31.03.2011, 11:33 Uhr
Hiobsbotschaft für den SV Werder Bremen: Stürmer Claudio Pizarro hat sich beim Freundschaftsspiel seiner Heimatlandes Peru gegen Ecuador in Den Haag eine Bänderdehnung im linken Sprunggelenk zugezogen. "Nach einem Kopfballduell bin ich unglücklich auf dem Fuß eines Gegenspielers gelandet und dabei umgeknickt", schilderte der 32-Jährige der "Syker Kreiszeitung" das Geschehen in der 85. Minute. "Der Knöchel ist dick und tut noch weh."
Für Pizarro ist es bereits die sechste Verletzung in dieser Saison. Der Peruaner schätzt, dass er nun "zehn Tage bis zwei Wochen pausieren muss". Mannschaftsarzt Götz Dimanski ist da ein wenig optimistischer. Er rechnet mit einer Auszeit "zwischen sieben und zehn Tagen." Sollte sich seine Prognose bestätigen, könnte Pizarro am übernächsten Wochenende beim Bremer Gastspiel in Frankfurt wieder auf dem Platz stehen.
Werder-Trainer Thomas Schaaf war angesichts der erneuten Verletzung seines Stürmers alles andere als erbaut. "Natürlich ärgert man sich darüber – und natürlich fehlt er uns jetzt. Aber ich kann es nicht ändern, kann ihn nicht durch Handauflegen wieder gesund machen", sagte er. Pizarro ist mit sechs Bundesliga-Treffern in 17 Spielen der erfolgreichste noch im Kader stehende Spieler bei den Hanseaten. Der im Winter zu Besiktas Istanbul gewechselte Hugo Almeida hatte neun Mal für Werder getroffen.
Zumindest über den Ausfall an diesem Wochenende im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart muss sich Schaaf aber nicht ärgern. Pizarro dürfte wegen der fünften Gelben Karte eh nicht mitwirken.
Werder hatte seinen Stürmer nur widerwillig für das Testspiel freigegeben. Schaaf hadert nun mit dem Schicksal. "Wenn jemand zum Einsatz kommt, muss man damit rechnen, dass er sich verletzt – ob einem das gefällt oder nicht. Einerseits ist es positiv, für die Nationalmannschaft zu spielen. Andererseits negativ, weil eben diese Verletzungsgefahr da ist."
Für Pizarro war es das erste Länderspiel seit November 2007. Damals war er vom Verband suspendiert worden. Ihm war vorgeworfen worden, nach der Begegnung gegen Brasilien (1:1) mit einigen Kollegen und in Damenbegleitung ausschweifend gefeiert zu haben. Der internationale Sportgerichtshof CAS rehabilitierte ihn zwar im Sommer 2008. Doch erst jetzt bekam Pizarro unter dem neuen Trainer Sergio Markarian eine erneute Einladung - mit schmerzhaften Folgen.
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Quelle: dpa , FUSSBALL.DE
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