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Handschlag verweigert: Ballack und die Folgen

22.01.2012, 21:03 Uhr

Schlich betroffen vom Platz: Michael Ballack.  (Quelle: imago)

Schlich betroffen vom Platz: Michael Ballack. (Quelle: imago)

Es war die 60. Minute in der BayArena: Michael Ballack wurde ausgewechselt, die Zuschauer pfiffen und der Spieler verweigerte seinem Trainer Robin Dutt den Handschlag. Bayer Leverkusen gewann 3:2 gegen Mainz 05, doch zu Beginn der Rückrunde stand ein beleidigter Altstar. Und das, obwohl Dutt beim Stand von 2:2 das offensichtlich Richtige getan und durch den taktischen Wechsel noch den Sieg möglich gemacht hatte.

Überaus deutlich sprang nach der Partie dann auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler dem Trainer zur Seite und kritisierte den Spieler scharf. "Ich hätte ihn schon zur Halbzeit ausgewechselt, weil er einfach nicht gut war." Deutliche Worte in Richtung des 34-Jährigen, der gegen Mainz einen schwachen Tag erwischt hatte.

Völler: "Nach der Auswechslung haben wir gewonnen"

Völler lobte vielmehr die taktische Weitsicht seines Trainers, der Ballack zugunsten eines weiteren Stürmers vom Platz genommen hatte. "Die Entscheidung, Michael auszuwechseln, war richtig. Danach haben wir gut gespielt und das Spiel gewonnen." Den verweigerten Handschlag wollte Völler hingegen nicht überbewerten. "Das ist kein Weltuntergang. Die werden das spätestens morgen beim Auslaufen nachholen und darüber reden."

Das passierte dann bereits in der Kabine nach dem Spiel. Robin Dutt bestätigte gegenüber Sky, dass sich Spieler und Trainer in der Kabine begegnet seien und das Spiel mit einem Handshake beschlossen hätten. "Michael hat sich mit der Mannschaft über den Sieg gefreut", sagte Dutt und versuchte, das Thema damit zu beenden.

Verein schützt Dutt: Ballack muss sich entscheiden

Ballack selbst muss sich hingegen nun fragen, wie er seine Karriere in der Bundesliga beenden möchte. Sein Vertrag in Leverkusen läuft aus, ein weiteres Engagement bei einem anderen Bundesligisten scheint ausgeschlossen. Der Verein hatte Ballack auch mit dem Ziel verpflichtet, "das Licht der Öffentlichkeit wieder mehr auf Leverkusen zu wenden" - das gab Völler nun öffentlich zu. Mit solchen Aktionen ist jedoch weder dem Spieler noch dem Verein geholfen. Das hat Völler mit seiner Rückendeckung für den von den Fans ausgepfiffenen Robin Dutt mehr als deutlich gemacht.

Quelle: FUSSBALL.DE

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