09.10.2012, 19:04 Uhr | FUSSBALL.DE, dpa
Nationalteam-Manager Oliver Bierhoff: "Wir dürfen nicht unnötig Unruhe reinbringen." (Quelle: imago)
Der Konflikt zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Chefkritiker Uli Hoeneß geht in die nächste Runde. Auf der ersten Pressekonferenz des DFB-Teams vor dem Qualifikations-Doppelpack gegen Irland und Schweden gab Oliver Bierhoff deutlich zu erkennen, die Aussagen des Bayern-Präsidenten über Stürmer Miroslav Klose hätten ihn enttäuscht.
"Miro hat sich für den FC Bayern und die Nationalmannschaft verdient gemacht. Das klang schon abfällig", sagte der Manager der Nationalelf.
Zugleich forderte er Hoeneß stellvertretend für alle Akteure im Fußball-Geschäft auf, sich mehr zurückzunehmen. "Ich finde es nicht gut, wenn wir Verantwortliche im Fußball uns gegenseitig bewerten. Wir müssen aufeinander zugehen und dürfen nicht noch unnötig Unruhe reinbringen." Eine weitere kleine Spitze konnte sich Bierhoff gegenüber dem viel gefragten Talkshow-Gast und Interview-Partner aus München nicht verkneifen. "Der Uli äußert sich zu so vielen Themen. Zur Politik in Weißrussland oder der Ukraine. Da darf die Nationalelf natürlich nicht fehlen."
Die Führung der Nationalmannschaft äußere sich auch nicht über den FC Bayern, obwohl es manchmal gute Gründe dafür gebe. Etwa beim umstrittenen Freundschaftsspiel der Münchner gegen die holländische Nationalmannschaft, das die Vorbereitung des DFB-Teams auf die EURO direkt behinderte. Auch bei Sponsoren-Terminen verbittet sich Bierhoff die bayerische Einmischung. "München fährt für solche Geschichten sogar nach Japan." Dennoch hatte der 44-Jährige ein Friedensangebot parat: "Wir wissen ja, dass Uli es mit seinen Aussagen immer gut meint", sagte Bierhoff abschließend.
Bayern-Präsident Hoeneß hatte Bundestrainer Joachim Löw zu einem härteren Umgang mit den vermeintlich verhätschelten Nationalspielern aufgefordert. Insbesondere der frühere Münchner Klose bekam von seinem ehemaligen Chef sein Fett weg. "Er hat achtzig Prozent seiner Tore gegen Liechtenstein und Co. erzielt, mindestens", hatte Hoeneß gewettert. Dagegen habe Bayern-Ikone Gerd Müller meist gegen Topteams getroffen.
Der DFB-Teammanager findet die Kritik des Bayern-Präsidenten unnötig. zum Video
Quelle: FUSSBALL.DE, dpa
Karten für das CL-Endspiel? Ein BVB-Fan hat es versucht.
mehr zu DortmundMedien schießen sich auf den deutschen Nationalspieler ein.
mehr zu Miroslav KloseTrainer Gisdol tritt auf die Euphoriebremse.
zum VideoWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum VideoTrainer Gisdol tritt auf die Euphoriebremse.
zum VideoWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum Video