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Kunstrasen: Vorteile, Kosten und Möglichkeiten

01.03.2013, 15:57 Uhr | FUSSBALL.DE

Auch ein Kunstrasen sollte fachgerecht gepflegt werden. (Quelle: imago/Emil Umdorf)

Auch ein Kunstrasen sollte fachgerecht gepflegt werden. (Quelle: imago/Emil Umdorf)

Für Deutschlands Fußballvereine geht langsam die schwierigste Zeit des Jahres zu Ende. Die Witterung hat den meisten Amateurklubs den Trainings- und Spielbetrieb erschwert oder zum Teil unmöglich gemacht. Erst waren es der Schnee und der Frost, jetzt setzt das Tauwetter den Spielflächen zu. Wohl dem, der da einen Kunstrasenplatz hat.

Wann lohnt sich Kunstrasen? Worauf ist beim Bau und der Pflege zu achten? Kosten, Möglichkeiten, Haltbarkeit. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was sind die größten Vorteile eines Kunstrasenplatzes?
Das wichtigste Merkmal ist, dass ein Kunstrasen nahezu das ganze Jahr bespielbar ist. Die Pflegekosten sind deutlich geringer als bei einem Naturrasen, für den diesbezüglich vier bis sechs Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden. Bei einem Kunstrasen sind es rund zwei Euro pro Quadratmeter. Zudem ist die aktuelle Generation der Kunstrasenplätze qualitativ so gut, "dass sie von den Spieleigenschaften zu 90 Prozent an den Naturrasen herankommt", wie der Diplom-Ingenieur und DFB-Experte Klaus Trojan sagt.

Was müssen Vereine bei der Planung beachten?
"Entscheidend ist zuallererst, dass ein Bedarf vorhanden sein muss", betont Trojan. Heißt: Der neue Platz muss so hoch frequentiert sein, dass sich der Bau auch lohnt. "Ein Verein mit fünf oder sechs Mannschaften braucht eher keinen Kunstrasen", sagt der Experte. Dringend empfohlen wird neben einer Befeuchtungsanlage vor allem Flutlicht, um das ganze Jahr eine Nutzung bis in die Abendstunden zu gewährleisten.

Welche qualitativen Unterschiede gibt es?
Aktuell handelt es sich um die dritte Generation der Kunstrasen. Die erste Generation wurde noch komplett ohne Vorfüllung angelegt, die zweite hatte ausschließlich eine Sandfüllung. Bei den modernen Kunstrasen hat die Sandfüllung nur ergänzenden Charakter, prägend ist die Gummi-Granulat-Verfüllung. Die Kunstrasen der dritten Generation sind wesentlich elastischer als ihre Vorgänger und ermöglichen ein natürlicheres Rollverhalten des Balles. Spieler tragen nach einem Sturz weniger Verbrennungen und Schürfwunden davon. Die "Grashalme" (die so genannte Polschicht) sind 40 bis 60 Millimeter lang, in der ersten Generation betrug die Polhöhe lediglich 10 bis 13 Millimeter.

Was kostet der Bau eines Kunstrasenplatzes?
Mit 400.000 bis 500.000 Euro sollte gerechnet werden. Bei der Modernisierung bzw. Umwandlung eines bestehenden Platzes sinken die Kosten, wenn die Tragschicht und Drainage weiter verwendet werden kann. Das ist allerdings stark vom Zustand des alten Platzes abhängig.

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Wie lange dauert der Bau?
Wenn die Witterung mitspielt, ist die Fertigstellung innerhalb von drei Monaten realistisch.

Warum lohnt sich die Investition?
Neben den geringen Pflegekosten ist die umfassende Nutzung der größte Pluspunkt. Während bei Naturrasenplätzen von 400 bis 800 Nutzungsstunden pro Jahr ausgegangen wird und bei Ascheplätzen von 1000 bis 1500, ermöglicht ein Kunstrasen 2000 bis 2500 Nutzungsstunden jährlich.

Wie muss der Kunstrasen gepflegt werden?
Der Platz sollte wöchentlich aufgebürstet werden, weil sich die Halme sonst umlegen und die Fläche glatter wird. Das wiederum hat Auswirkungen auf das Gleit- und Ballrollverhalten. Der Platz kann "verfilzen". Von Zeit zu Zeit sollte das Granulat nachgefüllt werden, und einmal im Jahr ist eine Generalreinigung zu empfehlen, um das Geläuf langfristig in Schuss zu halten.

Wie lange hält ein Kunstrasen?
Für den Oberbelag wird eine Halbwertszeit von 15 Jahren veranschlagt, dann sollte er ausgetauscht werden. Der komplette Unterbau kann bestehen bleiben, sofern er nach den empfohlenen Normen angelegt ist. Er sollte rund 40 Jahre halten. "Wir können also – auch in Anbetracht der hohen Nutzung – von einer nachhaltigen Bauweise sprechen", sagt Klaus Trojan. 

Welche Fußballschuhe sind am besten geeignet?
Auf einem modernen Kunstrasen kann sowohl mit Nocken- als auch mit Noppenschuhen ("Tausendfüßler") gespielt werden.

Zuhause.de: Rasenpflege – Profitipps vom Bundesliga-Greenkeeper

Quelle: FUSSBALL.DE

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