25.10.2011, 11:34 Uhr
Am 23. September 1978 hielt es Sepp Maier nicht mehr in seinem Kasten. Wenn schon der Torwart aufs Tor schießt, dann muss die Verzweiflung groß sein. War sie auch beim FC Bayern, der im Olympiastadion gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück einen rabenschwarzen Tag erwischte. 4:5 stand auf der Anzeigetafel - eine Blamage für die Ewigkeit. Einen großen Anteil daran hatte ein 21-jähriger Stürmer: Andreas Wagner überwand Deutschlands Nummer eins gleich dreimal an diesem Nachmittag.
Beginnt so eine Weltkarriere? Der Alltag holte Wagner schnell wieder ein. Zwar wechselte er nach 15 Zweitligatoren für den VfL in die erste belgische Liga zu Cercle Brügge, aber nach einem halben Jahr war er wieder in seiner Heimatstadt Hamburg. Nicht beim HSV, sondern bei Oberligist Concordia. Hier vollbrachte er noch ein paar kleinere Heldentaten, 25 Tore in zwei Jahren, aber einen Sepp Maier brachte er nie wieder zur Weißglut. Wie Andreas Wagner erging es vielen Pokal-Helden: Ein Moment im Rampenlicht, dann ein Fußballer-Dasein ohne Scheinwerfer und Kameras. Sehen Sie Andreas Wagner und weitere Pokal-Helden für einen Tag in unserer Foto-Show.
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