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Wetten gegen eigenen Klub - DFB greift durch

14.11.2012, 19:31 Uhr | FUSSBALL.DE, sid, dpa

Kevin Lehmann darf in den nächsten acht Wochen keine einwürfe für Essen machen. (Quelle: imago)

Kevin Lehmann darf in den nächsten acht Wochen keine einwürfe für Essen machen. (Quelle: imago)

Wegen verbotener Wetten hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes zwei ehemalige Regionalliga-Spieler von Rot-Weiss Essen für mehrere Wochen gesperrt. Wie der DFB mitteilte, erhielt Robert Moewes eine Sperre von sechs, Kevin Lehmann von acht Wochen.

Bei Moewes sah es das Sportgericht als erwiesen an, dass er vor der 0:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund II am 5. Mai zusammen mit einem Bekannten eine Wette über einen geringen zweistelligen Euro-Betrag auf eine Niederlage der Essener abgeschlossen hatte. Lehmann habe, so das Sportgericht, Informationen über Zustand und Form der Mannschaft an einen Bekannten weitergegeben. Dieser schloss dann eine Wette auf eine Essener Niederlage ab, Lehmann sollte bei einem Wettgewinn mit 100 Euro beteiligt werden. Eine Manipulation des Spiels fand indes nicht statt. Beide Spieler kamen nicht zum Einsatz. Verhandlungen anderer Spieler über eine Manipulation konnte das Sportgericht nicht feststellen.

DFL: Torlinien-Technik wird nicht eingeführt

Die Torlinien-Technik wird in der Bundesliga und 2. Liga vorerst nicht eingeführt. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit. Einen Tag zuvor war der Ligavorstand wegen "der gegensätzlichen Positionen von FIFA und UEFA sowie ungeklärter Fragen in Bezug auf die Genauigkeit der Messungen" zu dieser Entscheidung gekommen. Eine Einführung für die Saison 2013/2014 sei daher ausgeschlossen, erklärte die DFL.

Im Rahmen seiner Beratungen hatte das Gremium zuvor eine Umfrage unter den Klubs analysiert, die ein "unentschiedenes Meinungsbild" ergeben hatte. Der Weltverband FIFA räumt den diskutierten Systemen GoalRef und Cairos (Chip im Ball) offenbar eine Fehlertoleranz von zwei bis drei Zentimetern ein. Die seit Jahren im Profi-Tennis eingesetzte Hawk-Eye-Technik (Torkamera) weißt hingegen nur eine Fehlertoleranz von 0,5 Zentimeter auf, ist aber die deutlich teurere Variante. Ausgeschlossen ist eine mittelfristige Einführung der Torlinien-Technik in der Bundesliga und 2. Liga aber nicht. Die DFL wies darauf hin, dass vor einer endgültigen Entscheidung zunächst die Ergebnisse der von der FIFA geplanten Tests bei der Klub-WM im Dezember in Tokio und beim Confed-Cup im Sommer 2013 in Brasilien abgewartet und bewertet würden.

Aue einigt sich mit Ex-Trainer Schmitt

Zweitligist Erzgebirge Aue hat den Rechtsstreit mit dem ehemaligen Trainer Rico Schmitt beendet. Der Verein stimmte einem vom Arbeitsgericht Chemnitz vorgeschlagenen Vergleich zu, die Entschädigungszahlung soll angeblich 218.625 Euro betragen. "Diese Entscheidung haben wir im Vorstand einstimmig getroffen", sagte Präsident Lothar Lässig.

Aue hatte Schmitt im Februar zunächst freigestellt und später wegen Erfolgslosigkeit fristlos gekündigt. Das Gericht urteilte nun, dass mangelnder Erfolg kein Kündigungsgrund und Schmitt damit noch Angestellter des Klubs sei, dessen Vertrag nun zum 31. Januar 2013 fristgerecht gekündigt werden müsste. Die Vergleichssumme beinhaltet ausstehendes Gehalt, eine Nichtabstiegsprämie, Punktprämien und Spesen. Schmitt hatte die Sachsen 2009 in seiner ersten Saison als Cheftrainer in die 2. Bundesliga und dort auf einen überraschenden fünften Platz geführt. In der Saison 2011/12 folgte dann der sportliche Absturz.

Herrmann verteidigt schärfere Kontrollen bei Bayern-Spiel

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die verschärften Kontrollen beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt verteidigt. "Es sind ein paar Dutzend Leute abgetastet worden, nicht mehr und nicht weniger", sagte der Politiker bei einer Diskussionsrunde in München. "Wir halten das für richtig." Für die Sicherheit in Fußballstadien sei der jeweilige Verein zuständig. Die Fan-Beauftragten der Eintracht hatten die Aktion von Ordnungsdienst und Polizei am vorigen Samstag als "unangemessen sowie massiv überzogen" kritisiert.

Herrmann forderte die Klubs auf, Einnahmen etwa aus Fernsehgeldern verstärkt in Fanarbeit zu investieren. "Die Vereine sind in der Pflicht", sagte Herrmann. Weitere Steuergelder sollten dafür aber nicht verwendet werden. Dieter Schneider, Präsident des Zweitligisten 1860 München nahm ebenfalls an der Podiumsdiskussion teil und warnte davor, die finanzielle Verantwortung für Fanprojekte hin und her zu schieben. "Natürlich wird man am Schluss darüber sprechen müssen, wer welche Lasten trägt", sagte Schneider. Das dürfe aber kein Argument für oder gegen ein Projekt sein.

Kein Stadionumbau in Freiburg

Der Umbau des Mage-Solar-Stadions von Bundesligist SC Freiburg ist vom Tisch. Ein Gutachten der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young legt nahe, dass am derzeitigen Standort an der Schwarzwaldstraße keine nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit möglich sei. Die Expertise zeige, dass ein Umbau nicht nur nichts bringe, sondern den SC sogar ruinieren würde, sagte am Mittwoch Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon von den Grünen.

"Der Drops an der Schwarzwaldstraße ist gelutscht", sagte er. Nun müsse sich die Arbeitsgemeinschaft aus Gemeinderat, Stadt und Klub mit neuen Standorten beschäftigen. Der Umbau war mit Kosten zwischen 50 und 60 Millionen Euro beziffert worden. Die Stadiondebatte beschäftigt Freiburg schon lange. Das Mage-Solar-Stadion stellt für den Breisgauer Klub aktuell einen Wettbewerbsnachteil in der Bundesliga dar, da es nur eine geringe Kapazität (24.000 Zuschauer) und vor allem kaum Vermarktungsmöglichkeiten wie VIP-Logen bietet.

Club-Sportvorstand Bader verlängert

Sportvorstand Martin Bader bleibt dem Bundesligisten 1. FC Nürnberg bis mindestens 2017 erhalten. Der 44-Jährige hat seinen Vertrag bei den Franken vor einigen Tagen vorzeitig um vier Jahre verlängert. Der Aufsichtsrat sei an ihn mit dem Wunsch nach Ausdehnung des Vertragsverhältnisses herangetreten, sagte Bader, "weil für ihn Kontinuität eine wichtige Rolle spielt". Das Gremium habe sich für die neue, lange Laufzeit entschieden, weil es in den letzten Jahren gesehen habe, "dass kontinuierliche Arbeit zu Erfolgen führen kann".


Kicker-Ticker vom Vortag: Hinrunden-Aus für Jentzsch

Quelle: FUSSBALL.DE, sid, dpa

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