19.12.2011, 13:21 Uhr | flvw.de
(Foto: flvw)
Die Kreisstrukturreform im FLVW nimmt langsam Formen an. Anfang 2012 soll auf einem außerordentlichen Verbandstag über eine Kreisstrukturreform abgestimmt werden. Die Reform soll sich an den Grenzen der kommunalen Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen orientieren, aber auch Zusammenlegungen von Kreisen sind dann im Bereich des Möglichen.
Ein außerordentlicher Verbandstag soll im kommenden Jahr die Ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) offiziell damit beauftragen, die Kreisstrukturreform vorzubereiten. Dann könnte diese mit der Spielzeit 2016/2017 umgesetzt werden. Dies legte das Gremium am Samstag mit einer knappen Mehrheit fest. Damit steht die Zeitschiene für das zukunftsweisende Projekt des FLVW.
"Wir wollen mit dem außerordentlichen Verbandstag die Diskussion, ob eine Reform kommt oder nicht, endgültig beenden und diese Entscheidung ganz bewusst unserer Basis überlassen“, sagte Hermann Korfmacher, der Präsident des FLVW. "Dies ist nicht gleich bedeutend damit, dass die Reform sofort in Kraft tritt. Nein! Ich weiß doch, wie schwierig das ist. Danach gilt es, die Annäherung aller Beteiligten in den Kreisen voranzutreiben, die konkrete Umsetzung zu gestalten und sich um alle technischen Fragen, die eine Kreisstrukturreform nach sich zieht, zu kümmern“, erklärte er den Fahrplan bis 2016.
Mit dieser Zielvorgabe zeigte sich auch Josef Finkeldei, der Vorsitzende des Kreises Lippstadt und Sprecher der Arbeitskreise Nord- und Ostwestfalen und Südwestfalen/Ruhrgebiet, zufrieden. "Bei aller Kritik und allen Diskussionen der vergangenen Wochen, hat sich heute gezeigt, dass wir gar nicht so weit auseinander liegen“, sagte er. "Wir wollen die positive Entwicklung zu einer optimierten Struktur des Verbandes auf keinen Fall verhindern, wir wollen allerdings die aktive Beteiligung der Kreise, Vereine und der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Kreisen einfordern“, so Finkeldei weiter.
Dieses Versprechen wiederholte Hermann Korfmacher noch einmal und verwies auf die gegründete Task Force zur Kreisstrukturreform. „Ich bitte Sie ausdrücklich, uns die Möglichkeit zu geben, sich mit den Vereinen an einen Tisch zu setzen. Lassen Sie uns doch aus erster Hand die Bedenken hören und nach Lösungen suchen. Wir wollen unsere ehrenamtlichen Vertreter mitnehmen, aber dafür brauchen wir doch auch die Möglichkeit“, forderte Korfmacher erneut die Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten ein. Nach ersten Diskussionen vor Ort werden im kommenden Jahr weitere Kreise von der Task Force besucht werden, um gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu suchen. "Schließlich geht es um die Zukunftssicherung der Vereine des FLVW“, sagte Korfmacher.
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