24.10.2012, 22:50 Uhr | sid
Schwarz-Gelb lässt die Südtribüne erbeben. Borussia Dortmund schlägt im dritten Spiel der Champions-League-Gruppe D Real Madrid mit 2:1 (1:1). Damit stieß der Deutsche Meister das Tor zum Achtelfinale angesichts von nunmehr sieben Punkten weit auf. Nach dem ersten Erfolg im insgesamt fünften Duell mit dem spanischen Rekordmeister fahren die Westfalen als Tabellenführer mit breiter Brust zum Rückspiel im legendären Estadio Bernabeu. (Einzelkritik: Schmelzer ganz stark)
Robert Lewandowski (36. Minute) hatte den BVB in Führung gebracht, bevor der ehemalige Weltfußballer und Superstar Cristiano Ronaldo (38.) zum Ausgleich traf. Den entscheidenden Treffer markierte Nationalspieler Marcel Schmelzer (64.) und verwandelte das mit 65.829 Zuschauern ausverkaufte Dortmunder Stadion in ein Tollhaus.
Es deutete sich in der ersten Halbzeit an, dass das 182. Europapokalspiel in der Geschichte des BVB ein besonderes werden könnte. Beide Mannschaften begegneten sich schon in den ersten 45 Minuten auf Augenhöhe. Die Borussen, bei denen sich Marcel Schmelzer und Mario Götze rechtzeitig wieder einsatzbereit meldeten, arbeiteten sich in die Partie und setzten durch zwei Distanzschüsse vom Kapitän Sebastian Kehl, die Real-Keeper Iker Casillas zu Glanzparaden zwangen, erste Zeichen.
Von einer Verunsicherung nach dem 1:2 im Revierderby gegen Schalke 04 war nichts zu spüren. Im Gegenteil. Schon in den ersten Minuten versuchte der BVB, mit seinem gewohnt aggressiven Forechecking, die exzellenten Techniker des aktuellen Tabellenvierten der Primera Division schon im Mittelfeld unter Druck zu setzen. In der Offensive blieben jedoch zunächst die Pässe zu ungenau, um die Königlichen vor ernsthafte Probleme zu stellen. Allerdings boten die Madrilenen aufgrund ihrer offensiven Ausrichtung genügend Räume.
Nicht nur der Rechtsverteidiger spielt beim Sieg gegen die Königlichen von Real Madrid groß auf. Auch sein Pendant bekommt eine gute Note. zur Einzelkritik
Pech für Real war, dass der deutsche Nationalspieler Sami Khedira bereits nach 20 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Der spanische Rekordmeister setzte sich kaum einmal am Strafraum der Borussen fest, zumal auch Ronaldo zunächst keine Akzente setzte.
Gefährlicher wirkten die Angriffe der Westfalen. Der BVB arbeitete sich immer besser in die Partie. Der Lohn war der verdiente Führungstreffer durch Lewandowski. Doch die Freude währte nur zwei Minuten, dann nutzte Ronaldo einen Blackout der BVB-Abwehr und Torwart Roman Weidenfeller nach einem Pass von Mesut Özil zum Ausgleich.
Nach dem Wechsel war es erneut Casillas, der Real mit einem sehenswerten Reflex nach einem Schuss von Götze im Spiel hielt. Anschließend spielten sich mitunter turbulente Szenen im Madrider Strafraum ab, doch es fehlte den Schwarz-Gelben, von den Zuschauern frenetisch angefeuert, das Quäntchen Glück.
Das hatten sie jedoch in der Abwehr, als Angel di Maria das BVB-Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte. Die Borussen spürten, dass gegen Real, das zuvor in 23 Auftritten auf deutschem Boden nur einmal gewann, die Überraschung möglich war und forcierten ihre Angriffsbemühungen. Den Lohn der Mühen ernteten sie durch den Schuss von Schmelzer von der Strafraumgrenze, bevor Madrid seine - letztlich erfolglose - Schlussoffensive startete.
Quelle: sid
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