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Fabian Klos macht Bielefelds Doppelpack perfekt

14.02.2012, 16:12 Uhr | dfb.de, FUSSBALL.DE

Bielefelds Fabian Klos ist der 3. Liga-Spieler des Monats Januar 2012. (Quelle: imago)

Bielefelds Fabian Klos ist der 3. Liga-Spieler des Monats Januar 2012. (Quelle: imago)

Fabian Klos hat das Rennen gemacht. Arminia Bielefelds Torjäger setzte sich bei der Wahl zum "Spieler des Monats Januar" klar vor dem Erfurter Marcel Reichwein, Robert Lechleiter (VfR Aalen), Ronny Garbuschewski (Chemnitzer FC) und David Ulm (SV Sandhausen) durch.

Klos (24) ist nach November-Gewinner Johannes Rahn der zweite Bielefelder, der binnen weniger Monate in der Gunst der Fans ganz oben steht. Im Interview spricht Fabian Klos über seinen guten Lauf, den Vorteil eines Trainerwechsels und seine Zeit in Wolfsburg.

Herr Klos, das Votum der Fans war eindeutig: Was ist diese Wahl für Sie? Überraschung, Bestätigung, Ansporn?

Fabian Klos: Sowohl als auch. Ich habe nicht damit gerechnet, zum Spieler des Monats gewählt zu werden. Aber klar, es ist auch Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Wochen. Jetzt geht es für mich darum, zu zeigen, dass es nicht nur eine Phase ist.

Erst Johannes Rahn, jetzt Sie: Was macht die Arminen in diesem Winter so beliebt?

Da gibt es kein Geheimnis. Die gesamte Mannschaft hat sich nach den Startschwierigkeiten zu Beginn der Saison gefunden. Das spiegelt sich in den Leistungen der einzelnen Spieler wider.

Wie hat es Bielefeld geschafft, nach dem Fehlstart mit elf sieglosen Spielen die Kurve zu kriegen?

Zuerst einmal durch den Trainerwechsel. Die Mannschaft kam sofort gut mit Stefan Krämer klar, der für Markus von Ahlen übernommen hat. Wir haben uns damals gesagt, dass wir wieder bei Null anfangen. Das war natürlich schwerer als es sich anhört. Aber Krämer hat es geschafft, uns wieder Selbstvertrauen zu geben. Ein Knackpunkt war das Spiel in Offenbach, unser erster Sieg. Marc Rzatkowski schießt das 1:0, wir geraten in der Schlussphase noch einmal unter Druck, kassieren aber diesmal kein Gegentor. Von da an ging es bergauf.

Was unterscheidet die Arminia vom Sommer von der aktuellen Arminia?

Ich möchte auf keinen Fall gegen unseren alten Trainer nachtreten. Markus von Ahlen hat mich schließlich nach Bielefeld geholt. Aber Stefan Krämer hat eine komplett andere Auffassung vom Fußball. Bei von Ahlen sollten wir immer tief stehen und dann schnell nach vorne spielen. Stefan Krämer will auch den schnellen Ball in die Spitze, aber er setzt auf Gegenpressing und lässt hoch verteidigen. Dadurch ist der Weg zum Tor kürzer, wir treten mutiger auf. Man merkt an den Zuschauern, dass sie genau das sehen möchten. Vorher ist es auf den Rängen schnell unruhig geworden, jetzt wird ein Fehler schneller verziehen.

Und durch die Spielweise kommt man als Stürmer besser zur Geltung.

Auf jeden Fall. Ich bin immer auf meine Mitspieler angewiesen und komme durch ein mutigeres Spiel schneller in die Abschlussposition.

Gibt es noch andere Faktoren, warum es für Sie mittlerweile deutlich besser läuft?

Ich habe mich in Bielefeld von vornherein sehr wohl gefühlt. Aber ich bin ein Spieler, der gerne das Vertrauen des Trainers spürt. Wenn das vorhanden ist, kommt die Leistung meist automatisch. Bei Markus von Ahlen war ich häufig nicht erste Wahl. Mir persönlich hat der Trainerwechsel also sehr gut getan.

Wann haben Sie gemerkt, dass der Knoten bei Ihnen geplatzt ist?

Der Sieg in Offenbach war mein erstes Spiel von Anfang an nach längerer Zeit. Ich habe eine gute Leistung geboten, auch wenn ich nicht getroffen habe. Danach habe ich im Heimspiel gegen Unterhaching mein erstes Tor für Bielefeld gemacht. Da hatte ich das Gefühl, dass ich richtig angekommen bin.

Sie kamen im Sommer aus Wolfsburg, wo sie mit der zweiten Mannschaft des VfL zweimal Vizemeister in der Regionalliga Nord waren. Warum haben Sie nicht den Durchbruch zu den Profis geschafft?

Es war eine schwierige Zeit bei den Profis. Es gab viele Trainerwechsel, es wurde wenig auf die Jugend gesetzt, kaum einer hat eine Chance bekommen. Unter Felix Magath ist das jetzt trotz der vielen Neuverpflichtungen anders, wie man an dem Beispiel Sebastian Polter sieht, mit dem ich noch zusammengespielt habe. Ich bin aber damals nicht mit dem festen Ziel Bundesliga nach Wolfsburg gewechselt. Ich wollte mich bei den Amateuren weiterentwickeln. Ich sehe daher die Zeit dort nicht als verpatzte Chance. Ich habe unter Lorenz-Günther Köstner viel gelernt.

Was waren die wichtigsten Lehren?

Vorher war ich der typische Mittelstürmer, der vorne lauert. Jetzt bin ich ein arbeitender Mittelstürmer. Dahin hat mich Köstner gebracht. Eine seine ersten Botschaften war: Wenn man für das Team arbeitet, kommen die Torerfolge von ganz alleine.

War der Wechsel nach Bielefeld der richtige Schritt?

Absolut. Ich wollte den nächsten Schritt in die 3. Liga gehen und habe mich ganz bewusst für die Arminia entschieden.  Ich bin komplett zufrieden. Natürlich habe ich mir anfangs ein paar Gedanken gemacht, als es nicht gut lief. Aber ich finde die Stadt und die Leute gut, der Verein ist einfach super. Was will man mehr in der 3. Liga?

Was haben Sie sich für die nahe Zukunft vorgenommen?

Wir sind keine Träumer. Wir wollen als Mannschaft weiterwachsen und haben uns vorgenommen, in dieser Saison nicht mehr hinten reinzurutschen. Auch persönlich bin ich Realist. Ich habe mir nie eine bestimmte Tore-Marke vorgenommen. Es geht nur darum, dem Team weiterzuhelfen.

Sie haben acht Tore erzielt, bei Johannes Rahn sind es neun. Sie wollen Ihren Mannschaftskollegen doch bestimmt überholen, oder?

Johannes und ich haben uns schon ein bisschen hochgeschaukelt. Wenn wir noch ein paar Tore machen und am Ende der Saison gleichauf sind, können, glaube ich, alle zufrieden sein.


Quelle: dfb.de, FUSSBALL.DE

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