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Optimismus in Bielefeld: "Es wird reichen"

31.05.2010, 15:50 Uhr | dpa

Arminia Bielefeld glaubt nach positiven Verhandlungen wieder fest an die Rettung. Die Verantwortlichen des finanziell angeschlagenen Bundesliga-Absteigers zeigten sich zuversichtlich, die 2,85 Millionen Euro aufbringen zu können: "Ich spüre, dass es reichen wird. Ich spüre es immer mehr. Wir müssen es schaffen und wir werden es schaffen", sagte Arminias Aufsichtsrats-Vorsitzender Norbert Leopoldseder. Mehrere Unternehmen und Sponsoren sollen ihre Bereitschaft erklärt haben, den fehlenden Betrag aufzubringen.

BielefeldBrinkmann gibt sich zuversichtlich
BielefeldArminia weiter vor dem Abgrund

Entscheidung bis Mittwoch

"Wir haben ein deutlich besseres Gefühl als noch am Freitag", bestätigte auch Arminia-Sprecher Marcus Uhlig. Bis spätestens Mittwoch (15.30 Uhr) muss der Klub, der die Lizenz für die kommende Saison nur unter Bedingungen bekommen hatte, seine Unterlagen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) einreichen und diese mit einem schlüssigen Finanz-Konzept überzeugen. Insgesamt muss die Arminia gegenüber der DFL einen Finanzmittelzufluss in Höhe von 10,2 Millionen Euro darstellen.

ArminiaChristian Ziege als Hoffnungsträger

Auch Brinkmann zuversichtlich

In abschließenden Gesprächen mit potenziellen Geldgebern sind angeblich nur noch letzte Details zu regeln. "Ich bin guter Dinge, dass wir der DFL die notwendigen Unterlagen einreichen können", sagte Leopoldseder der "Bild". Auch der designierte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann berichtete von "sehr positiven Gesprächen" mit Wirtschaftsvertretern: "Zwar ist noch nicht alles durch, aber wir sind zuversichtlich."

Arminia Bielefelds Finanznot wächst

Keine Hilfen der Stadt

Trotz eines Beschlusses des Stadtrats vom Freitag, dem Klub einen Kredit über 500.000 Euro zu gewähren, wollen die Ostwestfalen diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Laut Brinkmann leiste man damit einen "Beitrag für den sozialen Frieden in der Stadt", nachdem im Rat heftig über dieses Darlehen gestritten worden war.

Rettung durch Einsparungen und Sponsoren

Insgesamt fehlten dem Verein 10,2 Millionen Euro, um einen Lizenzentzug abzuwenden. Einen Großteil der Summe hatte der Klub durch verschiedene Maßnahmen bereits abgesichert. So lagen bereits Zusagen über drei Millionen Euro aus der Wirtschaft vor, rund zwei Millionen Euro brachte der Verein durch Einsparungen selbst auf. Der Rest kommt dadurch zusammen, dass Sparkasse und das Land Nordrhein-Westfalen ein Jahr lang auf die Bedienung laufender Kredite im Zusammenhang mit dem Stadionbau verzichten.


Quelle: dpa

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