18.10.2011, 14:16 Uhr
Stürmer Martin Fenin wird Zweitligist FC Energie Cottbus langfristig fehlen. Der mit einer Hirnblutung in eine Cottbuser Klinik eingelieferte 24 Jahre alte Tscheche wird sich nach Wiedergenesung wegen Depressionen in neurologische Behandlung begeben.
"Ich bin endlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mein Krankheitsbild nicht mehr allein in den Griff bekomme. Das Gefühl der Resignation, der Einsamkeit mit Depressionsschüben begleitet mich schon seit mehreren Monaten", heißt es in einer vom FC Energie verbreiteten Erklärung Fenins. "Ich habe dagegen angekämpft und muss mir nun eingestehen, dass ich dieses Problem nicht ohne Hilfe beheben kann. Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand und gipfelte nun in der alarmierenden Diagnose."
Cottbus-Trainer Klaus-Dieter Wollitz zeigt für seinen Spieler Verständnis. "Es spricht für seinen Mut, mit dieser Selbstreflektion so offen umzugehen. Martin hatte Glück im Unglück, das sollte ihm Mut machen für die bevorstehenden Wochen und Monate. Die werden hart für ihn. Doch er hat ein Ziel vor Augen, will es vor allem sich beweisen. Dabei werden wir ihn als Mannschaft und Verein so gut es geht begleiten", sagte der Coach.
Auch die Mitspieler sind mit den Gedanken bei Fenin. "Wir sind alle geschockt und wünschen ihm nur das Beste", sagte Torhüter Thorsten Kirschbaum. Vereins-Pressesprecher Lars Töffling, der Fenin gemeinsam mit Wollitz im Cottbuser Carl-Thiem-Krankenhaus besuchte, verriet: "Körperlich sieht er relativ gut aus, nicht gebrechlich. Aber seine mentale Verfassung ist natürlich nicht gut. Der Junge muss erst einmal realisieren, dass er wohl auf absehbare Zeit kein Fußball mehr spielen kann." Sein Ziel sei dennoch die Rückkehr auf den Fußballplatz, erklärte Fenin. Dort wolle er wieder sein "Top-Niveau erreichen."
Quelle: FUSSBALL.DE , sid
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