10.05.2009, 13:10 Uhr
Einsatz am Millerntor: St. Paulis Dennis Daube verfolgt den Mainzer Milorad Pekovic (Foto: dpa)Der FC St. Pauli wird auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen. Alexander Ludwig war mit einem Doppelpack beim 2:0 (1:0)-Sieg über den FSV Mainz der Mann des Tages bei den Kiez-Kickern, die sich mit nun 43 Punkten den Klassenerhalt endgültig gesichert haben. Für die Gäste aus Rheinhessen war die Niederlage am Millerntor ein Rückschlag im Aufstiegsrennen, als Tabellenzweiter haben die Schützlinge von Trainer Jörn Andersen aber weiterhin gute Aussichten auf das Erreichen der höchsten deutschen Fußball-Klasse.
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Mainzer ohne Mumm
Entgegen der exzellenten äußeren Bedingungen begann die Partie vor ausverkauftem Haus mit zahlreichen Fehlern und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Florian Bruns gab aus der Distanz die ersten Torschüsse für die Hamburger ab, ohne FSV-Keeper Dimo Wache damit vor Probleme zu stellen. Die Aufstiegsanwärter aus Mainz waren bemüht, das Spiel zu kontrollieren und tauchten erst nach einer knappen halben Stunde vor dem Tor der Hausherren auf. Markus Feulner verzog aus 25 Metern (27. Minute), Tim Hoogland verpasste kurz darauf in aussichtsreicher Position ein Anspiel von Elkin Soto (28.). Mehr Glück hatte St. Paulis Alexander Ludwig fast im Anschluss an diese Szene: Aus knapp 25 Metern kam der Kunstschütze der Hamburger fast zufällig an den Ball, seine Bogenlampe senkte sich über den zu weit vor seinem Kasten postierten Wache zum 1:0 für die Gastgeber ins Netz (31.). Bei den Mainzern kam nun mit Sdrjan Baljak ein weiterer Angreifer, Feulner musste seinen Platz für den Serben räumen. Kurz vor dem Seitenwechsel aber hatten die Rheinhessen sogar Glück, dass Schiedsrichter Dr. Felix Brych nach einem gewagten Einsteigen von Wache gegen Marius Ebbers nicht auf Elfmeter entschied (42.). Mit der verdienten Führung für die ohne zahlreiche Stammkräfte angetretenen Kiez-Kicker ging es in die Pause.
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Ludwigs zweites Traumtor
Wer zu Beginn des zweiten Durchgangs ein bedingungsloses Anrennen der Mainzer erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Nur zaghaft suchten die Schützlinge von Trainer Jörn Andersen ihr Heil in der Offensive, St. Paulis Keeper Mathis Hain hatte Zeit, die Frühlingssonne zu genießen. Seine Vorderleute kauften dem Spitzenteam mit nimmermüdem Einsatz und Laufbereitschaft den Schneid ab und sicherten souverän den Vorsprung. Und es sollte noch schlimmer für die Gäste kommen: Zunächst senste Soto direkt vor der Trainerbank Ludwig um und sah dafür völlig zu Recht die Gelb-Rote Karte (60.). Dann stand erneut Ludwig im Mittelpunkt: Aus 20 Metern Torentfernung umkurvte der Schütze des ersten Treffers zwei Mainzer Abwehrspieler und überwand nach diesem Dribbling auch Wache zum 2:0 für seine Farben (63.). Mainz fand auch nach diesem Doppelschlag keine Mittel gegen aufopferungsvolle kämpfende Hamburger, der Schlusspfiff kam für die völlig außer Form agierenden Gäste einer Erlösung gleich. Am Mittwoch spielen die 05er vor eigenem Publikum gegen den FSV Frankfurt weiter um Punkte für den Aufstieg.
Der 31. Spieltag | ||||
1860 München | - | Hansa Rostock | 3:3 | |
FSV Frankfurt | - | MSV Duisburg | 0:0 | |
VfL Osnabrück | - | Alemannia Aachen | 2:1 | |
Rot-Weiß Oberhausen | - | Wehen Wiesbaden | 0:1 | |
1. FC Kaiserslautern | - | FC Augsburg | 1:0 | |
SpVgg Greuther Fürth | - | 1. FC Nürnberg | 1:1 | |
FC St. Pauli | - | FSV Mainz 05 | 2:0 | |
TuS Koblenz | - | SC Freiburg | 2:5 | |
FC Ingolstadt | - | Rot Weiss Ahlen | 0:2 |
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