04.08.2011, 14:34 Uhr | MSPW
Daniel Masuch ist neu im Kader von Drittliga-Aufsteiger Preußen Münster. (Foto: imago)
Vier Punkte aus zwei Spielen: Der SC Preußen Münster, der im Rahmen der Englischen Woche das Aufsteiger-Duell beim Chemnitzer FC 2:1 gewann, ist gut in die neue Drittliga-Saison gestartet. Am Samstag soll im West-Schlager gegen Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen nun auch der erste Heimsieg eingefahren werden. Zum Saisonauftakt hatte die SpVgg Unterhaching (1:1) einen Zähler aus dem Preußen-Stadion entführt.
Ein besonderes Interesse an einem Preußen-Sieg gegen die Kleeblätter hat Torwart Daniel Masuch, der vor der Saison vom Zweitligisten SC Paderborn 07 nach Münster gewechselt war und dort Aufstiegs-Torhüter David Buchholz verdrängt hat. "Der Bann muss jetzt gebrochen werden. Ich habe seit meinem Abschied aus Oberhausen eine sehr schlechte Bilanz gegen meinen Ex-Klub", sagte der 34-jährige Routinier, der in der Saison 2005/2006 für die Rot-Weißen aktiv war und danach in bisher sechs Partien keinen einzigen Sieg gegen Oberhausen einfahren konnte, gegenüber DFB.de.
Während der 90 Minuten werden deshalb auch einige Freundschaften ruhen müssen. „Wir sind zwar mit vier Punkten gut gestartet. Trotzdem dürfen wir nicht zufrieden sein. Jede Partie ist für uns ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen immer alles geben“, fordert Masuch, der gegen die Kleeblätter mit Benjamin Reichert, Danijel Gataric und Mario Klinger noch auf drei ehemalige Mitspieler trifft.
Vor allem mit RWO-Abwehrspieler Reichert, der einige Jahre auch Kapitän der Oberhausener war, ist Masuch weiterhin eng befreundet. "Seit unserer gemeinsamen Zeit bei RWO fahren Benjamin und ich jedes Jahr gemeinsam in Urlaub. In diesem Jahr waren wir fünf Tage in Cala Rajada auf Mallorca", verrät der Routinier, der auch die Oberhausener Urgesteine Mike Terranova und Dimitrios Pappas sowie den neuen RWO-Torhüter Michael Melka, einst selbst bei Preußen Münster aktiv, aus früheren Spielen bestens kennt.
Tipps, so Masuch, müsse er seinem Trainer Marc Fascher oder den Mitspielern vor dem Duell mit den Oberhausenern aber trotzdem nicht geben. Da ist sich der 1,90 Meter große Schlussmann sicher. "Unser Trainer ist immer bestens vorbereitet. Unsere Scouts schauen sich die Gegner ja auch intensiv an. Und meine Mitspieler müssen im Spiel ohnehin intuitiv entscheiden, was das Beste ist", so Masuch, der auf eine erfolgreiche Saison hofft. "Wir müssen so schnell wie möglich die nötigen Punkte sammeln und Distanz zu den Abstiegsplätzen halten. Wenn der Klassenverbleib unter Dach und Fach ist, können wir immer noch schauen, was möglich ist."
Münsters neue Nummer eins ist fest überzeugt, dass sein neuer Verein auf lange Sicht auch das Zeug hat, in die 2. Bundesliga zurückzukehren. „Beim SC Preußen stimmt die Perspektive. Zum Saisonstart waren über 7.000 Zuschauer im Stadion. Die Stimmung war großartig. Daran habe auch ich als älterer Spieler meine Freude. Der Verein besitzt eine Menge Potential, und ich würde mich freuen, noch einmal in der 2. Liga spielen zu dürfen. Wenn es mit den Preußen klappen würde, umso besser“, so Masuch.
Der Start in Münster ist Masuch, der als Spätberufener erst mit 29 Jahren sein erstes Zweitliga-Spiel bestritten hatte, leicht gefallen. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Es ist immer leichter, in eine Mannschaft zu kommen, die schon etwas erreicht hat“, so Masuch, der in der Uni-Stadt inzwischen auch schon heimisch geworden ist. "Ich habe ein kleines Apartment bezogen. Weil wir vor allem während der Vorbereitung meist zweimal am Tag trainiert haben, war nur selten Zeit, um zu meiner Freundin Mirjam nach Düsseldorf zu fahren. Und so konnte ich sich zwischen den Einheiten etwas ausruhen."
Wegen der Anstrengungen der Vorbereitung und der frühen Englischen Woche hat Masuch von der Stadt Münster noch nicht allzu viel gesehen. "Ich bin nur einmal ein wenig herumgefahren. Es ist eine sehr schöne Stadt. Wenn sich der Spielplan etwas entzerrt hat, werde ich mir Münster aber genauer anschauen", so Masuch.
Mit seinen Teamkollegen verbringt er schon jetzt oft seine Freizeit. "Wir sind meist eine Gruppe von sechs bis zehn Spielern, die dann gemeinsam etwas essen gehen. Dann können wir uns austauschen und auch darüber sprechen, was vielleicht noch nicht so gut funktioniert", lobt Masuch den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.
Auch wenn der 34-Jährige noch mindestens vier Jahre aktiv im Tor stehen will, hat Daniel Masuch auch schon konkrete Pläne für die Zukunft. "Ich möchte gerne mein Studium der Sport-Ökonomie an der Sporthochschule in Köln abschließen. Auch die Arbeit als Torwart-Trainer wäre eine Option für mich", so der gebürtige Duisburger, der seine freien Tage in Düsseldorf bei Freundin Mirjam verbringt.
Ausruhen kann er sich dort aber auch nicht. Mirjams Sohn Fabrizio, den die 30-Jährige mit in die Beziehung brachte, fordert dann den vollen Einsatz von Daniel Masuch. "Fabrizio spielt momentan sehr gerne Tischtennis und schleift mich meist sofort an die Platte", erzählt er.
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