10.09.2012, 17:25 Uhr | FUSSBALL.DE
Hakan Calhanoglu vom KSC zeigte im August gute Leistungen. (Quelle: imago)
Der erste Spieler des Monats in der neuen 3. Liga-Saison kommt vom KSC. Hakan Calhanoglu hat sich in der von DFB.de und FUSSBALL.DE durchgeführten Wahl gegen Bielefelds Torjäger Fabian Klos durchgesetzt. Auf den weiteren Plätzen folgten Maik Wagefeld (Halle), Marc Schnatterer (Heidenheim) und Marco Grüttner (Stuttgarter Kickers).
Erstmals konnten die Fans nicht nur über die Website, sondern auch auf Facebook abstimmen. Die Stimmen wurden am Ende zusammengezählt. Calhanoglu war auf beiden Plattformen die Nummer eins, der jüngste Kandidat ist damit Spieler des Monats August. Unser Redakteur Jochen Breideband hat mit dem 18-jährigen Ausnahmetalent gesprochen.
Zum ersten Mal bei der Wahl zum Spieler des Monats dabei und gleich gewonnen: Wie fühlt sich das an?
Hakan Calhanoglu: Es ist ein sehr schönes Gefühl. Es war mein großer Wunsch, einmal zum besten Spieler gewählt zu werden. Ich habe noch viel vor und große Ziele. Es ist natürlich toll, wenn man merkt, wie sehr die Fans hinter mir stehen.
Seit Wochen ist der Rummel um Ihre Person riesig. Wie gehen Sie damit um?
Ich mache meine Arbeit. Das Drumherum stört meine Konzentration nicht. Ich nehme das alles wahr und mache daraus meine Erfahrungen. Zu viel wird mir der Rummel bisher nicht.
Wie ist es auf dem Rasen? Merken Sie bei Ihren Gegenspielern eine besondere Motivation, weil Sie als Ausnahmetalent gelten?
Ja, schon ein bisschen. Das fängt bereits mit dem Angucken im Kabinengang an. Das sind kleine Psychospielchen. Ich werde auch häufiger gefoult. Ich kann mit dem Druck umgehen, ich genieße das sogar. Es macht mich stärker, denn ich habe vor niemandem Angst. Bei manchem Gegner aber spiele ich den Ball in gewissen Situationen dann auch mal früher ab (lacht).
Sie haben seit einigen Wochen einen Vier-Jahres-Vertrag beim Hamburger SV, sammeln in dieser Saison weiter Spielpraxis in der 3. Liga: Für Sie die ideale Lösung?
Ja, ich bin sehr zufrieden. Ich bin seit drei Jahren in Karlsruhe, der KSC ist für mich ein besonderer Verein. Es fällt mir auch nicht leicht, den KSC zu verlassen. Ich werde bis zum Ende der Saison alles geben und will mir dann einen Stammplatz beim HSV erobern.
Was ist nach dem schwachen Saisonstart für Karlsruhe noch drin?
Die Mannschaft ist nach dem Abstieg neu formiert worden, darum mussten wir uns erst zusammenfinden. Dabei sind wir auf einem guten Weg, das haben die letzten Spiele gezeigt. Wir können auch am Samstag in Offenbach etwas holen. Der Blick geht nach oben, wir haben die Spitze nicht aus den Augen verloren.
Quelle: FUSSBALL.DE
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