15.12.2011, 11:32 Uhr
Alle Landesverbände arbeiten Hand in Hand (Foto: bfv)
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde beim Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Essen eine Reform der Regionalligen mit der Formel "Aus drei mach fünf" beschlossen. Eine Staffel ist im Südwesten mit den Landesverbänden Hessen, Baden, Südbaden, Württemberg, Rheinland, Südwest und Saarland angesiedelt. Die vier anderen Staffeln umfassen die Regionalverbände West, Nord und Nordost sowie den Landesverband Bayern.
Da die Zeit gerade im Südwest drängte, machte sich ein Lenkungsausschuss, der dann wieder Arbeitsgruppen bildete, sofort ans "Eingemachte". Geleitet wurde der Ausschuss vom badischen Fußballpräsidenten Ronny Zimmermann, der mit Freude betont, "dass die Zusammenarbeit von Beginn an geprägt war von Vertrauen, Harmonie und gegenseitigem Verständnis, obwohl die sieben Landesverbände bislang auf diesem Gebiet noch nie zusammenarbeiten mussten".
Das "Gerüst" der neuen Liga stand deshalb auch recht schnell, "denn es wurde generell nicht nachgekarrt über das warum und wieso, sondern es galt die Beschlusslage der Delegierten vom DFB-Bundestag sinnvoll umzusetzen", bemerkt Ronny Zimmermann. In der Regie des Deutschen Fußball-Bundes bleiben lediglich die sicherheitsrelevanten Aspekte, "wo es keine Abstriche geben wird" (Zimmermann). Alles andere geht in die Obhut der sieben Landesverbände, die zwischenzeitlich einen GbR-Vertrag abgeschlossen haben mit Sitz in Karlsruhe. Die Betreuung der Regionalliga Südwest wird also vom Badischen Fußballverband (BFV) vorgenommen, wo zwischenzeitlich auch die Ausschreibung für die Einstellung eines neuen Mitarbeiters/in vorgenommen wurde. Zimmermann: "In allen anderen spieltechnischen und finanziellen Angelegenheiten haben wir versucht, den Vereinen entgegen zu kommen und Kosten dämpfend zu agieren“"
Die Schiedsrichterspesen werden um ein Drittel zurückgefahren, die Abgaben pro Spiel wurden von 500 Euro auf nunmehr 250 Euro als Minimum abgesenkt. Auch bei den Fassungskapazitäten der Stadien erfolgte eine Anpassung. Jetzt reichen 2.500 Zuschauer mit 100 Sitzplätzen für die Zulassung bereits aus. Weggekommen ist man von dem Lizenzierungsverfahren. "Es gibt nur ein Zulassungsverfahren mit einer Bankbürgschaft", so Ronny Zimmermann, "sodass auch die Lizenzierungskosten nicht mehr entstehen". Erforderlich ist eine zweite Mannschaft im Spielbetrieb sowie fünf Jugendmannschaften, unter denen sich je ein Elferteam bei den A-, B- und C-Junioren befinden muss. Die Zulassung ist bis 15. April eines jeden Jahres zu beantragen sowohl für die Regionalligisten, die Oberligaaufstiegsaspiranten und eventuelle Drittligaabsteiger.
Obwohl es künftig fünf Regionalligen geben wird, verbleibt es bei drei Drittligaaufsteigern, sodass die Meister nicht mehr direkt eine Etage höher kommen. Zu den fünf Titelträgern stößt der Rangzweite der Regionalliga Südwest, sodass es drei auszulosende Begegnungen in Vor- und Rückkampf geben wird. Zu einem Vergleich Erster gegen Zweiter aus dem Südwesten kommt es allerdings nicht. Das neue Gebilde der sieben "Südwest-Landesverbände" besitzt somit die Möglichkeit, ein Duo nach oben zu bringen. Derzeit kann man mit einer Staffelstärke von 19/20 oder 21/22 Teams in der ersten Saison rechnen (auf Dauer wird verbindlich auf 18 Vereine zurückgefahren). Egal welche der Variationen zum Tragen kommt: Mit einem Saisonstart müssen die Regionalligisten im Südwesten am letzten Juliwochenende rechnen, denn wegen den Aufstiegsspielen im Juni 2013 müssen die Südwestvereine mit den anderen vier Staffeln, die nur 18 Teams besitzen, gemeinsam fertig sein.
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