kickers könnte das Abenteuer Drittklassigkeit bei einer Niederlage gegen den VfR Aalen schon heute beendet. sein. Dann nämlich, wenn die Abstiegskonkurrenten am 36. Spieltag selber punkten.
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Stuttgart und das Phantom
Obwohl immer noch das Schlusslicht der Liga, gehen die Stuttgarter Kickers mit breiter Brust in die Partie gegen den VfR Aalen. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen haben die Hoffnung in Degerloch auf das Wunder Klassenerhalt wieder aufkeimen lassen. "Natürlich wollen wir das wichtige Duell im Kampf um den Klassenverbleib gewinnen", sagt Kickers-Coach Rainer Kraft vor dem so wichtigen Duell gegen einen Gegner, der selbst jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. Einen davon haben die Aalener am vergangenen Spieltag gegen den Aufstiegskandidaten Paderborn sammeln können. Dem ordentlichen Einstand des neuen Trainers Rainer Scharinger sollen unbedingt drei Punkte in Stuttgart folgen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, schließlich vermeldeten die Kickers auf ihrer Homepage die Rückkehr des "Phantoms", ein maskierter Fan, der in den 80er Jahren häufiger zu Gast bei den Schwaben war, seitdem aber nicht mehr gesehen wurde. "I’ll be back to support the stuttgarter kickers“, kündigte das "Phantom" per Brief sein Erscheinen an. Dann kann ja aus Stuttgarter Sicht eigentlich nichts mehr schief gehen.
FreitagsspielRemis im Tabellenkeller
Samstagsspiele Union steigt auf
Regensburg und das Endspiel
Mit einem Auge werden die Stuttgarter Kickers nach Regensburg schielen. Dort empfängt Jahn Regensburg den Wuppertaler SV zum zweiten Abstiegsgipfel des Abends. Siegen die Gäste, können die Kicker aus der Stadt der Schwebebahn auch die nächste Saison sicher in der 3. Liga spielen, bei einer Niederlage könnten sie, je nach den Ergebnissen der anderen Wackelkandidaten der Liga noch einmal ganz tief in den Abstiegsstrudel hineinrutschen. Auch die Gastgeber können sich mit einem Sieg der größten Abstiegssorgen entledigen - oder noch weiter dem Abgrund entgegentaumeln. Deshalb ist die Marschroute in Ostbayern klar. "Wir wollen dieses Spiel gewinnen und werden es als Endspiel angehen", sagt Jahn-Trainer Markus Weinzierl, der an das 0:0 im Hinspiel gute Erinnerung haben dürfte. Schließlich war es die erste Partie von Weinzierl als Chefcoach der Regensburger.
SonntagsspieleUnglaubliches Spiel in Braunschweig
Paderborn und die drei Pokalspiele
In ganz anderen Sphären bewegt sich momentan der SC Paderborn. Statt Abstiegskampf herrscht bei dem SCP Aufstiegskampf pur. Standen die Mannen von Trainer Pavel Dotchev lange unangefochten auf einem Aufstiegsplatz, schwankten die Leistungen in den letzten Wochen und Monaten erheblich, so dass man momentan nur einen Punkt Vorsprung auf den Drittplatzierten Unterhaching hat. Deshalb ein Sieg für Paderborn im Spiel gegen Werder Bremen II Pflicht. "Wir wollen zielstrebig und dominant auftreten. In dieser Phase der Saison ist jede Partie ein Pokalspiel", erklärt Dotchev die verbleibenden Spiele zu Alles-oder-Nichts-Duellen. Einfach wird es nicht, denn auch die Bremer haben im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgesteckt. "Wir haben oft gezeigt, wozu die Mannschaft in der Lage ist, waren oft nah dran, für eine Überraschung zu sorgen. Aber kurz vor Schluss haben wir den Sieg dann doch noch vergeben. Ich hoffe, dass wir dieses Pech und Unvermögen nun endgültig abgeschüttelt haben und in den letzten drei Spielen für den hohen Aufwand belohnen", ist Werder-Trainer Thomas Wolter davon überzeugt, dass sein Team auch in der Paderborner "paragon-Arena" bestehen kann. Gern würden die beiden Trainer wohl mit den Unionern tauschen. Die Berliner gastieren im Spiel Eins nach dem Aufstieg bei Erzgebirge zum fröhlichen Saisonausklangskick.
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FUSSBALL.DE/ Thorsten Grunow
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