03.03.2011, 14:45 Uhr | sid
Die DFB-Schiedsrichter sind gegen rote Karten nach Verhinderung einer offensichtlichen Torchance. (Foto: imago)
Im Halbfinale des DFB Pokals zwischen dem MSV Duisburg und Energie Cottbus war es soweit: Schiedsrichter Michael Weiner musste Regel 12 anwenden. MSV-Spieler Bruno Soares hatte eine klare Torchance der Cottbuser im Strafraum mit einem Foul verhindert. Es gab Elfmeter für Energie - und die rote Karte für Soares. Gegen diese Regelung spricht sich nun offiziell die Schiedsrichter-Kommission des DFB ,unter Vorsitz von Herbert Fandel, aus.
Der Antrag der Kommission sieht vor, die Regel 12 dahingehend zu ändern, dass bei der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance oder eines Tores nur bei Vergehen außerhalb des Strafraums zwingend ein Platzverweis ausgesprochen werden muss. Bislang ist es für die Verhängung eines Feldverweises unerheblich, ob das Vergehen im Strafraum erfolgte oder nicht. Die Mannschaft des foulenden Spielers wird damit bei einem Vergehen innerhalb des Strafraums doppelt bestraft.
Der DFB argumentiert, dass durch den Strafstoß die offensichtliche Torchance wieder aktiviert wird. Die Mannschaft bekommt die Möglichkeit zur Torerzielung zurück. Das ursprüngliche Vergehen führt daher eben nicht zu der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance. Die Möglichkeit, wegen einer Tätlichkeit oder besonders brutaler Spielweise eine Rote Karte zu zeigen, bliebe unberührt.
Das für Fußballregeln zuständige International Football Association Board (IFAB) wird schon an diesem Wochenende über den Antrag entscheiden.
Quelle: sid
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