17.09.2009, 08:39 Uhr
Nach schwachem Saisonstart das Aus: Falko Götz ist nicht mehr Kiel-Trainer. (Foto: imago)Nach nur neun Monaten ist die Dienstzeit des früheren Bundesliga-Trainers Falko Götz bei Holstein Kiel schon wieder beendet. Der Drittligist stellte den 47 Jahre alten Coach mit sofortiger Wirkung frei, wie Holstein-Präsident Roland Reime am Donnerstag in Kiel sagte. Zunächst soll Torsten Fröhling die Mannschaft übernehmen. Er soll bei seiner Arbeit durch den bisherigen Co-Trainer Andreas Thom und Torwarttrainer Klaus Thomforde unterstützt werden, die nach dem Weggang von Götz ihre Posten behalten. Präsident Reime betonte, der Verein habe derzeit keine Pläne für die Verpflichtung eines neuen Trainers. Fröhling betreute bisher das U-23-Team der Kieler, das in der Schleswig-Holstein-Liga spielt. Götz war erst im vergangenen Dezember mit großen Hoffnungen in Kiel empfangen worden. Als Meister der Regionalliga Nord schaffte er auch gleich den Aufstieg in die 3. Liga.
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Mannschaft spricht sich offenbar gegen Götz aus
Zu den Gründen für die Freistellung des Trainers wollte sich der Verein nicht äußern. Reime sprach von einer "tiefen Enttäuschung" und einer unvorhersehbaren Zuspitzung der Lage, die die Vereinsführung völlig überrascht habe. Medienberichten zufolge soll es in den vergangenen Wochen zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Götz und dem Team gekommen sein. Dies wollte Reime zwar nicht bestätigten, er betonte aber, der Verein wolle "für die Zukunft sicher stellen, dass wir über Entwicklungen in der Mannschaft früher informiert werden". Laut Kieler Nachrichten soll sich die Mannschaft in einer internen Abstimmung gegen Götz ausgesprochen haben.
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Der Ex-Profi sollte die zentrale Figur bei den "Störchen" werden
Der frühere Profi will nur noch weg aus Kiel. "So schnell wie möglich. Jetzt, wo ich beurlaubt bin, habe ich vielleicht auch mal die Zeit, mir im Kölner Stadion ein Spiel anzuschauen und alte Freunde zu besuchen." Beim 1. FC Köln war er vor der Verpflichtung von Zvonimir Soldo als Trainer-Kandidat gehandelt worden. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga sollte Götz die zentrale Figur im ehrgeizigen sportlichen Konzept der "Störche" werden, die in dieser Spielzeit zunächst die Klasse halten und dann in der nächsten Saison den Sprung in die 2. Bundesliga anpeilen wollten. Aus den ersten neun Spielen der Saison holte die Mannschaft aber nur sieben Punkte und steht nur auf dem 18. Tabellenplatz.
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FUSSBALL.DE/dpa
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