13.04.2012, 15:55 Uhr | sid, dapd, dpa
Ciriaco Sforza tritt vorzeitig als Trainer von Grasshopper Zürich zurück. Sein Abschied zum Saisonende war bereits beschlossene Sache, nun geht der 42-Jährige schon nach dem Spiel am Samstag gegen die Young Boys Bern. Er wolle dem Verein die Möglichkeit bieten, die Planungen für die kommende Saison schon jetzt voranzutreiben. "Nachdem ich meine internationale Karriere in Zürich starten konnte, habe ich mich gefreut, Jahre später während nahezu drei Saisons als Trainer Gelegenheit zu bekommen, dem Klub einiges zurückzugeben", sagte Sforza.
Zuletzt stand der frühere Profis des FC Bayern München massiv in der Kritik, nachdem der Klub bis auf Platz sieben der Tabelle abrutscht war. Nach den Stationen FC Luzern (Juni 2006 bis August 2008) und Zürich liebäugelt Sforza nun mit einem Trainerposten im Ausland. Vor allem die Bundesliga reize ihn sehr, wie der Schweizer immer wieder betont.
Sepp Blatter hat Marius Ebbers vom FC St. Pauli höchste Anerkennung für seine Ehrlichkeit gezollt. "Großartiges Beispiel von Marius Ebbers. Das zeigt, dass Fairplay im Fußball immer noch möglich ist und dich auch nicht vom Gewinnen abhält", twitterte der FIFA-Boss. Ebbers hatte im Spiel der Hamburger gegen Union Berlin auf Nachfrage von Schiedsrichter Tobias Welz ein Handspiel vor seinem vermeintlichen Tor zum 2:1 zugegeben. Welz hatte seine Entscheidung daraufhin zurückgenommen, St. Pauli die Partie am Ende durch ein Tor von Fin Bartels in der Nachspielzeit doch noch gewonnen.
"Ich habe ihm gesagt, dass ich den Ball sowohl mit der Hand als auch mit dem Kopf berührt habe", berichtete Ebbers nach dem Spiel über die Unterredung mit dem Schiedsrichter, gab aber auch zu: "Ich habe lange überlegt, was ich sage. Ich werde mich dafür nicht feiern lassen. Wäre es beim 1:1 geblieben, wäre ich für immer der Verlierer gewesen. Dann hätte es wohl geheißen: Dafür gibt es zwar den Fair-Play-Preis, doch clever war das nicht." Für St. Paulis Sportdirektor Helmut Schulte habe Ebbers "ganz sicher den Friedensnobelpreis verdient".
Der 1. FC Nürnberg soll Interesse an einer Verpflichtung von Timo Gebhart vom VfB Stuttgart haben. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ist der dribbelstarke Mittelfeldakteur, dessen Vertrag noch bis 2013 läuft, für eine Ablösesumme von einer Million Euro zu haben und könnten beim Club die Außenpositionen stärken.
Dort trifft er möglicherweise auf Daniel Didavi. Der vom VfB ausgeliehene 22-Jährige ist maßgeblich für den Aufschwung der Nürnberger verantwortlich, erzielte fünf der letzten acht Treffer. Nach der Saison muss der U21-Nationalspieler zurück nach Stuttgart. Es sei denn, der FCN macht eine siebenstellige Summe locker. Didavis Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.
Der SC Freiburg muss bis auf weiteres auf Mensur Mujdza verzichten. Der bosnische Nationalspieler hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. "Es kann sein, dass es länger dauert", sagte SC-Trainer Christian Streich vor dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim. Außerdem fehlen den Breisgauern im badischen Duell Julian Schuster, Oliver Barth und Anton Putsila. Cedrick Makiadi kehrt nach abgelaufener Gelb-Sperre in die Startelf zurück.
Der VfL Wolfsburg kann beim Heimspiel gegen Aufsteiger FC Augsburg wieder auf Stürmer Patrick Helmes bauen. Der achtfache Saisontorschütze hat seine muskulären Probleme überwunden. "Er fühlt sich wie neu und freut sich auf das Spiel", sagte VfL-Trainer Felix Magath und ließ damit offen, ob er den zuletzt in Hannover verletzt pausierenden Helmes in die Startelf beordern wird. Fehlen wird den Niedersachsen möglicherweise der zuletzt glänzend aufgelegte Ashkan Dejagah, der wegen einer Zerrung nur eingeschränkt trainieren konnte.
Der Kicker-Ticker vom Vortag Für Hannovers Diouf ist die Saison vorbei
Quelle: sid, dapd, dpa
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