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Neue Unruhe wegen Ballack?

30.12.2010, 15:47 Uhr | dpa, fussball.de, FUSSBALL.DE, dpa

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. (Foto: dpa)

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. (Foto: dpa)

Mit der Rückkehr Michael Ballacks in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft wird 2011 ein schon 2010 medial ausgewalztes Thema aufs Neue hochkochen: Taugt der Routinier noch zum Kapitän? Oder muss sich der Leverkusener der während seiner Abwesenheit gewachsenen Hierarchie beugen? "Es wird im Miteinander auch wichtig sein, zu zeigen, dass es nicht um ein Kapitäns-Gerangel geht", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zum Ausklang des WM-Jahres. (Video: Bierhoff warnt vor Kapitäns-Gerangel)

Seit dem Turnier in Südafrika trägt Ballacks einstiger Bayern-Kollege Philipp Lahm die Binde. Ob Ballack die viel gelobte "Boy Group" nochmals als Kapitän zur EM-Endrunde 2012 führen wird, ist eine der spannendsten Fragen des kommenden Jahres. Bundestrainer Joachim Löw lässt jedenfalls keinen Zweifel aufkommen, dass sein Kapitän Ballack heißt, so er an Bord ist.

Von Ballack überzeugt

Bierhoff glaubt ebenso an den 34-Jährigen, der von vielen Seiten überraschend schnell abgeschrieben worden ist, nachdem sein verletzungsbedingter Ausfall direkt vor der WM zunächst als schockierender GAU des deutschen Fußballs dargestellt worden war. "Er hatte enormes Pech", meinte der Manager angesichts der zwei schweren Verletzungen des früheren Londoners. Bierhoff erwartet, dass sich der 98-malige Nationalspieler "wieder herankämpfen" wird und zumindest noch die 100 Länderspiele vollmachen wird: "Davon bin ich überzeugt!"

Für Ballack dürfte es jedoch schwer werden, seinen Stammplatz zurückzuerobern. "Im defensiven Mittelfeld haben Schweinsteiger und Khedira gespielt, teilweise auch Toni Kroos. Auch Simon Rolfes kommt zurück, der zudem ein Konkurrent in Leverkusen ist", verdeutlichte Bierhoff. Der Konkurrenzkampf sei leistungsmäßig "für alle von Vorteil", müsse aber "zum Wohl des Teams kanalisiert werden". "Aufgrund seiner Persönlichkeit und seines Namens wird es bei Michael Ballack aber immer wieder Diskussionen geben, ob er Kapitän ist oder nicht", prophezeite Bierhoff: "Er steht immer im Fokus."

Unter einer solchen Diskussion dürfe eine der Stärken nicht leiden: Die Geschlossenheit der verjüngten Mannschaft betrachtet Bierhoff als eine besondere Errungenschaft im WM-Jahr. Bierhoff lobte ihr Auftreten "als eine Einheit, die Freude vermittelt, attraktiven Fußball spielt, für Integration und ein Miteinander steht".

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Ein Titel muss endlich wieder her

Aber Bierhoff weiß auch, dass all diese positiven Aspekte und Zutaten letzten Endes mal in den ersten großen Titel seit 1996 zu münden haben. Mannschaft und Fans eint die Sehnsucht nach dem Finalsieg. "Man wird von zweiten oder dritten Plätzen nicht satt", sagte der 42-Jährige. Nach dem knappen Scheitern bei den WM-Turnieren 2006 und 2010 (jeweils Dritter) sowie der EM-Endrunde 2008 (Niederlage im Finale) sei "eine Ungeduld da, einen Titel zu holen. Gerade mit dieser jungen Mannschaft, die so viel Mut gemacht hat und in der so viel Qualität steckt."

Untrennbares Trio

Wie wichtig der Zusammenhalt im Überbau dieser Elf ist, hat der Manager am eigenen Leib verspürt. Die zu Jahresbeginn gescheiterte Vertragsverlängerung mit dem DFB berührte auch das Binnenverhältnis zwischen Bundestrainer Joachim Löw, Co-Trainer Hans-Dieter Flick, Torwart-Coach Andreas Köpke und ihm. "Unsere Geschlossenheit, die nie zuvor auf so eine Probe gestellt wurde, war eine schöne Erfahrung und Bestätigung", hob der Manager hervor.

Die gemeinsame Vertragsverlängerung bis zur Europameisterschaft 2012 entsprang der "Überzeugung, dass wir als Team zusammengehören und füreinander einstehen". Ein Bündnis für immer müsse es aber nicht sein. "Es wird nicht immer nur den Trainer Joachim Löw mit dem Manager Oliver Bierhoff geben und umgekehrt", erklärte Bierhoff.

Seit der WM beschränkt sich Bierhoff ganz auf seine Aufgaben als Manager des A-Teams. Aus den Zwistigkeiten zwischen Löw und Sportdirektor Matthias Sammer um die U-21-Auswahl hält sich Bierhoff dagegen heraus: "Da wurde ich oft als Schwarzer Peter vorgeschoben, weil sich in sportlichen Entscheidungen auf anderen Ebenen nicht geeinigt werden konnte. Ich konzentriere mich auf die Arbeit mit der Nationalmannschaft - und die läuft außerordentlich gut."

Quelle: dpa, fussball.de, FUSSBALL.DE, dpa

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