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Schiri mogelt sich bei Werder-Test ein

14.01.2012, 14:06 Uhr

Verwundert: Thomas Schaaf (rechts) blickt ungläubig beim Testspiel von Werder Bremen gegen Alkmaar drein. (Quelle: imago)

Verwundert: Thomas Schaaf (rechts) blickt ungläubig beim Testspiel von Werder Bremen gegen Alkmaar drein. (Quelle: imago)

Das kam Thomas Schaaf eigenartig vor. "Ich dachte, dass er das Spiel bis zum Frühstück weiterlaufen lassen wollte", sagte der Trainer von Werder Bremen zu den zehn Minuten Nachspielzeit in der Testpartie der Hanseaten gegen den AZ Alkmaar (2:1). Und wie sich herausstellte, war mit dem Schiedsrichter tatsächlich etwas nicht in Ordnung - er hatte sich unter falschem Namen eingemogelt.

Der falsche Schiri, der Lutschesar Jonow heißt, hatte sich als sein Kollege Raitscho Raitschew ausgegeben. Der Bulgare sollte die Partie der Bremer im türkischen Belek eigentlich leiten.

Allofs: Lasse uns künftig Pässe zeigen

"Wir haben den DFB in Kenntnis gesetzt. Der Schiedsrichter war durch eine völlig überzogene Nachspielzeit von zehn Minuten auffällig geworden", erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. Da auf Testspiele Sportwetten abgeschlossen werden können, ist ein Manipulationsverdacht nicht auszuschließen. Nach Werder-Angaben war das Gespann über eine Agentur bestellt worden, die den AZ Alkmaar im Trainingslager betreute. Es handelte sich angeblich um Teilnehmer an einem Schiedsrichter-Trainingscamp.

Der ehemalige Zweitliga-Schiedsrichter Jonow gilt als Wiederholungstäter. Der bulgarische Verband hatte ihn im Vorjahr ausgeschlossen, weil er ohne Genehmigung Spiele in Venezuela und Argentinien gepfiffen hatte. "Zukünftig werden wir uns bei Testspielen im Rahmen von Trainingslagern die Pässe der Schiedsrichter zeigen lassen, um solche Situationen auszuschließen", kündigte Allofs an.

Alle Treffer per Elfmeter

Vor einem Jahr hatte ein ungarisches Schiedsrichter-Trio ebenfalls in der Türkei unter falschen Vorzeichen ein Test-Länderspiel zwischen Bulgarien und Estland gepfiffen. Die Partie endete 2:2, alle vier Treffer wurden per Elfmeter erzielt. Das Spiel geriet unter Manipulationsverdacht, weil die Referees nicht auf der Liste des Weltverbandes FIFA standen.

Quelle: sid , FUSSBALL.DE

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