08.02.2010, 19:24 Uhr
Isaac Vorsah (li.) von 1899 Hoffenheim und Claudio Pizarro von Werder Bremen kämpfen um den Ball. (Foto: imago)Werder Bremen und 1899 Hoffenheim träumen vom Finalort Berlin und wollen mit dem DFB-Pokalsieg eine bislang verkorkste Saison retten. "Es wäre toll, eine Runde weiter zu kommen, weil es eine zusätzliche Möglichkeit eröffnet, ins internationale Geschäft zu gelangen", sagte Werders Klubchef Klaus Allofs vor dem ersten Pokal-Viertelfinale (ab 20.15 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker). Beide Teams laufen in der Liga ihren Ansprüchen hinterher und liegen derzeit deutlich auf Distanz zu den Europapokal-Plätzen.
"Berlin ist klasse. Es wäre eine tolle Vorstellung, mit Hoffenheim das Finale zu erreichen", bekannte auch Gäste-Coach Ralf Rangnick, der bereits als Cheftrainer von Schalke 2005 im Finale (1:2 gegen Bayern München) stand. In der vergangenen Saison machten die Bremer mit ihrem sechsten Pokaltriumph vor, wie man eine ansonsten enttäuschende Spielzeit retten kann. "In der letzten Saison waren wir in zwei Endspielen, und wenn es nach uns geht, wollen wir da am liebsten wieder hin", sagte Bremens Abwehrspieler Clemens Fritz.
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Werder hätte im Falle einer Niederlage immerhin noch die Möglichkeit, sich durch den Gewinn der Europa League wieder für den Europapokal zu qualifizieren. Auch hier scheiterten die Bremer im vorigen Jahr erst im Finale an Schachtjor Donezk. Die Hoffenheimer, bislang zweimal in einem Pokal-Viertelfinale ausgeschieden (2004/2008), haben diese Chance nicht.
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Für Rangnick käme ein Halbfinal-Einzug im dritten Anlauf jedoch einer Sensation gleich. "Wir waren bei der Auslosung schon Außenseiter, jetzt sind wir krasser Außenseiter", sagte er angesichts der Personalsituation. Andreas Beck (Innenbandriss) und Chinedu Obasi (Sprunggelenksverletzung) müssen neben einigen Langzeitverletzten passen. Zudem ist der Einsatz von Abwehrchef Josip Simunic (Wadenzerrung) fraglich.
Bei den Bremern fällt neben den Langzeitverletzten Daniel Jensen, Sebastian Boenisch und Philipp Bargfrede auch Sebastian Prödl (Magen-Darm) aus. Dagegen kann Torjäger Claudio Pizarro trotz Nackenproblemen wohl spielen. "Wir gehen davon aus, dass er dabei ist", sagte Schaaf nach dem Abschlusstraining.
Immerhin holten sich beide Teams am Wochenende nach ihren Abstürzen in der Liga neues Selbstvertrauen. Gerade rechtzeitig zum Pokal-Fight beendeten Bremen und Hoffenheim mit 2:1-Siegen gegen Abstiegskandidaten die Negativserien von je sieben sieglosen Spielen. "Es kommen jetzt wichtige Wochen mit dem Pokal und der Europa League. So ein Sieg gibt uns den nötigen Schwung dafür", sagte Bremens Marko Marin nach dem Erfolg über Hertha.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Niemeyer, Frings - Marin, Özil, Hunt - Pizarro
1899 Hoffenheim: Hildebrand - Ibertsberger, Vorsah, Compper, Eichner - Carlos Eduardo, Luis Gustavo, Salihovic - Vukcevic, Ibisevic, Maicosuel
Quelle: dpa
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