23.06.2011, 11:51 Uhr
Der Berliner Publikumsliebling Patrick Ebert macht durch eine selbstlose Tat von sich reden: Wie die "B.Z." berichtet, hat der 24-Jährige einen Betrunkenen vor einem Sturz in die Tiefe bewahrt und ihm so wohl das Leben gerettet.
Der Hertha-Star war am Wochenende auf dem Heimweg von einer Privatparty, als er in der Nähe des U-Bahnhofs Adenauerplatz in Berlin die Schreie einer Frau hörte. Ebert eilte zur Hilfe: "Ich habe den Wagen geparkt, bin ausgestiegen und zu ihr hin. Erst als ich sie fragte, ob ich helfen könne, sah ich, dass sie verzweifelt versuchte, einen Mann festzuhalten." Der offenbare alkoholisierte versuchte, von einem Geländer zu springen. An dieser Stelle wäre der Mann etwa fünf Meter in die Tiefe auf spitze Steinstufen gefallen.
Der Mittelfeldspieler half der Frau und packte zu: "Er wog vielleicht 130 Kilogramm. Die Frau hätte das niemals allein geschafft. Selbst zu zweit hatten wir große Probleme." Von Passanten gab es dabei keine Hilfe: "Wir haben um Hilfe geschrien, doch niemand fühlte sich angesprochen. Fünf, sechs Leute sind einfach vorbeigelaufen. Schlimm. Ich bin so erzogen worden, immer zu helfen."
Für Ebert verging eine gefühlte Ewigkeit, erst einige Minuten später kam den beiden ein Taxifahrer zur Hilfe, der sofoert die Polizei verständigte: "Erst dann kam die Polizei, mit deren Hilfe wir den Mann zu Vernunft bringen konnten.“ Als die Beamten eintrafen, war Ebert noch immer geschockt: "Ich habe am ganzen Körper gezittert."
Jeglichen Heldenstatus lehnte Ebert konsequent ab. Stattdessen rief er zu mehr Mut und Solidarität im Alltag auf: "Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, der Frau zu helfen. Ich kann nur an jeden appellieren, nicht zuzusehen, sondern einzuschreiten."
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