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Die Mädchen von Komet Blankenese wissen wo das Tor steht

13.01.2013, 17:12 Uhr | FUSSBALL.DE

Die weibliche D-Jugend von Komet Blankenese sorgt in Hamburg für Furore. (Quelle: TeamPhoto/Danish Laws)

Die weibliche D-Jugend von Komet Blankenese sorgt in Hamburg für Furore. (Quelle: TeamPhoto/Danish Laws)

Von Kieran Brown

Denkt man an die Stadt Hamburg in Verbindung mit Fußball, kommt jedem Sportinteressierten sofort der traditionsreiche Hamburger SV in den Sinn. Auch Zweitligist FC St. Pauli ist Fußball-Fans deutschlandweit bekannt. Ein kleiner Verein aus Blankenese konnte sich indes überregional noch keinen Namen machen. In Hamburg wird die Entwicklung der Jugendarbeit bei Komet jedoch durchaus wahrgenommen. Insbesondere die D-Juniorinnen haben sich ins Rampenlicht gespielt. Sie brechen in dieser Saison reihenweise Torrekorde und wollen in wenigen Jahren in der B-Jugend-Bundesliga mitmischen.

"Dieses Ziel haben wir uns ganz klar gesteckt und halten es für realistisch", sagt Dennis Starckjohann, der Trainer der weiblichen D-Jugend der "Kometmädchen". Seit inzwischen drei Jahren begleitet der C-Lizenz-Inhaber die elf- bis zwölfjährigen Mädchen auf ihrem Weg.

241 Tore in nur vier Monaten

In diesem Jahr bestreitet die Mannschaft die bislang erfolgreichste Saison. Seit Saisonbeginn haben sie in Punkt- und Pokalspielen sowie der Hallenrunde beeindruckende 241 Tore geschossen. 128 erzielten sie in 16 Partien auf Hallenboden. Bei acht ausstehenden Spielen ist ein neuer Rekord nur eine Frage der Zeit. Dieser liegt aktuell bei 135. Komet hat sich inzwischen das Knacken der 200er Marke zum Ziel gesetzt.

Auf dem Feld gelangen in sieben Begegnungen 113 Treffer. Das bedeutet einen Toreschnitt von mehr als 16 pro Spiel. Die Torgefährlichkeit kommt nicht von ungefähr. Starckjohann legt im Training ein besonderes Augenmerk auf die Offensive, denn in der Vorsaison verpasste das Team das Endspiel um die Meisterschaft aufgrund sechs zu wenig erzielter Treffer.

Traum von der Bundesliga

Der 30-jährige Starckjohann betrachtet seine Trainertätigkeit in Blankenese als langfristiges Projekt. Wenn der Kern seines Teams in drei beziehungsweise vier Jahren in die B-Jugend aufsteigt, wollen sie sich für die höchste deutsche Spielklasse qualifizieren und in der Bundesliga antreten.

Wenn die sportliche Entwicklung der Mädchen in den kommenden Jahren weiterhin eine so kontinuierliche Entwicklung erfährt, dürfte dies kein Wunschtraum bleiben. Das Training ist vom Trainer, der an der Universität Hamburg Sport studiert, breit angelegt. Basketball und Squash gehören genauso zum Programm wie Klettern oder Skifahren. Drei Mal in der Woche trainieren die Mädchen immerhin und erfahren so jede Menge Abwechslung. Laut dem Trainer richtet sich die Ausbildung bei ihm "nach den neuesten Erkenntnissen der Sportpädagogik und Trainingslehre".

Nicht zuletzt deshalb sind die Mädchen von Komet die Probanden einer 2,5-jährigen wissenschaftlichen Studie unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Klaus Mattes über die Auswirkungen von Sprinttechniktraining auf die Schnelligkeit. "Wenn es gut läuft, dann könnte diese Studie zu neuen Trainingsempfehlungen beim DFB führen."

Die Kombination aus guter Technik und einer dynamischen Athletik gehört zu den größten Stärken der Mädchen. (Quelle: privat)Die Kombination aus guter Technik und einer dynamischen Athletik gehört zu den größten Stärken der Mädchen.

Gleichberechtigung als Meilenstein

Ein großer Vorteil, den wir hier bei Blankenese genießen und der für den sportlichen Erfolg ganz erheblich ist, ist die Tatsache, dass die Teams der Mädchen und Jungen in Fragen der Platzbelegung absolut gleichberechtigt sind. Zudem verfügt der Klub seit vergangenem Winter über einen Kunstrasenplatz, der optimale Bedingungen bietet.

Organisierten Mädchenfußball gibt es bei Komet seit 2005. "Was sich seitdem hier entwickelt hat, ist schon erstaunlich. Nicht zuletzt verdanken wir dies sicherlich auch der Tatsache, dass wir mit Heidi Schmidt, unserer Abteilungsleiterin Fußball, einen Glücksgriff gelandet haben. Sie ist hauptverantwortlich für den Bau der Kunstrasenanlage und hat im Dezember für ihr Engagement den Ehrenamtspreis des Hamburger Fußball-Verbandes verliehen bekommen."

Inzwischen werden bei Komet vier Spielerinnen regelmäßig für regionale Auswahlmannschaften nominiert, neun nehmen an einem Stützpunkt-Training teil. Der Großteil der Spielerinnen hat bei Blankenese zum ersten Mal die Stiefel geschnürt.

Uwe Seeler überreicht den Pokal

Da der Umstieg vom Klein- auf das Großfeld in den nächsten Jahren bevorsteht, ist Starckjohann immer auf der Suche nach neuen Talenten aus dem Hamburger Raum. Insbesondere Mädchen der Jahrgänge 1999 bis 2001 werden händeringend gesucht, um personell aufzurüsten, wenn anstelle von sieben bald elf Spielerinnen auf dem Feld stehen müssen.

"Scouting" betreibt Starckjohann wann immer es geht: "Besonders gute Beziehungen haben wir zu den umliegenden Schulen." Letzten Sommer hat das Marion-Dönhoff-Gymnasium den prestigeträchtigen Schulfußballwettbewerb "Uwe Seeler Cup" gewonnen und den Preis von Uns Uwe persönlich überreicht bekommen.

"Die Schul-Mannschaft bestand zu zwei Dritteln aus unseren Spielerinnen. Nach dem Gewinn des Cups, sind die anderen Mädchen auch noch bei uns eingetreten." Und jeder begabte Neuzugang erhöht die Wahrscheinlichkeit, den Traum vom Sprung in die höchste deutsche Spielklasse zu realisieren.

Quelle: FUSSBALL.DE

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