09.02.2012, 19:28 Uhr
Freistöße oder Eckstöße gibt es bei jedem Fußballspiel. Kopfstöße hingegen nur sehr selten. Aber es gibt sie halt doch. Immer mal wieder sieht man Fußballer, die sich Kopf-an-Kopf gegenüber stehen und Nettigkeiten austauschen. Nach einiger Zeit geht dann meistens einer von ihnen zu Boden und hält sich unter lautesten Schmerzensschreien den Schädel.
Doch diese Schreie sind - wie das jüngste Beispiel von Igor de Camargo im DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach bewies - nicht immer echt. Denn unter den Kickern weilen mitunter sehr talentierte Schauspieler. (Foto-Show: Die schrägsten Kopfstoß-Nummern)
De Camargo ist einer von ihnen. Der Belgier wurde vom Berliner Hubnik leicht mit der Nase berührte und krümmte sich anschließend auf dem Boden, als hätte ihn Chuck Norris höchstpersönlich mit einem Roundhouse-Kick zur Strecke gebracht. Das Traurige an dieser Szene war, dass Schiedsrichter Dr. Felix Brych auf de Camargo hineinfiel, Hubnik vom Platz stellte, Elfmeter pfiff und damit das Spiel entschied.
Doch dieser Vorfall ist nicht der einzige, der in den letzten Jahren für viel Gesprächsstoff sorgte. Die Mutter aller Kopfnüsse verteilte Zinedine Zidane im WM-Finale 2006 gegen den Italiener Marco Materazzi. Materazzis Landsmann Gennaro Gattuso knöpfte sich sogar mal den Co-Trainer des Gegners vor und zeigte dabei eine sehr ansehnliche Variante des Kopfstoßes.
Albert Streit und Trainer Norbert Meier legten hingegen vor einigen Jahren eine ähnliche Slapstick-Einlage hin wie de Camargo. Der Belgier selbst wurde sogar schon einmal Opfer einer schauspielerischen Einlage. Muss man ihm letztlich vielleicht sogar gratulieren, dass er sich schnell an die Gepflogenheiten im deutschen Fußball angepasst hat? Klicken Sie sich durch die Foto-Show und entscheiden Sie selbst.
Quelle: t-online.de
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