12.12.2011, 12:07 Uhr
Ex-Hoffenheimer Demba Ba und TSG-Manager Ernst Tanner werden wohl keine Freunde mehr. (Quelle: imago)
Demba Ba lässt auch ein Jahr nach seinem Wechseltheater in die Premier League kein gutes Haar an seinem Ex-Arbeitgeber TSG 1899 Hoffenheim. Vor allem auf Manager Ernst Tanner ist der senegalesische Stürmer, der bei Newcastle United derzeit für Furore sorgt, noch immer schlecht zu sprechen. So habe Tanner ihm damals zugesagt, dass er "bei einem akzeptablen Angebot" gehen dürfe. "Er hatte das aber innerhalb von 24 Stunden vergessen", sagte der Stürmer dem "Kicker".
"Als er mir dann sagte, ich könne nicht gehen, da habe ich mich veräppelt gefühlt", so Ba weiter. "Dass ich dann für 900.000 verscherbelt wurde, zeigt, dass der Verein keine großen Stücke auf mich hielt."
Mit elf Saisontoren in fünfzehn Saisonspielen gehört Ba derzeit zu den Toptorjägern der englischen Liga. Im Januar 2011 sah das noch ganz anders aus. Da der wechselwillige Stürmer sich weigerte mit Hoffenheim ins Wintertrainingslager zu reisen, wurde er als Skandal-Profi abgestempelt.
Eine Diskussion über Söldnermentalität im Profifußball entbrannte. Fußball-Trainer Felix Magath schrieb im "Hamburger Abendblatt": "Diese Auswüchse drohen unsere gesamte Branche in Verruf zu bringen. Sie sind zu bekämpfen". "Gegen Leute wie Ba muss man brutal hart vorgehen, das ist der bisher perfideste Fall", schlug Uli Hoeneß in die gleiche Kerbe.
Es mache ihn stolz, dass er nun den Durchbruch geschafft habe, sagt Ba, betont aber, er sei nach wie vor enttäuscht von den Vorkommnissen im Januar 2011 ist: "In Hoffenheim haben sie ein Bild von mir gezeichnet von einem, der das Recht mit Füßen tritt, der Kollegen und Vertraute nicht akzeptiert. Das hat weh getan."
Die Probleme mit Ernst Tanner will Demba Ba nicht mehr ausräumen: "Ich habe mit ihm nichts zu regeln. Ich weiß, was abgelaufen ist. Er weiß es im Grunde auch. Er kann es nur nicht sagen, weil er sich dann unglaubwürdig machen würde. Aber im Inneren weiß er es. Das zählt für mich. Deswegen habe ich nichts mit ihn zu klären."
Quelle: dapd
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