06.03.2009, 10:36 Uhr
Fabian Boll (li.) und Marcel Eger vom FC St. Pauli kämpfen mit den Rostockern Gledson und Henri Myntti (re.) um den Ball. (Foto: dpa)Der FC Hansa Rostock hat den ersehnten Befeiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Trotz einer 2:0-Pausenführung unterlagen die Oststeestädter vor 22.000 Zuschauern am Millerntor mit 2:3 beim FC St. Pauli. Dieter Eilts steht nach der neuerlichen Pleite damit vor dem Aus als Trainer beim Bundesliga-Absteiger.
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Starker Beginn der Rostocker
Dabei begannen die Gäste aus Rostock stark und erwischten die wacklige Abwehr der Hamburger gleich in den ersten fünf Minuten zweimal eiskalt. Zunächst traf Myntti nach einem verunglückten Schussversuch von Retov zur Führung (2.), drei Minuten später behielt Bartels nach weiter Kopfballvorlage von Retov allein vor Hain die Nerven und schob überlegt ins rechte untere Eck ein. In der Folge kontrollierte Hansa das Geschehen weitestgehend und ließ St. Pauli nicht zur Entfaltung kommen. Im Gegenteil: Schindler hätte nach einem Freistoß vom im ersten Durchgang überragenden Retov fast sogar das 3:0 erzielt, doch sein Kopfball landete nur am linken Pfosten.
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Wechsel bringen neuen Schwung
Hooligans des FC Hansa Rostock brennen Feuerwerkskörper ab. (Foto: dpa)Holger Stanislawski reagierte auf die schwache Vorstellung seiner Mannschaft und brachte mit Beginn der zweiten Halbzeit gleich drei neue Spieler. Und die Hausherren kamen mit viel Druck aus der Kabine. In der 53. Minute stieß Oczipka Brunnemann von hinten um und der gute Schiedsrichter Markus Wingenbach zeigte zurecht auf den Punkt. Sako verwandelte den Strafstoß sicher. Knapp 20 Minuten später nutzte Hoilett ein Missverständnis in der Hansa-Abwehr und köpfte aus fünf Metern zum Ausgleich ein. Dem Kanadier war es dann auch vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Nachdem Rostocks Torhüter Hahnel sich nach einer Flanke von Bruns verschätzte, staubte Hoilett zum 3:2-Siegtreffer ab. Hansa warf anschließend noch einmal alles nach vorn, kam aber nicht mehr zu Chancen. Kurz vor Schluss sah Sako nach einer Rangelei noch die Gelb-Rote Karte.
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Ausschreitungen vor und während des Spiels
Vor dem Spiel war es in Hamburg zu Ausschreitungen von Hansa-Fans gekommen, bei denen die Polizei Wasserwerfer einsetzen musste. Auch im Stadion sorgten einige Rostocker für Unruhe. Nach dem Zünden zweier Rauchbomben musste die Begegnung zweimal kurzzeitig unterbrochen werden.
Der 23. Spieltag: | ||||
FC St. Pauli | - | Hansa Rostock | 3:2 | |
TuS Koblenz | - | VfL Osnabrück | 3:0 | |
FSV Frankfurt | - | 1. FC Kaiserslautern | 1:0 | |
SC Freiburg | - | Alemannia Aachen | 2:1 | |
RW Ahlen | - | SV Wehen Wiesbaden | 1:0 | |
FC Ingolstadt | - | 1860 München | 2:3 | |
FSV Mainz 05 | - | FC Augsburg | 1:1 | |
Greuther Fürth | - | RW Oberhausen | 3:1 | |
MSV Duisburg | - | 1. FC Nürnberg | 2:2 |
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